Demenzrisiko, Bewegung

Demenzrisiko: Bewegung senkt Erkrankungschance um 40 Prozent

30.05.2026 - 20:19:21 | boerse-global.de

Yale-Studie zeigt: Positive Einstellung und gezieltes Training können Gedächtnisleistungen im Alter stabilisieren oder verbessern.

Demenzrisiko: Bewegung senkt Erkrankungschance um 40 Prozent - Foto: ĂĽber boerse-global.de
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Neue Forschung zeigt: Es bleibt wie ein Muskel trainierbar – durch Bewegung, digitale Spiele und die richtige Einstellung.

Eine Langzeitstudie der Yale University begleitete über 11.000 Personen ab 65 Jahren – bis zu zwölf Jahre lang. Das Ergebnis: Fast die Hälfte der Teilnehmer stabilisierte oder verbesserte ihre Gedächtnisfunktionen. Der entscheidende Faktor? Eine positive Einstellung zum Altern.

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Gaming fürs Gedächtnis: Zehn Minuten täglich reichen

Auch „Silver Gamer“ profitieren messbar. Eine Metaanalyse von 47 Studien belegt: Ältere, die Videospiele nutzen, steigern ihre kognitiven Funktionen und die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Zudem verbessern sich die Depressionswerte.

Die Empfehlung der Experten: täglich etwa zehn Minuten Training. Entscheidend sind dabei Abwechslung und soziale Kontakte als Begleitfaktoren.

Bewegung senkt Demenzrisiko um 40 Prozent

Körperliche Aktivität fördern die Neurogenese – das Wachstum neuer Nervenzellen. Eine Studie der NTNU im Fachmagazin The Lancet zeigt: Schon kleine, in den Alltag integrierte Bewegungseinheiten senken das Demenzrisiko um bis zu 40 Prozent.

Der Mechanismus: Kurze, intensive Phasen fördern die Ausschüttung des Proteins BDNF, das für das Nervenzellwachstum verantwortlich ist. Empfohlen werden zehn bis 15 Minuten zügiges Gehen, Treppensteigen oder einfache Kraftübungen wie Kniebeugen. Die Effekte treten auch bei spätem Trainingsbeginn noch ein.

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Longevity-Trend: Stresskontrolle als SchlĂĽssel

Auf dem Life Summit Berlin diskutierten Experten am heutigen Samstag aktuelle Longevity-Trends. Im Fokus: Selbstvermessung durch Bluttests, KI-gestĂĽtzte Gesundheitschecks und Telomermessung.

Der Onkologe Prof. David Khayat betonte: Die Kontrolle von Stress sei die wichtigste Einzelmaßnahme zur Förderung der Langlebigkeit. Chronischer Stress blockiert laut sportwissenschaftlichen Erkenntnissen sogar physische Trainingsfortschritte – ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel behindert notwendige Anpassungsprozesse.

Fortschritte entstehen primär in den Erholungsphasen. Deshalb sind sieben bis acht Stunden Schlaf und feste Ruhetage essenziell für die Leistungsfähigkeit von Körper und Geist.

Kaffee als Stimmungsbooster

Auch die Ernährung beeinflusst die mentale Verfassung. Eine Studie im Journal of Affective Disorders mit über 460.000 Teilnehmern über 13 Jahre ergab: Zwei bis drei Tassen Kaffee täglich senken das Risiko für Stress- und Stimmungserkrankungen. Die Antioxidantien wirken entzündungshemmend, das Koffein beeinflusst Dopamin- und Serotoninprozesse positiv.

Die Grundlagenforschung präzisiert derweil die Mechanismen der Informationsverarbeitung. Eine Studie der Universität Osnabrück und des Max-Planck-Instituts zeigt: Längere Blickfixierungen dienen primär der Gedächtnisbildung. Informationen, die Probanden später erinnerten, wurden zuvor deutlich länger betrachtet.

ADHS im Spitzensport: Sprinterin macht Diagnose öffentlich

Die Relevanz neurodivergenter Faktoren wird auch im Leistungssport zunehmend thematisiert. Die Schweizer Sprinterin Catia Gubelmann machte Ende Mai ihre ADHS-Diagnose öffentlich. Schätzungen zufolge sind rund acht Prozent der Spitzensportler betroffen.

Die Organisation Swiss Sport Integrity hat seit 2018 insgesamt 161 Gesuche für die medizinische Nutzung entsprechender Medikamente akzeptiert – bei steigender Tendenz. Mentale Fitness und der Umgang mit neurologischen Besonderheiten gewinnen in der professionellen Leistungsdiagnostik an Bedeutung.

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