Apple-Preisschock, Mac

Apple-Preisschock: Mac und iPad um durchschnittlich 266 Euro teurer

28.06.2026 - 13:18:36 | boerse-global.de

Apple verteuert Macs und iPads deutlich, während iPhone und Watch unverändert bleiben. Grund sind explodierende Chipkosten.

Apple erhöht Mac- und iPad-Preise drastisch um bis zu 21 Prozent
Apple-Preisschock - Ein Apple iPhone und eine Apple Watch liegen nebeneinander auf einer polierten Oberfläche, symbolisieren Preisstabilität inmitten von Marktveränderungen. 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Juni 2026 eine breite Preiserhöhungswelle für seine Computer- und Tablet-Produkte gestartet. Die durchschnittlichen Aufschläge liegen bei rund 266 Euro – ein Plus von 21 Prozent. Die wichtigsten Umsatzbringer iPhone, Apple Watch und AirPods blieben dagegen unangetastet. Dahinter steckt eine klare Strategie.

Chipkrise trifft Apples Kernsortiment

Die Preisanpassungen trafen fast alle Modelle der Mac- und iPad-Familien. In den USA und Kanada stieg das Einstiegs-MacBook Neo von 599 auf 699 Dollar, das MacBook Air kletterte auf 1.299 Dollar. Besonders heftig traf es die Profi-Geräte: Das MacBook Pro startet nun bei 1.999 Dollar, die teuerste Konfiguration des 16-Zoll-Modells erreicht stolze 9.999 Dollar.

Auch das iPad wurde deutlich teurer. Das Basismodell kostet jetzt 449 statt 349 Dollar, das 13-Zoll-iPad Pro stieg von 1.299 auf 1.499 Dollar. Noch drastischer fielen die Aufschläge in Schwellenländern aus. In Indien etwa verteuerte sich das 14-Zoll-MacBook Pro mit M5-Pro-Chip um umgerechnet rund 550 Euro – von 2.49.900 auf 2.99.900 Rupien. Das 13-Zoll-iPad Air legte dort um über 41 Prozent auf 1.19.900 Rupien zu.

Den prozentual größten Sprung machte der Apple TV 4K: Er verteuerte sich um 54 Prozent von 129 auf 199 Dollar. Auch die Vision Pro stieg um 200 Dollar auf nun 3.699 Dollar.

„Chipflation“ treibt Speicherkosten in die Höhe

Apple begründet die Preiserhöhungen mit explodierenden Komponentenkosten – vor allem bei Speicherchips. Branchendaten zufolge haben sich die Preise für DRAM und NAND-Flash innerhalb der letzten zwölf Monate vervierfacht. Grund ist der enorme Bedarf an KI-Rechenzentren, die um dieselben Halbleiterressourcen konkurrieren wie die Unterhaltungselektronik.

Konzernchef Tim Cook bezeichnete die aktuelle Speicherkrise als „außergewöhnlich seltenes und schwerwiegendes Ereignis in der Lieferkette“. Um den Druck abzufedern, sicherte sich Apple einem Medienbericht zufolge einen Chip-Liefervertrag mit Intel – als Ergänzung zur Hauptproduktion bei TSMC. Für Endkunden stiegen die Aufpreise für Speicher-Upgrades um 50 bis 67 Prozent.

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Warum das iPhone unverändert bleibt

Die Entscheidung, iPhone 17 und aktuelle Apple-Watch-Modelle nicht teurer zu machen, ist kein Zufall. Analysten von IDC und anderen Marktforschungsinstituten sehen darin einen taktischen Schachzug. „Apple schont seine wichtigste Umsatzquelle“, kommentiert ein Branchenkenner. Die Preiserhöhung könnte im September mit den traditionellen Hardware-Launches nachgeholt werden.

Einige Experten prognostizieren für das kommende iPhone 18 Pro und Pro Max Aufschläge von bis zu 200 Dollar, während die Basismodelle um moderate 50 Dollar steigen könnten. Zudem bereitet Apple offenbar den Markt für ein faltbares iPhone vor, dessen Preis zwischen 2.500 und 3.000 Dollar liegen soll.

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Börse reagiert verhalten – Analysten zeigen Verständnis

Die Ankündigung ließ Apples Aktienkurs am 26. Juni um knapp sechs Prozent fallen. Dennoch bewerten Analysten von Wedbush und JPMorgan die Preiserhöhungen als notwendigen Schritt zur Sicherung der Gewinnmargen. Marktforscher von Counterpoint Research erwarten trotz der höheren Preise für 2026 Rekordmarktanteile für Apple – in Smartphones, Tablets und Laptops.

Ein weiteres Signal für die angespannte Lage am Speichermarkt: Auch Microsoft will ab dem 1. August 2026 die Preise für seine Xbox-Konsolen anheben. Apple selbst arbeitet parallel daran, seine Lieferkette zu stabilisieren – unter anderem durch neue Fertigungsvereinbarungen mit Samsung und LG for OLED-Displays, die ab Juli 2026 für künftige iPad- und MacBook-Modelle anlaufen sollen.

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