dpa-AFX Ăberblick: KONJUNKTUR vom 15.11.2024 - 17.00 Uhr
15.11.2024 - 17:06:39 | dpa.deUSA: Industrieproduktion sinkt etwas weniger als erwartet
WASHINGTON - In den USA ist die Industrieproduktion im Oktober weniger als erwartet gefallen. GegenĂŒber dem Vormonat ging die Gesamtherstellung des Verarbeitenden Gewerbes um 0,3 Prozent zurĂŒck, wie die US-Notenbank Fed am Freitag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem RĂŒckgang um 0,4 Prozent gerechnet.
USA: Einzelhandelsumsatz zieht ĂŒberraschend deutlich an
WASHINGTON - Die EinzelhandelsumsÀtze in den USA sind im Oktober stÀrker gestiegen als erwartet. Die Erlöse kletterten im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet.
ROUNDUP/Einst Wachstumsmotor: BrĂŒssel senkt Prognose fĂŒr Deutschland
BRĂSSEL - Deutschlands Wirtschaft wird dieses Jahr auch nach einer Prognose der EU-Kommission leicht schrumpfen. In einer in BrĂŒssel vorgelegten SchĂ€tzung prognostiziert die Behörde der gröĂten Volkswirtschaft der EU einen RĂŒckgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im laufenden Jahr um 0,1 Prozent. Europaweit rechnet die Kommission mit einem etwas langsameren Wachstum als zuletzt: FĂŒr 2024 gehen die Experten von einem Wachstum der Wirtschaft der Staatengemeinschaft von 0,9 Prozent aus - nach einen im Mai erwarteten Plus von 1,0 Prozent. FĂŒr die Eurozone prognostiziert die Behörde weiterhin ein Plus von 0,8 Prozent.
Commerzbank erwartet 2025 in Deutschland nur ein schwaches Wachstum
FRANKFURT - Commerzbank Chefvolkswirt Jörg KrĂ€mer erwartet im kommenden Jahr nur ein sehr schwaches Wirtschaftswachstum in Deutschland. "Die leichte Erholung ist vor allem eine Folge der groĂen Zinswende der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB)", sagte KrĂ€mer am Freitag in Frankfurt. FĂŒr das Jahr 2025 prognostiziere die Commerzbank ein Wachstum von 0,2 Prozent - nach einer Schrumpfung von 0,2 Prozent in diesem Jahr. Im Jahr 2026 sollte das Bruttoinlandsprodukt dann deutlicher um 1,0 Prozent zulegen.
Ifo: Existenzangst der Unternehmen in Deutschland steigt wieder
MĂNCHEN - Fast jedes vierzehnte Unternehmen in Deutschland sieht sich derzeit in seiner Existenz bedroht. 7,3 Prozent der befragten Betriebe Ă€uĂerten sich in einer Erhebung des MĂŒnchner Ifo-Instituts im Oktober entsprechend. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor und 2,5 Prozentpunkte mehr als Anfang 2023. In den vergangenen Krisenjahren gab es allerdings auch schon deutlich höhere Werte - von 13,7 Anfang 2022 bis zu 21,8 Prozent in der heiĂen Phase der Corona-Krise Mitte 2020, wie aus frĂŒheren Veröffentlichungen des Ifo hervorgeht.
Japan: Wirtschaft wÀchst etwas stÀrker als prognostiziert
TOKIO - Japans Wirtschaft ist im dritten Quartal etwas stÀrker gewachsen als von Experten erwartet. In den drei Monaten bis Ende September sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet (annualisiert) um 0,9 Prozent gewachsen, teilte die japanische Regierung am Freitag auf Basis einer ersten SchÀtzung in Tokio mit. Experten hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg um 0,7 Prozent gerechnet.
China: Industrieproduktion enttÀuscht - Einzelhandelsumsatz besser als erwartet
PEKING - In China hat sich das Wachstum der Industrieproduktion im Oktober ĂŒberraschend etwas abgeschwĂ€cht. Die Investitionen blieben ein wenig hinter den Erwartungen der Analysten zurĂŒck, wĂ€hrend sich der Einzelhandelsumsatz deutlich besser als von Analysten prognostiziert entwickelte.
Frankreich: Inflation zieht etwas deutlicher an als erwartet
PARIS - Die Inflation in Frankreich hat sich im Oktober etwas stÀrker beschleunigt als zunÀchst ermittelt. Die nach europÀischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) stiegen im Jahresvergleich um 1,6 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris nach einer zweiten SchÀtzung mitteilte.
Britische Wirtschaft wÀchst nur noch minimal
LONDON - In GroĂbritannien ist das Wirtschaftswachstum im Sommer fast zum Erliegen gekommen. Im dritten Quartal legte die Wirtschaftsleistung zum Vorquartal lediglich um 0,1 Prozent zu, wie das Statistikamt ONS am Freitag in London nach einer ersten SchĂ€tzung mitteilte. Analysten hatten fĂŒr die Monate Juli bis September im Schnitt mit einem etwas höheren Wachstum von 0,2 Prozent gerechnet. Bereits im zweiten Quartal hatte die britische Wirtschaft nach einem starken Jahresauftakt an Fahrt verloren und war nur noch um 0,5 Prozent gewachsen.
ROUNDUP: Scholz will Industrie stÀrken - aber Kanzler ohne Mehrheit
BERLIN - Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) strebt bis Jahresende SofortmaĂnahmen an, um die deutsche Wirtschaft zu stĂ€rken. "Wir brauchen kurzfristig neue Impulse, damit es wieder bergauf geht", sagte Scholz laut Mitteilung der Bundesregierung nach einem erneuten Industriegipfel im Kanzleramt in Berlin.
Kundenhinweis:ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Ăberblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
/jsl
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

