Cyberangriffe auf Senioren: NFC-Attacken springen um 188%
30.05.2026 - 21:59:44 | boerse-global.deBehörden und VerbÀnde reagieren mit neuen AufklÀrungsinitiativen.
Kaspersky-Daten zeigen einen drastischen Anstieg von NFC-Angriffen auf Android-GerĂ€te um 188 Prozent. Der Zeitraum: Januar bis April dieses Jahres. Die Technik wird zunehmend fĂŒr Phishing und Datendiebstahl missbraucht.
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Immer raffiniertere Methoden
TĂ€ter setzen lĂ€ngst auf Profi-Werkzeuge. Sogenannte Phishing-Kits wie âLighthouseâ kapern gezielt Passwörter und Zwei-Faktor-Codes. VerbraucherschĂŒtzer schlagen aktuell Alarm: Eine neue Betrugswelle flutet PostfĂ€cher mit gefĂ€lschten E-Mails â im Namen der AOK, der DKB, ING und Commerzbank. Die Masche ist immer gleich: angebliche IdentitĂ€tsprĂŒfung oder Kontosperrung, dann die Aufforderung, Daten auf Fake-Seiten einzugeben.
Der eco-Verband warnt vor einem weiteren Einfallstor: unsichere Passwörter. Die Diskrepanz ist eklatant. Rund drei Viertel der Befragten halten ihre Passwörter fĂŒr sicher. Doch nur ein Drittel nutzt moderne Passkeys, lediglich ein Viertel setzt auf Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die SMS-basierte Variante gilt inzwischen als unsicher.
Da Millionen von Online-Konten durch klassische Passwörter gefÀhrdet sind, empfehlen Experten den Wechsel auf sicherere Technologien. Wie Sie die moderne Passkey-Methode bei Diensten wie Amazon oder WhatsApp einfach einrichten und so Phishing komplett verhindern, erfahren Sie in diesem kostenlosen Report. Kostenlosen Passkey-Ratgeber hier herunterladen
Wenn digital und physisch verschmelzen
Die KriminalitĂ€t wird hybrid. In Mainz warnte die Polizei vor einer perfiden Masche: TĂ€ter geben sich als Helfer bei medizinischen NotfĂ€llen aus â etwa Diabetes. Ihr Ziel: Wohnungen fĂŒr spĂ€tere EinbrĂŒche auskundschaften.
KI-gestĂŒtzte Betrugsversuche erreichen ein neues Level. Laut FBI verursachten solche Manipulationen im vergangenen Jahr SchĂ€den von fast 900 Millionen Euro. In Hamburg endete ein Fall tödlich: Eine Seniorin ĂŒbergab Schmuck und Bargeld im Wert von 100.000 Euro an falsche Polizisten. Der Schock fĂŒhrte zu einem medizinischen Notfall.
Dass PrÀvention wirkt, zeigt ein Fall aus Wien. Ein 90-JÀhriger sollte nach einem Anruf eines angeblichen Polizisten 15.000 Euro abheben. Eine Bankmitarbeiterin wurde misstrauisch und alarmierte die Polizei. Der Betrug flog auf.
Hilfe vor Ort
Bundesweit starten Projekte fĂŒr mehr digitale Kompetenz. In Bad Kreuznach beginnt Anfang Juni âDiBiWohn+â â ein zweijĂ€hriges Programm, das Senioren bei digitalen Angeboten unterstĂŒtzt. In Recklinghausen schult die Sparkasse Vest gemeinsam mit dem Seniorenbeirat sicheres Online-Banking.
Auch international gibt es AnsĂ€tze. In der TĂŒrkei bringen SchĂŒler Ălteren technisches Wissen bei â mit Fokus auf Schutz vor Internetbetrug. Die Botschaft ist klar: Digitale Teilhabe darf nicht in die Isolation fĂŒhren.
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