ROUNDUP, Trump

Trump wirft China Verletzung von Handelsvereinbarung vor

30.05.2025 - 21:22:47 | dpa.de

US-PrÀsident Donald Trump wirft China vor, sich nicht an eine Vereinbarung mit den USA im laufenden Handelsstreit zu halten.

Vor wenigen Wochen habe es eine gute Nachricht gegeben: Er habe mit China einen "schnellen Deal" geschlossen, der dem Land wirtschaftlich geholfen hÀtte, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Alle seien damit zufrieden gewesen.

"Die schlechte Nachricht ist, dass China, was einige vielleicht nicht ĂŒberrascht, seine Vereinbarung mit uns völlig gebrochen hat", erklĂ€rte Trump. "So viel dazu, Mr. Nice Guy zu sein!", schob er hinterher. Trump verwendete dabei - wie so oft - zum Teil Großbuchstaben, um seinem Ärger Nachdruck zu verleihen. Woran er die Verletzung der Vereinbarung festmacht, fĂŒhrte er in dem Post nicht aus.

Auch bei einer Pressekonferenz im Oval Office sagte Trump einige Stunden spĂ€ter lediglich, dass China "einen großen Teil der Vereinbarung" verletzt habe. Er sei sich aber sicher, dass er mit dem chinesischen PrĂ€sidenten Xi Jinping sprechen werde - "und hoffentlich werden wir eine Lösung finden".

Was die USA und China vereinbart haben

China und die USA hatten im laufenden Handelsstreit vor knapp drei Wochen in der Schweiz eine Senkung ihrer gegenseitigen Zölle beschlossen. Aus einer gemeinsamen ErklĂ€rung der beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Erde ging hervor, dass dies vorĂŒbergehend fĂŒr 90 Tage gelten soll. Die Regelung hĂ€lt eine Senkung der US-Zölle auf chinesische Importe von 145 auf 30 Prozent fest, wĂ€hrend die AufschlĂ€ge Pekings gegen Einfuhren aus den USA von 125 Prozent auf 10 Prozent zurĂŒckgehen.

Der US-PrĂ€sident bezeichnete eine Öffnung Chinas damals als wichtigstes Ziel und gab an, dass China dem zugestimmt habe. Er warf China auch erneut vor, die Droge Fentanyl ins Land zu lassen. Seiner Darstellung nach stimmte China zu, dies zu stoppen. Nach der Vereinbarung sprach Trump von einem "vollstĂ€ndigen Neustart" mit China und von einer "sehr guten" Beziehung zu dem Land.

Zuletzt hatte die US-Regierung den Ton gegenĂŒber China aber wieder verschĂ€rft. So kĂŒndigte sie etwa an, in den Vereinigten Staaten studierenden Chinesen das Visum entziehen zu wollen und die Regeln fĂŒr kĂŒnftige Antragsteller aus der Volksrepublik zu verschĂ€rfen. Dabei blieb zunĂ€chst unklar, wie viele Studierende vom Entzug der Aufenthaltsgenehmigung betroffen wĂ€ren - und inwiefern es Ausnahmeregeln geben könnte.

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