Chrome und Google Wallet: Ausweisdaten direkt in Formulare ab Juni
28.06.2026 - 11:37:31 | boerse-global.de
Google baut die Brücke zwischen Chrome und Google Wallet weiter aus. Ab dem 28. Juni 2026 können Nutzer auf Android und iOS sensible Ausweisdaten direkt aus ihrer digitalen Brieftasche in Webformulare einfügen. Das Update betrifft vor allem Reisende und Behördenkontakte.
Die Integration erweitert die Autofill-Funktion des Browsers um Daten, die bislang der Wallet-App vorbehalten waren. Konkret unterstützt das System künftig Passnummern, Führerscheindaten und Known Traveler Numbers (KTN) – jene Kennung, die US-Vielflieger für beschleunigte Sicherheitskontrollen nutzen. Auch Flugrouten, Fahrzeug-Identifikationsnummern (VIN) und Kennzeichen lassen sich automatisch in Formulare übernehmen.
Das Ziel: Online-Check-ins, Mietwagenbuchungen und Anträge bei Behörden sollen deutlich schneller von der Hand gehen. Der Fokus liegt zunächst auf mobilen Geräten, erste Funktionen sollen aber auch für Desktop-Nutzer verfügbar sein.
Sicherheit hat Vorrang
Angesichts der hochsensiblen Daten setzt Google auf mehrstufige Schutzmechanismen. Sämtliche Informationen bleiben verschlüsselt, und die Autofill-Funktion wird erst aktiv, wenn der Nutzer explizit zustimmt. Auf mobilen Geräten ist für Pass- oder Führerscheindaten zudem eine biometrische Authentifizierung nötig – per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.
Die Verwaltung der freigegebenen Daten erfolgt zentral: entweder über die Google-Wallet-App oder über das neue Menü „Autofill und Passwörter“ in den Chrome-Einstellungen. Dort lassen sich einzelne Dokumente hinzufügen, entfernen oder die gesamte Integration deaktivieren.
Ab dem 28. Juni 2026 können Sie Ausweisdaten aus Google Wallet direkt in Chrome-Formulare einfügen – Passnummern, Führerscheindaten und Known Traveler Numbers inklusive. Die kostenlose Anleitung zeigt, wie Sie die Funktion aktivieren und Ihre Daten sicher verwalten. Kostenlose Anleitung anfordern
Paket-Tracking und neue Play-Store-Regeln
Die Autofill-Erweiterung ist nicht die einzige Neuerung im Google-Universum. Seit dem 26. Juni 2026 bietet Google Wallet in den USA eine Paketverfolgung an, die automatisch Sendungsnummern aus Gmail-Quittungen ausliest. Parallel dazu wächst das TSA-PreCheck-Touchless-ID-Programm auf 65 Flughäfen – darunter Atlanta. Reisende können dort digitale Pässe und Gesichtserkennung nutzen, statt physische Ausweise vorzuzeigen.
Zum Monatsende folgen weitere Änderungen: Ab dem 30. Juni 2026 führt der Google Play Store in den USA, Großbritannien und dem Europäischen Wirtschaftsraum eine neue Gebührenstruktur ein. Drittanbieter-Abrechnungen werden erlaubt, und die Servicegebühren sinken auf zehn Prozent – für die ersten eine Million Dollar Jahresumsatz sowie für Abonnements. Ein weltweiter Rollout ist bis zum 30. September 2027 geplant.
Reisen und Behördenkontakte werden einfacher: Mit der neuen Google-Wallet-Integration in Chrome sparen Sie Zeit beim Ausfüllen von Formularen. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung erklärt die Einrichtung und die Sicherheitsfunktionen. Anleitung per E-Mail sichern
Branche zieht nach
Während Google vorprescht, arbeiten die Industriestandards an den Grundlagen. Der Zahlungssystem-Verband EMVCo hat einen neuen Entwurf für eine Digital Payment Credential Specification vorgelegt – eine Spezifikation für überprüfbare digitale Ausweise. Die öffentliche Kommentierungsfrist läuft noch bis zum 23. Juli 2026.
