Kabinett beschlieĂt Gesetz gegen Schwarzarbeit
06.08.2025 - 15:26:05(Tippfehler im 3. Absatz, letzter Satz berichtigt)
BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung will im Kampf gegen Schwarzarbeit und GeldwĂ€sche vermehrt auch Barbershops, Kosmetik- und Nagelstudios ins Visier nehmen. BeschĂ€ftigte sollen kĂŒnftig fĂŒr mögliche Kontrollen immer ihren Personalausweis dabeihaben - Ă€hnlich wie das bisher schon fĂŒr die Baubranche und in der Gastronomie gilt. Die VerschĂ€rfung ist Teil eines neuen Gesetzes, das das Kabinett in Berlin beschloss. Als nĂ€chstes werden die MaĂnahmen im Bundestag debattiert.
In Barbershops sei zuletzt nicht nur Schwarzarbeit, sondern auch GeldwÀsche und die Einbindung in Strukturen der ClankriminalitÀt zu beobachten gewesen, hieà es in Regierungskreisen. Auch bei Nagelstudios seien illegale BeschÀftigung und zum Teil ausbeuterische BeschÀftigungsformen festzustellen.
Finanzkontrolle soll gezielter werden
Mit dem Gesetz von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) soll die Finanzkontrolle Schwarzarbeit auĂerdem schlagkrĂ€ftiger gegen schwere WirtschaftskriminalitĂ€t und organisierte KriminalitĂ€t werden. "Wir legen eine hĂ€rtere Gangart ein, um gegen diejenigen vorzugehen, die sich auf Kosten der Allgemeinheit und auf dem RĂŒcken von illegal beschĂ€ftigen ArbeitskrĂ€ften bereichern", erklĂ€rte Klingbeil. Geplant sind eine bessere digitale Vernetzung und ein besserer Datenaustausch zwischen Behörden. Um die Justiz zu entlasten, soll die Finanzkontrolle BetrugsfĂ€lle selbststĂ€ndig ahnden können.
Die GesetzesĂ€nderungen sollen auch fĂŒr Mehreinnahmen im Bundeshaushalt sorgen. Das Finanzministerium rechnet mit rund zwei Milliarden Euro mehr fĂŒr Bund, LĂ€nder und die Sozialversicherungen bis zum Jahr 2029.

