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Apple verschiebt Vision Pro-Nachfolger: Fokus auf KI-Brillen

12.05.2026 - 22:39:45 | boerse-global.de

Apple fokussiert sich auf leichte Datenbrillen ohne Display und KI-Wearables, nachdem die Verkaufszahlen des Vision Pro enttäuschten.

Apple verschiebt Vision Pro-Nachfolger: Fokus auf KI-Brillen - Foto: ĂĽber boerse-global.de
Apple verschiebt Vision Pro-Nachfolger: Fokus auf KI-Brillen - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Apple legt seine Pläne für High-End-Headsets vorerst auf Eis und setzt stattdessen auf leichte KI-Brillen.

Der kalifornische Konzern hat die Entwicklung eines direkten Nachfolgers für das Vision Pro-Headset deutlich zurückgefahren. Branchenkreisen zufolge wird ein neues Flaggschiff-Gerät frühestens 2028 auf den Markt kommen. Stattdessen konzentriert sich Apple nun auf intelligente Brillen ohne Display sowie auf KI-gestützte Wearables – ein strategischer Kurswechsel, der die Zukunft des gesamten „Spatial Computing“-Segments neu definieren könnte.

Vision Air eingestellt – Verkaufszahlen enttäuschen

Das geplante günstigere Modell „Vision Air“ wurde bereits 2025 als eigenständiges Projekt eingestellt. Die Entscheidung überrascht wenig: Nach einem starken Start mit rund 390.000 verkauften Einheiten 2024 brach die Nachfrage massiv ein. Im vierten Quartal 2025 wurden nur noch etwa 45.000 Geräte abgesetzt. Insgesamt dürfte Apple bislang knapp 600.000 Vision Pro-Headsets verkauft haben – eine Zahl, die die Produktionsbänder deutlich herunterfahren ließ.

Das im Oktober 2025 veröffentlichte M5-Modell war lediglich ein kleiner interner Refresh, kein echter Generationswechsel. Die Vision Products Group wurde zudem umstrukturiert: Mike Rockwell, bisheriger Chefentwickler des Headsets, leitet nun die Bereiche Siri und visionOS – ein klares Zeichen, dass Software und KI künftig im Vordergrund stehen.

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Smart Glasses statt VR-Brille: Apples neue Strategie

Statt auf geschlossene Headsets setzt Apple nun auf leichte Datenbrillen mit Kameras, Mikrofonen und tiefer Siri-Integration – aber ohne klassisches Display. Die Produktion soll Ende 2026 anlaufen, ein Marktstart wäre Anfang 2027 möglich.

Parallel arbeitet der Konzern an weiteren KI-Wearables: AirPods mit Kameras und spezielle KI-Anhänger sind in der Entwicklung. Ziel ist es, Technologie sozial verträglicher zu machen – weg von der isolierenden Erfahrung eines VR-Headsets, hin zu Geräten, die sich nahtlos in den Alltag einfügen.

visionOS 27 im Juni: Stabilität vor Revolution

Am 11. Mai 2026 veröffentlichte Apple visionOS 26.5 mit Bugfixes und Sicherheitsupdates. Der große Wurf soll aber auf der WWDC am 8. Juni 2026 kommen: visionOS 27 wird erwartet. Insidern zufolge liegt der Fokus auf Stabilität, Leistungsoptimierung und Feature-Parität mit iOS und macOS – nicht auf radikalen neuen Spatial-Computing-Funktionen.

Wettbewerb schläft nicht: Meta und HTC bleiben aktiv

Während Apple bremst, treiben Konkurrenten wie Meta (Quest 3S) und HTC (Vive Focus Vision) ihre Headset-Entwicklung voran. Branchenanalysten erwarten für den Gesamtmarkt dennoch ein jährliches Wachstum von 30 Prozent bis 2030.

Gleichzeitig steigen die Hardwarekosten drastisch: Die Preise für DRAM-Chips legten im ersten Quartal 2026 um 90 Prozent zu, im zweiten Quartal um weitere 50 Prozent. Das zwingt Hersteller wie Microsoft zu cleveren Software-Lösungen. Mit „Project K2“ und dem neuen „Low Latency Profile“ für Windows 11 beschleunigt Microsoft Systemmenüs um bis zu 70 Prozent, Programme wie Edge und Outlook starten 40 Prozent schneller – und das ohne neue Hardware.

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Ergonomie und fehlende Apps: Die Achillesferse des Vision Pro

Das Vision Pro kämpft seit seiner Markteinführung mit Problemen: Die Ergonomie gilt als verbesserungswürdig, die „Eyesight“-Funktion – die die Augen des Nutzers auf einem Außendisplay zeigt – fand wenig Anklang. Vor allem aber fehlte es an nativen Apps großer Medienanbieter, was das Gerät als Unterhaltungsplattform unattraktiv machte.

Branchenbeobachter vergleichen das Vision Pro bereits mit dem Apple Lisa – einem kommerziell wenig erfolgreichen, aber technologisch wegweisenden produkt, das den Boden für spätere Erfolge bereitete. Die aktuelle Neuausrichtung könnte bedeuten: Apple sieht im Headset nicht das Endprodukt, sondern eine notwendige Zwischenstation auf dem Weg zu echten AR-Brillen.

Ausblick: Zwei Jahre Ăśbergang

Für Entwickler und Enthusiasten bleibt das Vision Pro vorerst ein Nischenprodukt. Bis 2028 ist kein größeres Hardware-Update in Sicht. Der Erfolg der Plattform hängt nun fast ausschließlich davon ab, ob Apple mit visionOS 27 und den kommenden KI-Features überzeugen kann.

Die Weichen sind gestellt: Apples Zukunft im Spatial Computing heißt nicht Headset, sondern intelligente Brille. Die nächsten zwei Jahre werden zeigen, ob dieser Kurs aufgeht – oder ob der Konzern den Anschluss an Meta und Co. verliert.

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