Ernährung, Entzündungen

Ernährung und Entzündungen: Studie mit 92.000 zeigt 7% Demenz-Schutz

30.05.2026 - 18:18:16 | boerse-global.de

Aktuelle Forschung belegt: Die Nahrungsaufnahme beeinflusst maßgeblich chronische Entzündungen und das Risiko für Demenz sowie Depressionen.

Ernährung und Entzündungen: Studie mit 92.000 zeigt 7% Demenz-Schutz - Foto: über boerse-global.de
Ernährung und Entzündungen: Studie mit 92.000 zeigt 7% Demenz-Schutz - Foto: über boerse-global.de

Wissenschaftliche Studien aus dem Mai 2026 belegen: Was wir essen, entscheidet mit über Entstehung und Verlauf chronischer Entzündungen. Die sogenannte Low-Grade-Inflammation – eine unterschwellige, dauerhafte Entzündungsreaktion – gilt zunehmend als Mitverursacher von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und dem metabolischen Syndrom. Im Fokus der Forschung stehen dabei die Wechselwirkungen zwischen Nahrung, Darmmikrobiom und Immunsystem.

Darmgesundheit als Schlüsselfaktor

Besonders vielversprechend sind die Erkenntnisse zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Professor Yanai wies Ende Mai darauf hin, dass eine gezielte Diättherapie bei leichten Formen von Morbus Crohn erfolgversprechend sei. Parallel dazu zeigte eine Studie im Fachjournal Food Research International: Die Reduktion der Aminosäure Methionin linderte im Tiermodell Symptome von Colitis ulcerosa.

Anzeige

Viele chronische Beschwerden und ständige Müdigkeit haben ihren Ursprung in stillen Entzündungen, die oft unbemerkt im Körper schwelen. Ob Ihr Körper betroffen ist, erfahren Sie durch diesen kostenlosen Selbsttest inklusive der 12 stärksten natürlichen Entzündungs-Killer für Ihren Alltag. Kostenlosen Ratgeber für entzündungshemmende Ernährung sichern

Auch das Leibniz-Institut lieferte neue Erkenntnisse. Die Forscher untersuchten den Prozess der Immunoseneszenz – der altersbedingten Schwächung des Immunsystems. Ergebnis: Diese Schwächung destabilisiert das Mikrobiom und begünstigt Entzündungsprozesse im Alter, das sogenannte Inflammaging. Und beim Reizdarmsyndrom zeigte der Einsatz von Lactobacillus plantarum 299v erste Erfolge.

Schutz für Gehirn und Psyche

Die Wirkung der Ernährung beschränkt sich nicht auf den Darm. Eine Studie mit über 92.000 Teilnehmern, veröffentlicht im Fachblatt Neurology, belegt: Eine pflanzenbetonte Ernährung senkt das Risiko für Demenzerkrankungen um rund sieben Prozent.

Auch die Psyche profitiert. Laut einer Untersuchung im Journal of Affective Disorders mit über 21.000 Probanden steigt das Risiko für Depressionen um das 1,55-Fache, wenn weniger als fünf Hauptmahlzeiten pro Woche eingenommen werden. Die Mahlzeitenfrequenz korreliert demnach direkt mit der psychischen Verfassung.

Zusatzstoffe als Risiko, Ballaststoffe als Helfer

Kritisch sehen Experten hochverarbeitete Lebensmittel. Eine französische INSERM-Studie mit rund 112.000 Teilnehmern zeigt: Konservierungsstoffe wie Natriumnitrit und Kaliumsorbat erhöhen das Risiko für Bluthochdruck um bis zu 29 Prozent und für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um etwa 16 Prozent.

Bei chronischen Schmerzzuständen wie Arthrose rücken dagegen spezifische Inhaltsstoffe in den Fokus. Die University of Nottingham fand heraus: Tägliche 20 Gramm Inulin können Knieschmerzen bei Osteoarthritis reduzieren. Fachleute raten zudem, bei Arthrose tierische Lebensmittel wie Fleisch, Eier und fettreichen Käse zu meiden. Die enthaltene Arachidonsäure fördert entzündliche Prozesse. Besser: Omega-3-reiche Quellen wie Leinöl oder bestimmte Fischarten.

Anzeige

Wenn Gelenkschmerzen und Arthrose-Schübe den Alltag belasten, suchen viele Betroffene nach einer schnellen, medikamentenfreien Lösung. Dieser bebilderte Gratis-Ratgeber zeigt Ihnen gezielte Druckpunkte, die Schmerzen in Knien, Hüfte und Schultern in wenigen Minuten lindern können. Bebilderte SOS-Anti-Schmerz-Anleitung kostenlos herunterladen

Auch bei Adenomyose – einer Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut in die Muskelschicht einwächst – wird eine entzündungshemmende Ernährung als unterstützende Maßnahme empfohlen. Zur Selbsthilfe bei zyklusbedingten Beschwerden wurde Ende Mai die App femCycle vorgestellt.

Wirtschaft und Praxis hinken hinterher

Die wachsende Evidenz schlägt sich auch wirtschaftlich nieder. Das Unternehmen MRH Health erhielt eine Förderzusage über 2,6 Millionen Euro für die Entwicklung oraler Live Biotherapeutic Products (LBPs). Diese sollen über das Mikrobiom therapeutisch wirken.

Doch im medizinischen Alltag hapert es an der Umsetzung. Eine Umfrage unter 8.500 Ärzten ergab: Rund 80 Prozent thematisieren den Lebensstil ihrer Patienten. Eine strukturierte Umsetzung scheitert jedoch oft an der fehlenden Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Experten warnen zudem: Spezielle Ernährungsformen wie eine glutenfreie Diät sollten erst nach fundierter ärztlicher Abklärung beginnen – sonst drohen Fehldiagnosen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69449701 |