Aufmerksamkeit trainierbar: 10–15 Minuten tägliches Üben steigert Fokus
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 10:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Forscher der University of Southern California haben herausgefunden: Aufmerksamkeit lässt sich durch gezieltes Üben verbessern. In einer Studie mit 69 Erwachsenen zwischen 18 und 80 Jahren reichten bereits 10 bis 15 Minuten tägliches Training mit einer Achtsamkeits-App aus.
Die Probanden ĂĽbten 30 Tage lang. Das Ergebnis: Eine messbare Steigerung der Aufmerksamkeitskontrolle und verbesserte Reaktionszeiten. Der Clou: Der Trainingseffekt blieb ĂĽber alle Altersgruppen hinweg stabil. Fokus ist also keine angeborene Gabe, sondern eine trainierbare Kompetenz.
Was das Gehirn über unsere Vorlieben verrät
Die Universität Gießen hat einen spannenden Zusammenhang entdeckt. Forscher untersuchten das Blickverhalten von 61 Erwachsenen und stellten fest: Die Gehirnstruktur beeinflusst, was wir bevorzugen.
Personen mit einer Vorliebe für Gesichter hatten besonders ausgeprägte Hirnareale für die Gesichtserkennung. Ähnliches galt für Textliebhaber. Das Gehirn reagiert demnach präziser auf Reize, die zu unseren individuellen Vorlieben passen.
Lebensstil entscheidet mit
Die WHO schätzt, dass bis zu 45 Prozent des Demenzrisikos vermeidbar sind. Die Empfehlungen sind klar: Regelmäßige Bewegung, kein Rauchen, wenig Alkohol, gesunde Ernährung und die Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes.
Eine Studie im Juli 2026 zeigt zudem: Bereits 40 bis 60 Minuten Krafttraining pro Woche können das Demenzrisiko senken. Die Daten basieren auf 2.912 US-Veteranen.
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Auch soziale Teilhabe und kognitive Herausforderungen sind wichtig. Die Donau-Universität Krems untersucht in einem Pilotprojekt mit 68 Teilnehmern über 60 Jahren, ob Kunstbetrachtung in Museen vorbeugend wirkt.
Was auf den Teller kommt
Experten empfehlen die Mittelmeerküche: grünes Blattgemüse, Beeren, Hülsenfrüchte, Nüsse und Olivenöl. Fetter Fisch liefert wichtige Omega-3-Fettsäuren. Gesättigte Fette aus hochverarbeiteten Lebensmitteln sollten dagegen möglichst gemieden werden.
Bereits bei Kleinkindern zeigen sich Effekte. Eine Studie mit 144 Mutter-Kind-Paaren fand heraus: Ein um zehn Prozent höherer Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel zwischen dem 6. und 72. Lebensmonat führte im Alter von sechs Jahren zu einem um fast zwei Prozent geringeren Volumen in Hirnstrukturen wie der Amygdala.
Handschrift aktiviert das Gehirn stärker
Entwicklungsneurologen betonen die Bedeutung der Handschrift. Das Schreiben von Hand aktiviert Hirnregionen für Lesen und Gedächtnis stärker als Tippen auf der Tastatur. Der Grund: komplexere motorische Muster in der Nähe der Lernzentren.
Angst vor altersbedingtem kognitivem Abbau? Eine Studie mit 69 Erwachsenen zeigt: Bereits 10–15 Minuten tägliches Training steigern die Aufmerksamkeit – unabhängig vom Alter. Dieser Leitfaden liefert den konkreten Übungsplan. Trainingsplan jetzt sichern
Pharmaforschung macht Fortschritte
Roche plant die Phase-III-Studie „PrevenTRON“ mit 1.600 Teilnehmern ab 55 Jahren. Der Wirkstoff Trontinemab soll mithilfe einer speziellen Technologie Amyloid-Plaques im Gehirn schneller entfernen. Vergleichbare Wirkstoffe konnten den kognitiven Abbau in früheren Studien bereits um 27 bis 35 Prozent verlangsamen.
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