ChatGPT, Automatisierte

ChatGPT wird autonomer: Automatisierte Aufgaben und Finanzanbindung

20.06.2026 - 17:48:13 | boerse-global.de

OpenAI stattet ChatGPT mit Aufgabenverwaltung und US-Finanzdatenanbindung aus. Ein neues Team forscht an proaktiver KI.

OpenAI macht ChatGPT zum persönlichen Assistenten mit Finanzzugriff
ChatGPT - A glowing, abstract digital brain connecting to multiple screens, symbolizing advanced AI personal assistant features and financial integration. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der KI-Assistent ChatGPT wird autonomer: OpenAI führt zentrale Aufgabenverwaltung und Finanzintegration ein.

Der KI-Konzern OpenAI hat am heutigen Samstag eine Reihe von Updates für ChatGPT vorgestellt, die den Chatbot vom reinen Antwortgeber zum proaktiven persönlichen Assistenten weiterentwickeln. Im Kern steht eine neue Plattform für automatisierte Aufgaben sowie die Anbindung an Finanzdaten für professionelle Nutzer.

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Neue Kommandozentrale für wiederkehrende Aufgaben

Ab sofort steht eine neue Seite namens "Scheduled" zur Verfügung. Sie bietet Nutzern eine zentrale Oberfläche, um wiederkehrende Aufgaben zu verwalten – sie anzuzeigen, zu pausieren, zu bearbeiten oder zu löschen. Verfügbar ist das Feature für Abonnenten der Tarife Plus, Pro, Business und Enterprise.

Die automatisierten Aufgaben laufen maximal einmal pro Stunde. Erkennt das System keine Nutzeraktivität, pausieren sie automatisch. Mit der Einführung von "Scheduled" stellt OpenAI das bisherige Feature "Pulse" ein und integriert dessen Funktionen in das neue System. Pro-Nutzer erhalten eine 14-tägige Übergangsfrist.

Der Weg zur persönlichen künstlichen Intelligenz

OpenAI skizzierte am Samstag eine ehrgeizige Vision: eine persönliche künstliche Allgemeinintelligenz (AGI) für Milliarden von Nutzer. Das Unternehmen erwartet, dass KI-Systeme bis März 2028 einen erheblichen Teil seiner eigenen Forschungsarbeit übernehmen werden.

Für die Entwicklung sucht OpenAI derzeit Forscher und Ingenieure für ein neues Proactivity Research Team in San Francisco. Dessen Aufgabe: Modelle entwickeln, die nicht nur auf Befehle reagieren, sondern proaktiv helfen. Die Gehälter liegen zwischen 295.000 und 555.000 US-Dollar – plus Aktienpakete. Zum Vergleich: Ein DAX-Vorstand verdient in Deutschland im Schnitt rund 3,5 Millionen Euro, doch für ein Startup in dieser Liga sind die Summen durchaus marktüblich.

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Finanzdaten direkt im Chat

Für ChatGPT Pro-Nutzer in den USA gibt es eine weitere Neuerung: Die Möglichkeit, persönliche Bankkonten direkt mit dem KI-Assistenten zu verbinden. Das System unterstützt mehr als 12.000 Finanzinstitute und arbeitet mit den Dienstleistern Plaid und Intuit zusammen.

Der Assistent liefert dann Echtzeit-Finanzanalysen, hilft bei Kreditkartenanträgen und gibt Steuerhinweise. OpenAI betont jedoch: Die Tools ersetzen keine professionelle Finanzberatung. Eine Ausweitung auf den europäischen Markt ist bislang nicht angekündigt – datenschutzrechtliche Hürden nach der DSGVO dürften hier eine Rolle spielen.

Testphase für GPT-5.6

Bereits am Freitag wurden Tests einer möglichen GPT-5.6-Version innerhalb der ChatGPT-Oberfläche bekannt. Teilnehmer berichten von deutlich längeren Antwortzeiten – zwischen 20 und 87 Minuten. Branchenbeobachter werten dies als Hinweis auf verbesserte Denkfähigkeiten im Vergleich zum Vorgänger GPT-5.5. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus, doch Spekulationen über einen Launch noch im Juni halten sich hartnäckig.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Der Wettbewerb im KI-Assistenten-Markt verschärft sich. Erst am Samstag führte Google eine Gedächtnisfunktion für Gemini Live ein, die sich an Details aus früheren Gesprächen erinnert. Auch Dienste wie DoorDash und Instacart setzen zunehmend auf KI-Agenten für Einkäufe und Reservierungen. Der Trend ist klar: KI wird alltäglicher, autonomer und persönlicher.

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