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Android 17: Google macht iPhone-Wechsel mit iMessage-Übernahme einfach

18.06.2026 - 05:17:14 | boerse-global.de

Google präsentiert Android 17 mit neuem Migrations-Assistenten für iMessage-Daten und übernimmt parallel iOS-Funktionen.

Android 17: Google erleichtert iPhone-Umstieg und leiht iOS-Features
Android - A smartphone showing the Android operating system and data migration, with an iPhone blurred in the background. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Google rüstet sein Betriebssystem für den Wechsel von Apple-Kunden auf – und leiht sich gleichzeitig Features vom Rivalen.

Mit Android 17 bringt Google die wohl umfassendste Migrationsoffensive seit Jahren an den Start. Die neue Version des mobilen Betriebssystems zielt gezielt auf Nutzer, die vom iPhone auf ein Android-Gerät umsteigen wollen. Die Details wurden am 16. und 17. Juni veröffentlicht.

Der große Umzug wird einfacher

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Das Herzstück der Neuerungen ist der überarbeitete „Android Switch“-Assistent. Er ist direkt ins System integriert und macht separate Migrations-Apps überflüssig. Zunächst auf Geräten wie dem Pixel 6 und neueren Modellen verfügbar, überträgt das Tool Daten nun kabellos per WLAN.

Der Umfang der übertragbaren Daten hat sich deutlich erweitert. Neben SMS, MMS und verschlüsselten RCS-Nachrichten wandern nun auch iMessage-Verläufe inklusive Medien und Stickern auf das neue Gerät. Hinzu kommen Google-Konten, Startbildschirm-Layouts, Passwörter, Passkeys und WLAN-Zugangsdaten. Selbst Alarme, Anrufverläufe, Kalenderanhänge und Apple-Notizen lassen sich mitnehmen. Die eSIM-Übertragung ist ebenfalls möglich – allerdings abhängig von der jeweiligen Mobilfunkanbieter.

Neue Funktionen für Pixel-Nutzer

Android 17 bringt aber auch abseits der Migration echte Neuerungen. Das „Bubbles“-Feature erlaubt es, Apps als schwebende Fenster zu nutzen. Auf größeren Displays organisiert eine spezielle Bubble-Leiste die geöffneten Anwendungen.

Mit „Screen Reactions“ können Nutzer den Bildschirm aufzeichnen und gleichzeitig die Selfie-Kamera nutzen – praktisch für Reaktionsvideos. Für faltbare Geräte gibt es einen neuen 50/50-Modus, der Platz für Gamepad-Steuerung schafft.

Die Sicherheitsfunktionen wurden ebenfalls aufgewertet. Eine verbesserte Echtzeit-Bedrohungserkennung und die „Als verloren markieren“-Funktion mit biometrischer Sperre sollen Diebstähle erschweren. Nutzer erhalten zudem feinere Privatsphäre-Einstellungen: Standortzugriff kann zeitlich begrenzt oder auf einmalige Nutzung beschränkt werden. Ein spezieller Selektor erlaubt die gezielte Freigabe einzelner Kontakte. Neu sind auch getrennte Lautstärkeregler für den Systemassistenten, ausgeblendete App-Namen und individuelle Speicherlimits pro Anwendung.

iOS 27 holt Android-Features nach

Parallel zu Googles Ankündigungen wurden am 17. Juni auch Details zu iOS 27 bekannt. Apple integriert in der neuen Version Funktionen, die auf Android seit Jahren Standard sind. Dazu gehören separate Lautstärkeregler für Klingelton, Wecker und Systemtöne sowie Vorschläge aus der Zwischenablage.

Die Wallet-App erlaubt künftig benutzerdefinierte Pässe. Die Fotos-App erhält KI-gestützte Bildbearbeitung und ein „Bereinigen“-Werkzeug. Besonders bemerkenswert: Apple öffnet seine Fotoalben für Android- und Windows-Nutzer – geteilte Alben sind nun in voller Auflösung abrufbar. Live-Untertitel für Videos und lokale Listen in Apple Maps (zunächst nur in den USA) runden das Update ab.

Ein ewiger Austausch

Die aktuellen Ankündigungen sind nur das jüngste Kapitel einer langen Geschichte gegenseitiger Inspiration. Branchenbeobachter zählten allein in den letzten Jahren mindestens zwölf bedeutende Features, die zuerst auf dem iPhone erschienen, bevor sie Android erreichten.

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Die Gestensteuerung etwa führte Apple 2017 mit dem iPhone X ein – Android folgte erst 2019 mit Android Q. Benachrichtigungs-Badges gab es auf iOS bereits 2011, sechs Jahre vor Android 8.0. Weitere Beispiele:

  • Nachtmodus: iOS 9.3 im März 2016, Android 7.0 Nougat fünf Monate später.
  • Emoji-Unterstützung: iOS 5 (2011), Android 4.4 KitKat (2013).
  • Granulare App-Berechtigungen: iOS 6 (2012), Android in späteren Versionen.
  • AirDrop/Quick Share: Apple startete 2013. Google und Samsung brachten Quick Share 2024 – direkte AirDrop-Kompatibilität für Android folgte erst Ende 2025.

Doch auch Android war zuweilen Vorreiter: Die 2D-Gesichtserkennung führte Android 4 Ice Cream Sandwich bereits 2011 ein. Die sichere 3D-Gesichtserkennung brachte dann 2017 das iPhone X. Der Wettlauf der Betriebssysteme bleibt spannend – und die Nutzer profitieren am Ende von beiden Seiten.

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