Atemtechnik: VerlÀngerte Ausatmung aktiviert Hirnregionen messbar
15.06.2026 - 23:32:05 | boerse-global.de
Eine neue Studie zeigt: Wer bewusst ausatmet, trifft riskantere Entscheidungen.
Forscher der CharitĂ©, der Freien UniversitĂ€t Berlin und des Deutschen Instituts fĂŒr ErnĂ€hrungsforschung (DIfE) untersuchten die Effekte bei 41 gesunden Probanden. Die Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin Neuron.
VerlĂ€ngerte Ausatmung aktiviert SchlĂŒsselregionen
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Die spezifische Atemtechnik verlangsamt den Herzschlag. Gleichzeitig steigt die AktivitÀt im ventro-medialen prÀfrontalen Kortex und im Precuneus. Diese Hirnregionen steuern die Bewertung von Situationen und die Selbstwahrnehmung.
Die Probanden neigten unter dem Einfluss der verlangsamten Ausatmung zu riskanteren Entscheidungen. Die bewusste AtemfĂŒhrung moduliert die kognitive Steuerung direkt.
Digitaler Wandel treibt Nachfrage nach Selbstregulation
Der Bedarf an solchen Techniken wĂ€chst. Laut Pew Research Center fĂŒhlen sich 62 Prozent der BerufstĂ€tigen durch die digitale Transformation verunsichert. Fast die HĂ€lfte befĂŒrchtet einen Leistungsabfall.
Eine McKinsey-Studie zeigt: Gezieltes Resilienz-Coaching steigert die EntscheidungsqualitÀt um 23 Prozent und senkt die Fluktuation um 15 Prozent. Atemtechniken sind ein zentrales Element vieler dieser Programme.
Klinische Standards werden angepasst
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Das Institut fĂŒr QualitĂ€t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) veröffentlichte im Juni einen Vorbericht zur Aktualisierung des Disease-Management-Programms fĂŒr Asthma bronchiale. Der Bericht fordert Modernisierungen in Diagnostik und Therapie. Fachkreise können bis zum 10. Juli Stellungnahmen abgeben.
Parallel dazu erweitert die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) ihre digitalen PrĂ€ventionsangebote. Ein neues webbasiertes Training soll FĂŒhrungskrĂ€fte und Mitarbeiter fĂŒr Suchtgefahren sensibilisieren.
Der Philips Future Health Index zeigt zudem: KI spart im Gesundheitswesen Zeit â rund 132 Stunden pro Jahr fĂŒr fast die HĂ€lfte der Befragten. Doch 70 Prozent der FachkrĂ€fte klagen ĂŒber unzureichende Schulungen. Die Kombination aus technologischer Entlastung und fundierter Ausbildung in physiologischen Regulationsmethoden könnte kĂŒnftig eine SchlĂŒsselrolle spielen.
