DASH-Diät, Bluthochdruck

DASH-Diät: Bluthochdruck sinkt um 11 mmHg, Demenz-Risiko um 41%

06.07.2026 - 07:51:25 | boerse-global.de

Ernährungsmediziner betonen die Bedeutung von Haferflocken für die Gesundheit. Die DASH-Diät zeigt starke Effekte auf Blutdruck und Demenzrisiko.

Haferflocken und DASH-Diät: Neue Studien zu Gewichtsverlust
DASH-Diät - Eine Nahaufnahme einer Schüssel Haferflocken mit Beeren und Nüssen, perfekt zubereitet für ein gesundes Frühstück. 06.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ernährungsmediziner sehen in ihnen einen zentralen Baustein für Gewichtsverlust und Gesundheit. Pro 100 Gramm liefern sie rund 13 Gramm Protein, dazu Ballaststoffe, Zink, Eisen und B-Vitamine.

Zum Vergleich: Walnüsse kommen auf 15 Gramm, Magerquark auf 13 Gramm, Leinsamen sogar auf 18 Gramm Protein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht.

Die richtige Zubereitung macht den Unterschied

Eine traditionelle Haferschleimsuppe könnte besonders wirksam sein: 60 Gramm Haferflocken mit 3 Dezilitern Wasser und einer Prise Salz rund 25 Minuten köcheln lassen. Diese Zubereitung soll bei Übelkeit, Durchfall oder Erkältungen helfen. Ernährungsexperten zufolge verstärkt die gezielte Zubereitung zudem die sättigende Wirkung – und begünstigt so den Gewichtsverlust.

Frühstückszeitpunkt beeinflusst den Stoffwechsel

Die Darm-Expertin Dr. Anne Fleck warnt: Wer auf das Frühstück verzichtet, riskiert einen verlangsamten Stoffwechsel und Heißhungerattacken. Eine Studie aus dem Jahr 2022 untermauert das: Personen mit einem großen Frühstück hatten weniger Hunger. Zudem war der Kalorienverbrauch nach dem Frühstück doppelt so hoch wie nach einer gleich großen Mahlzeit am Abend.

DASH-Diät: Mehr als nur Gewichtsreduktion

Die DASH-Diät zeigt beeindruckende Ergebnisse bei Bluthochdruck. Laut einer Studie im New England Journal of Medicine sinkt der systolische Wert um 11 mmHg, der diastolische um 5,5 mmHg. Weitere Untersuchungen in JAMA Neurology deuten darauf hin, dass diese Ernährungsform das Risiko für kognitiven Abbau um 41 Prozent und für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 20 Prozent senken kann.

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Bewegung allein reicht nicht

Eine Studie der Universität Tel Aviv liefert überraschende Ergebnisse: 12 Wochen lang trainierten übergewichtige Erwachsene viermal bis fünfmal pro Woche. Ihre Fitness verbesserte sich – aber sie nahmen nicht ab.

Forscher unter Leitung von Tzachi Knaan fanden die Ursache: Der Körper kompensiert den zusätzlichen Energieverbrauch. Der Ruheumsatz sinkt, Leber und Nieren schrumpfen um etwa fünf Prozent. Die Kalorienaufnahme stieg nicht an – der ausbleibende Gewichtsverlust liegt an diesen metabolischen Anpassungen.

Trotzdem: Sport bleibt für die Gesundheit unverzichtbar. Bereits 30 Minuten ununterbrochenes Sitzen können das Krebsrisiko erhöhen. Leichte Bewegung zwischendurch hilft.

Vorsicht vor viralen Trends

Nicht jeder Trend hält, was er verspricht. Aktuell kursiert der Konsum von in heißem Wasser gelöster Gelatine vor Mahlzeiten. Experten warnen: Wissenschaftliche Belege für langfristige Gewichtsabnahme fehlen. Nebenwirkungen wie Blähungen oder Verstopfung sind möglich.

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Ähnlich kritisch sehen Fachleute das „Wolf's Protein Fasten" (WPF). Der Erfolg beruht auf einem Kaloriendefizit durch Intervallfasten (18:6) und hoher Eiweißzufuhr – spezifische Studien für dieses Programm gibt es nicht.

Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz entlarvt zudem Frühstücksprodukte: Von 44 untersuchten Frucht-Müslis enthielten viele nur vier Prozent der beworbenen Früchte (ohne Rosinen). Jedes vierte Produkt setzte Aromen ein. Auch mit Ballaststoffen angereicherte Limonaden sehen Marktprüfer kritisch – sie seien primär Marketinginstrumente.

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