Sport verringert Sterberisiko â auch bei spĂ€tem Einstieg
12.07.2025 - 08:00:40RegelmĂ€Ăige Bewegung kann das Risiko, im Erwachsenenalter etwa an hĂ€ufigen Krankheiten zu sterben, einer Studie zufolge um 30 bis 40 Prozent verringern. Auch wer sich weniger bewegt als offiziell empfohlen, aber seine AktivitĂ€t steigert, hat demnach ein 20 bis 25 Prozent niedrigeres Sterberisiko. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift «British Journal of Sports Medicine» veröffentlicht.
Konkret betrachteten die Forschenden, wie sich das Risiko, an verschiedensten Ursachen zu sterben, durch Bewegung verringerte. Das Team wertete fĂŒr die Ăberblicks-Analyse letztlich 85 Studien aus, in denen körperliche AktivitĂ€t zu zwei oder mehr Zeitpunkten untersucht wurde. Das AusmaĂ, in dem sich die Menschen in den jeweiligen Studien bewegten, teilten die Forscher in Kategorien wie «durchgehend aktiv» oder auch «durchgehend inaktiv» ein.Â
Es ist nie zu spÀt, aktiver zu werden
Die Autoren um Ruyi Yu und Gregore Mielke von der School of Public Health an der University of Queensland im australischen Brisbane kommen zu dem Ergebnis, dass die Umstellung auf einen aktiveren Lebensstil zu jedem Zeitpunkt im Erwachsenenleben die Lebensspanne verlĂ€ngern kann und es nie zu spĂ€t ist, damit zu beginnen.Â
Den Forschenden zufolge verringerte sich das Risiko bei Menschen, die von einem inaktiven Lebensstil auf regelmĂ€Ăige AktivitĂ€t wechselten, um rund 22 Prozent gegenĂŒber denjenigen, die inaktiv blieben.
Derzeit wird Erwachsenen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgende körperliche AktivitÀten pro Woche empfohlen:
- 150 bis 300 Minuten mittlere IntensitÀt
- 75 bis 150 Minuten hohe IntensitÀt
- eine Kombination aus beidem
Besonders hohe Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Die positiven Auswirkungen durch körperliche AktivitĂ€t auf das Sterberisiko waren demnach bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen â der hĂ€ufigsten Todesursache â deutlich höher als bei Krebs.Â
Die Forschenden gaben hinsichtlich ihrer Ergebnisse zu bedenken, dass die meisten genutzten Studien auf subjektiven EinschĂ€tzungen der körperlichen AktivitĂ€t beruhen, die möglicherweise nicht immer zutreffend waren. Dennoch seien die Ergebnisse von groĂer Bedeutung fĂŒr die öffentliche Gesundheit.





