Entzündliche Gelenke: 30 Pflanzen in der Ernährung reduzieren Klinikaufenthalte
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 03:18 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Während klassische Schmerzmittel weiterhin wichtig sind, rücken Naturheilmittel und regenerative Verfahren in den Fokus der Forschung.
Pflanzliche Wirkstoffe gegen Entzündungen
Hagebuttenpulver hat sich als ergänzende Option bei Arthrose etabliert. Eine dänische Forschergruppe identifizierte das Galaktolipid in den Samen als entscheidenden Wirkstoff. Er hemmt Entzündungsprozesse in den Gelenken. Zudem enthält das Pulver 500 mg Vitamin C pro 100 Gramm – eine hohe Konzentration an Antioxidantien.
Weitere pflanzliche Helfer: Salicin aus der Weidenrinde, Teufelskralle und Arnika. Für die lokale Anwendung gibt es Beinwellwurzel-Extrakt, der bei Kniearthrose und akuten Muskelschmerzen hilft. Auch Ölmischungen mit Aconitum, Campher und Lavendelöl kommen bei rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz.
Marktüberblick: Was kosten die Präparate?
Der Markt für Hagebutten-Produkte bietet verschiedene Darreichungsformen mit deutlichen Preisunterschieden. Bio-Hagebuttenpulver (300 Gramm) kostet rund 14 Euro. Spezialisierte Kapselpräparate wie Litozin Ultra liegen bei etwa 28 Euro für 120 Stück. Hochkonzentrierte Pulvervarianten (130 Gramm) können bis zu 38 Euro kosten.
Klassische Schmerzmittel bleiben gefragt. Ibuprofen-DL-Lysin wirkt besonders schnell bei mäßigen Schmerzen. Eine Packung mit 50 Tabletten kostet rund 12 Euro.
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Die Darm-Gelenk-Achse: Ernährung als Schlüssel
Die Forschung untersucht verstärkt den Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Gelenkentzündungen. Eine Studie zeigte: Eine Ernährung mit 30 verschiedenen Pflanzen reduzierte die Klinikaufenthalte von Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
Ernährungsexperten empfehlen eine antientzündliche Diät mit vielen Omega-3-Fettsäuren. Auch Gewichtsreduktion entlastet die Gelenke mechanisch. Unterstützend wirken Wärme- und Kältetherapien sowie Quark- oder Kohlwickel.
Neue Forschung: Wirkstoffe gegen Knorpelabbau
Die klinische Forschung prüft mehrere Substanzen, die über reine Schmerzlinderung hinausgehen:
Sprifermin (FGF-18): Bei 550 Teilnehmern zeigte sich eine Verdickung des Knieknorpels. Der Effekt auf das Schmerzempfinden blieb allerdings gering.
Lorecivivint: Dieser Wirkstoff hemmt knorpelabbauende Enzyme. In einer Studie mit 276 Probanden berichteten Teilnehmer über weniger Beschwerden. Ein Zulassungsgesuch liegt der US-Gesundheitsbehörde FDA vor.
Dass die Ernährung einen massiven Einfluss auf Gelenkentzündungen hat, belegen aktuelle Studien zur sogenannten „Stillen Entzündung“. Welche zwölf Lebensmittel aus dem Supermarkt wie natürliche Entzündungs-Killer wirken, zeigt dieser kostenlose Ratgeber inklusive Selbsttest. Gratis-Ratgeber: Entzündungshemmende Ernährung sichern
Gentherapie: Forscher der Mayo Clinic testen die Sicherheit einer Therapie gegen das Protein Interleukin-1 in der Gelenkinnenhaut.
GLP-1-Analoga zur Gewichtsreduktion könnten ebenfalls Arthrosebeschwerden lindern. Bei der regenerativen Medizin erforschen Wissenschaftler Stammzellen und plättchenreiches Plasma (PRP) zur Knorpelreparatur – mit bislang uneinheitlichen Ergebnissen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen PRP-Therapien in der Regel nicht.
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