DKO-Plattform, Kurse

DKO-Plattform live: 145 Kurse und 2.000 Google-Stipendien ab sofort

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 04:01 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Österreich startet mit DKO-Wirtschaftsplattform und neuem KI-Lehrplan eine umfassende digitale Bildungsinitiative.

DKO-Plattform: Staat und Tech-Konzerne fördern digitale Bildung
Eine vielfältige Gruppe von Erwachsenen lernt in einem modernen Klassenzimmer, umgeben von subtilen digitalen Overlays, die KI und Technologie symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Juli 2026 ist die DKO-Wirtschaftsplattform online – eine Kooperation zwischen dem Bundeskanzleramt und rund 30 Unternehmen.

Ziel der Initiative im Rahmen der Digitalen Kompetenzoffensive (DKO): digitale Basiskompetenzen steigern und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Die Plattform bündelt über 50 kostenlose Bildungsangebote mit insgesamt 145 Kursen, Modulen und Lernspielen.

Das Programm umfasst mehr als 1.200 Unterrichtsstunden. Der Schwerpunkt liegt auf Künstlicher Intelligenz, Cybersicherheit und Programmieren. 70 Prozent der Inhalte vermitteln flexible Online-Selbstlernkurse, 30 Prozent laufen als Live-Webinare oder Präsenzveranstaltungen.

Staatssekretär Alexander Pröll betonte bei der Unterzeichnung des Pakts: Digitale Kompetenz entscheide maßgeblich über gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.

Tech-Konzerne bringen sich ein

Namhafte Unternehmen sind mit an Bord. Google stellt 2.000 Stipendien für Karriere-Zertifikate zur Verfügung. IBM bietet KI-Kurse mit Zertifikatsabschluss. A1, Samsung, Microsoft, die ÖBB und Dynatrace bringen praxisnahes Wissen in Cloud-Technologien und Datenmanagement ein.

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Die nächsten Schritte: Ein Infopoint im September sowie spezifische KI-Aktionstage im November 2026.

KI wird Pflichtfach in der Schule

Parallel zu den Weiterbildungsangeboten reformiert Österreich die schulische und berufliche Bildung. Ebenfalls am 14. Juli wurde ein neuer Lehrplan vorgestellt: „Informatik und Künstliche Intelligenz".

KI-Kompetenzen sollen fester Bestandteil der Allgemeinbildung werden – vergleichbar mit Lesen, Schreiben und Rechnen. Grundlage ist ein KI-Basiscurriculum der Universität Krems mit sieben zentralen Lernfeldern.

Die nationale Entwicklung folgt internationalen Standards. Bereits Anfang Juli veröffentlichte die UNESCO einen Leitfaden zur Integration von KI in die Berufsbildung. In Bayern wurden im Juni Regelungen angepasst: KI-Tools sind in Prüfungen erlaubt – unter Kennzeichnungspflicht.

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Warum der ganze Aufwand? Laut Umfragen von Juli 2026 schätzen rund 70 Prozent der Österreicher ihr KI-Wissen als gering ein. Gleichzeitig nutzen bereits 39 Prozent generative KI-Anwendungen. Die Schere zwischen Anwendungspraxis und fundiertem Wissen klafft gewaltig.

NRW fördert KI-Exzellenz an Hochschulen

Auch die Hochschulen rüsten auf. Mitte Juli gab das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen bekannt: Das „KI:Expertisezentrum.nrw" wird bis Ende 2030 mit 15,4 Millionen Euro gefördert.

Das Konsortium unter Führung der Ruhr-Universität Bochum umfasst 36 Hochschulen – darunter RWTH Aachen, Universität zu Köln und TH Köln. Die Aufgaben sind breit gefächert:

  • KI-Kompetenzen über Standortgrenzen hinweg bündeln
  • Zentrale KI-Infrastruktur für Forschung und Lehre aufbauen
  • Landesweite Plattform für KI-Modelle entwickeln
  • Schulungsprogramme für akademisches Personal und Studierende durchführen

Ziel: skalierbare Inferenzdienste und praxisnahe KI-Anwendungen in die universitäre Breite tragen. Die Forschungslücke im internationalen Vergleich soll schließen, standardisierte Qualitätslevel in der KI-Ausbildung sollen kommen.

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