Demenz, Risikos

Demenz: 45 Prozent des Risikos lÀsst sich durch Lebensstil senken

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 22:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die WHO empfiehlt Bewegung, soziale Kontakte und HörgerÀte zur DemenzprÀvention. Lokale Spaziergruppen setzen die neuen Richtlinien bereits um.

WHO aktualisiert Leitlinien: Lebensstil senkt Demenzrisiko um 45%
Eine vielfĂ€ltige Gruppe von Senioren spaziert lĂ€chelnd und sich unterhaltend auf einem sonnigen Parkweg. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Bis zu 45 Prozent der Risiken lassen sich demnach durch LebensstilÀnderungen beeinflussen. Bewegung und soziale Kontakte stehen dabei im Fokus.

Weltweit sind rund 57 Millionen Menschen von Demenz betroffen, jÀhrlich kommen zehn Millionen Neuerkrankungen hinzu. Die wirtschaftlichen Kosten belaufen sich auf 1.134 Milliarden Euro pro Jahr. In Deutschland leben derzeit etwa 1,8 Millionen Menschen mit der Diagnose.

Was die WHO jetzt empfiehlt

Die neuen Richtlinien vom Juli 2026 gehen ĂŒber die klassischen Risikofaktoren hinaus. Neben Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und Rauchen nennen die Experten jetzt auch Umwelt- und Sinnesfaktoren.

Konkret empfehlen sie die Reduktion von Luftverschmutzung und die konsequente Nutzung von HörgerÀten bei Hörverlust. Von NahrungsergÀnzungsmitteln ohne medizinisch nachgewiesenen Mangel raten die Fachleute dagegen ab. Entscheidend bleiben körperliche AktivitÀt, gesunde ErnÀhrung, soziale Teilhabe und kognitive Stimulation durch Lesen oder Spiele.

Spaziergruppen erobern die StÀdte

Vielerorts setzen Projekte die WHO-Empfehlungen direkt um. Sie richten sich generationenĂŒbergreifend an Menschen mit und ohne BeeintrĂ€chtigungen.

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In Berlin-Lichtenberg trifft sich regelmĂ€ĂŸig eine Spaziergruppe im Fennpfuhlpark – immer am dritten Donnerstag im Monat. Der nĂ€chste Termin ist der 20. August 2026. Das Projekt der RBO-Inmitten gGmbH unter Sarah Bußmeyer lĂ€uft bis Ende 2027. In Treptow-Köpenick startete heute eine Aktion des Vereins Sonay soziales Leben e.V.: Geschulte Jugendliche ab 14 Jahren arbeiten dort kreativ mit Seniorinnen.

Bremen bietet unter dem Titel „GEMeinsam SpazierenGEHEN“ regelmĂ€ĂŸige RundgĂ€nge an. NĂ€chster Termin ist der 3. August 2026 am Marcusbrunnen im BĂŒrgerpark. In Gießen weitet die Gruppe „Girls Talking & Walking“ ihr Angebot aus: Am 19. Juli 2026 gibt es den ersten Ü50-Spaziergang am Schwanenteich.

Barrierefreiheit als SchlĂŒssel

In Gröbming (Österreich) fand gestern ein barrierefreier Spaziergang als Abschluss des Projekts „UNERHÖRT 2.0“ statt. Über 60 Teilnehmer kamen – ein klares Signal fĂŒr den Bedarf an barrierefreier Infrastruktur. Edith Zitz, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin von Inspire Graz, erhielt dafĂŒr den Grazer Frauenpreis 2026.

Was die Forschung sagt

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Der Nutzen von Bewegung im Alter ist wissenschaftlich belegt. Studien zeigen: Personen ĂŒber 80 Jahre mit hoher Gehgeschwindigkeit haben ein um 50 Prozent geringeres Risiko fĂŒr kognitive BeeintrĂ€chtigungen als langsamere Altersgenossen.

Um die Betreuung im Alltag zu sichern, setzen Bildungseinrichtungen auf Qualifizierung. Die Hauswirtschaftsschule SchwabmĂŒnchen bildet etwa Alltagsbegleiter fĂŒr die Demenzbetreuung aus. Im Wahlpflichtmodul „UnterstĂŒtzung im Alltag“ durchlaufen die Studierenden spezielle Demenzparcours und lernen Methoden der Biografiearbeit.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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