Dell und NVIDIA: AI Factory senkt KI-Kosten um 87 Prozent
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 03:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Gemeinsam bringen sie eine neue Generation von KI-Lösungen auf den Markt, die speziell auf Unternehmen zugeschnitten ist. Das Herzstück: modulare Architekturen und spezialisierte Hardware für sogenannte „agentische KI" – also Systeme, die eigenständig handeln und Entscheidungen treffen können.
Die Partner versprechen, dass ihre neue „AI Factory"-Lösung die Betriebskosten für KI-Anwendungen im eigenen Rechenzentrum um bis zu 87 Prozent senken kann – im Vergleich zu herkömmlichen Cloud-Umgebungen. Ein Versprechen, das in Zeiten explodierender KI-Kosten viele Finanzvorstände hellhörig machen dürfte.
Modulare Bauweise für maximale Flexibilität
Die Dell AI Factory mit NVIDIA kombiniert Dell PowerEdge-Server und PowerScale-Speicher mit NVIDIAs Spectrum-X-Netzwerktechnologie und der KI-Software-Suite AI Enterprise. Die Referenzarchitektur, die bereits im März 2026 überarbeitet wurde, unterstützt Retrieval-Augmented Generation (RAG), das Feintuning von Modellen und große Inferenz-Workloads.
Besonders beeindruckend: Der neue PowerScale F710 bietet eine Rohkapazität von bis zu 186 Petabyte über 252 Knoten. Zur Vereinfachung der Bereitstellung hat Dell eine Automatisierungsplattform integriert, die eine Konfiguration ohne manuelle Eingriffe ermöglicht. Bereits im Januar 2026 hatten die Unternehmen die Integration der Vera-Rubin-Architektur angekündigt, die eine Leistung von 3,6 Exaflops erreichen soll.
Dell gibt sich selbstbewusst im Vergleich zur Konkurrenz. Das PowerScale-System verbrauche 72 Prozent weniger Strom und benötige 80 Prozent weniger Rack-Platz als vergleichbare Plattformen von Wettbewerbern wie VAST Data. Zudem brauche es deutlich weniger Backend-Switches. Während Dell kritisiert, dass konkurrierende Datenplattformen bestimmte SQL-Optimierungsfunktionen vermissen ließen, haben die betroffenen Mitbewerber bislang nicht auf die Leistungsvergleiche reagiert.
Neue Workstations fĂĽr KI vor Ort
Erst am gestrigen Montag launchte Dell ein neues Portfolio an Pro-Precision-Workstations, die speziell fĂĽr lokale KI-Verarbeitung entwickelt wurden. Die Serien 5 und 7 verfĂĽgen ĂĽber integrierte neuronale Verarbeitungseinheiten (NPUs) und Komponenten von Intel, AMD und NVIDIA.
Wer die explodierenden KI-Betriebskosten in den Griff bekommen will, findet im neuen Report die entscheidenden Hebel: Kostenvergleichsrechner, Checkliste fĂĽr modulare Architektur und ROI-Rechner fĂĽr die Dell AI Factory. Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern
Die Zielbranchen: Gesundheitswesen, Finanzsektor und Ingenieurswesen. Ein besonderes Highlight ist die Funktion „Deskside Agentic AI", die lokale KI-Agenten-Verarbeitung ermöglicht – ohne ständigen Rückgriff auf Rechenzentren. Diese Expansion folgt einem Trend, der Dell bereits eine führende Position im externen Unternehmensspeichermarkt beschert hat: Im ersten Quartal 2026 hält der Konzern einen Marktanteil von 31,2 Prozent.
Rekordzahlen dank KI-Boom
Die Hardware-Offensive fällt in eine Zeit außergewöhnlichen Wachstums. Im ersten Quartal 2026 meldete Dell einen Umsatz von 43,8 Milliarden Euro – ein Anstieg von 88 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Infrastructure Solutions Group (ISG) steigerte ihre Einnahmen auf 29 Milliarden Euro, während die KI-spezifischen Server-Umsätze um atemberaubende 757 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro explodierten.
Die Aktie des Unternehmens hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht – ein Plus von über 250 Prozent. Der Auftragsbestand im KI-Bereich liegt bei 51,3 Milliarden Euro. Für das Geschäftsjahr 2027 gibt Dell eine Umsatzprognose zwischen 165 und 169 Milliarden Euro ab, wobei allein die KI-Server-Sparte rund 60 Milliarden Euro beisteuern soll.
NVIDIAs neue Strategie fĂĽr kleinere Anbieter
Auch NVIDIA verändert sein Geschäftsmodell, um den Zugang zu seinen KI-Factory-Komponenten zu erweitern. Seit Anfang Juli 2026 bietet der Chip-Riese Kreditlinien und Erlösbeteiligungsmodelle für kleinere Cloud-Anbieter an. Erste Partner wie Sharon AI machen bereits mit – das Unternehmen installiert bis zu 40.000 Grace-Blackwell-GB300-GPUs.
Ihre aktuelle KI-Infrastruktur frisst Budget und Ressourcen? Der Report zeigt, wie Sie mit der Dell AI Factory bis zu 87% Kosten sparen und gleichzeitig 72% weniger Strom verbrauchen – konkret, mit Checkliste und ROI-Rechner. Kosten senken – Report jetzt sichern
Die NVIDIA-Vera-Rubin-Plattform, deren Leistungsdaten kürzlich veröffentlicht wurden, zeigt einen zehnmal höheren Agenten-Durchsatz im Vergleich zur Grace-Blackwell-Generation. Die Auslieferung soll im Herbst 2026 beginnen. Die Plattform nutzt Spectrum-X Ethernet Photonics für große Fabriken und verspricht eine 1,8-fache Leistungssteigerung gegenüber Standard-x86-Architekturen bei Inferenz-Workloads.
Weitere Details zu diesen Infrastrukturentwicklungen werden auf kommenden Branchenevents erwartet – darunter die NVIDIA GTC 2026 in Berlin vom 20. bis 22. Oktober und die SC26-Konferenz in Chicago Mitte November.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
