Alzheimer: Protein SORLA reduziert Tau-SchÀden und Hirnatrophie
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 12:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neue ForschungsansĂ€tze in der Alzheimer-Therapie rĂŒcken zunehmend Mechanismen in den Fokus, die neuronale SchĂ€den verlangsamen oder verhindern können. Im Zentrum einer Untersuchung des Instituts Sanford Burnham Prebys steht dabei das körpereigene Protein SORLA. In Experimenten zeigte sich, dass eine erhöhte Konzentration dieses Proteins wesentliche Krankheitsprozesse im Gehirn abschwĂ€chen kann.
Reduzierung von Tau-SchÀden im Tiermodell
Die Forschungsgruppe untersuchte die Wirkung von SORLA anhand von PS19-MĂ€usen, die mit dem menschlichen P301S-Tau-Gen ausgestattet sind. Wie aus einem Bericht von scinexx.de vom 22. September 2026 hervorgeht, fĂŒhrte zusĂ€tzliches SORLA im Hippocampus der Versuchstiere zu einer spĂŒrbaren Verringerung von krankhaft phosphoryliertem Tau-Protein sowie der Tau-Keimbildung.
Zugleich gingen Hirnatrophie, der Verlust von Synapsen und die Aktivierung von Gliazellen zurĂŒck. Dieser Schutzmechanismus erwies sich als zweiseitig: Bei einem Mangel an SORLA nahmen die schĂ€dliche Tau-Phosphorylierung und die Keimbildung hingegen deutlich zu.
Wer sich mit dem Thema DemenzprÀvention befasst, möchte oft wissen, ob die eigene Vergesslichkeit noch im normalen Rahmen liegt. Dieser kostenlose Selbsttest mit sieben gezielten Fragen liefert in nur zwei Minuten eine erste diskrete EinschÀtzung. Hier Gewissheit in 2 Minuten erhalten
Einfluss auf synaptische PlastizitÀt und Signalwege
Neben der Reduzierung pathologischer Proteinablagerungen zeigte sich ein positiver Effekt auf die neuronale Funktion. Das zusĂ€tzliche SORLA stellte die Langzeitpotenzierung im Hippocampus teilweise wieder her, was fĂŒr Lern- und GedĂ€chtnisprozesse von zentraler Bedeutung ist. Auf molekularer Ebene beobachteten die Forschenden zudem eine DĂ€mpfung der Plexin-B1/B2-Signale.
Die zugrunde liegende Originalstudie ist im Fachjournal Science Advances (DOI: 10.1126/sciadv.aed6825) publiziert worden.
WĂ€hrend die Wissenschaft an neuen Therapien forscht, lĂ€sst sich die geistige Fitness im Alltag bereits durch gezielte Ăbungen und ErnĂ€hrung unterstĂŒtzen. Dieser kostenlose Ratgeber bietet praktische Tipps und elf Gehirn-Jogging-Ăbungen, um die Konzentration nachhaltig zu stĂ€rken. Kostenlosen Ratgeber fĂŒr geistige Fitness herunterladen
Offene Fragen zur Ăbertragbarkeit auf den Menschen
Trotz der vielversprechenden Laborbefunde bleibt der therapeutische Nutzen fĂŒr betroffene Patientinnen und Patienten vorerst ungewiss. Die vorliegenden Ergebnisse basieren ausschlieĂlich auf Versuchen mit genetisch verĂ€nderten MĂ€usen sowie Zellkulturen.
Ob sich eine vergleichbare pharmakologische Schutzwirkung durch gezielte therapeutische Eingriffe auch beim Menschen erzielen lĂ€sst, ist Gegenstand zukĂŒnftiger Untersuchungen. Dennoch liefern die Daten wichtige Ansatzpunkte, um kĂŒnftige Wirkstoffe zur EindĂ€mmung von Tau-bedingten HirnschĂ€den zu erforschen.
