Discounter Netto begrenzt Eierkauf auf zwei Packungen
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 10:53 Uhr, dpa.de
Maximal zwei Packungen Eier pro Einkauf â das gilt derzeit fĂŒr Kunden des in Nord- und Ostdeutschland vertretenen Discounters Netto. Das bestĂ€tigte das Unternehmen mit dem Hund im Logo auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Hintergrund sei die angespannte Situation auf dem Eiermarkt, sagte eine Sprecherin. «Tierkrankheiten in regionalen LegehennenbestĂ€nden wirken sich auf die VerfĂŒgbarkeit von Eiern aus. Davon sind auch zwei unserer regional bezogenen Eierartikel betroffen, die wir vorĂŒbergehend nur eingeschrĂ€nkt beziehen können.»
Gemeinsam mit den Lieferanten arbeite man daran, die WarenverfĂŒgbarkeit sicherzustellen. Erwartet wird, dass sich die Lage ab kommender Woche entspannt. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung ĂŒber das Thema berichtet.
Lage auf dem Eiermarkt seit lÀngerem angespannt
GroĂe LebensmittelhĂ€ndler wie Aldi, Edeka, Lidl, Kaufland oder Rewe begrenzen die Einkaufsmengen bislang nicht, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.Â
Die Situation auf dem Eiermarkt gilt bereits seit Monaten als schwierig. Eine gestiegene Nachfrage und ein wegen mehrerer Tierseuchen eingeschrĂ€nktes Angebot belasten die Versorgung. Vereinzelt kommt es im Einzelhandel deshalb zu EngpĂ€ssen. Marktanalystin Margit Beck von Marktinfo Eier und GeflĂŒgel betont jedoch: «Ein nationaler Eiernotstand ist derzeit nicht zu verzeichnen. Regionale AusfĂ€lle durch Newcastle Disease dĂŒrften zu den beobachteten EngpĂ€ssen gefĂŒhrt haben.»
Nach Angaben eines Rewe-Sprechers ist die Mengenknappheit im GroĂraum Berlin am stĂ€rksten sichtbar. Die Erzeuger seien dort stĂ€rker betroffen als anderswo. «So kann es vorkommen, dass in Berliner MĂ€rkten nicht immer die volle Auswahl an Marken, PackungsgröĂen und Haltungsformen angeboten werden kann. Frischeier gibt es aber immer.»
Zwei Handelsketten, ein Name
Die Netto ApS & Co. KG ist Teil der dĂ€nischen Salling Group und nicht zu verwechseln mit dem gröĂeren Netto Marken-Discount mit Sitz in Bayern, der zu Edeka gehört.
Der Discounter mit den Markenfarben Schwarz und Gelb hat seinen deutschen Firmensitz in Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern und betreibt nach eigenen Angaben rund 340 MĂ€rkte mit rund 6.000 BeschĂ€ftigten in acht BundeslĂ€ndern â in Ostdeutschland, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Der erste Markt wurde 1990 eröffnet.
