ErnĂ€hrung und Gene: Fleisch schĂŒtzt nur bei bestimmtem APOE-Gen
28.05.2026 - 00:39:27 | boerse-global.deDie QualitĂ€t pflanzlicher Kost und der Fleischkonsum wirken sich je nach Erbgut unterschiedlich auf das Demenzrisiko aus. Zwei am Mittwoch veröffentlichte Studien liefern dazu neue, teils ĂŒberraschende Erkenntnisse.
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Hochwertige Pflanzenkost senkt Risiko um sieben Prozent
Die University of Hawaii analysierte Daten von knapp 93.000 Probanden ĂŒber elf Jahre. Dabei wurden rund 21.500 DemenzfĂ€lle registriert. Das Ergebnis: Pflanzliche ErnĂ€hrung allein ist kein Garant fĂŒr Gesundheit. Entscheidend ist die QualitĂ€t.
Hochwertige pflanzliche Kost senkt das Demenzrisiko um sieben Prozent. Minderwertige Produkte erhöhen es dagegen um sechs Prozent. Besonders deutlich zeigen sich die Effekte bei ErnÀhrungsumstellungen. Wer zu ungesunden pflanzlichen Produkten wechselt, steigert sein Risiko um 25 Prozent. Wer sich von ihnen abwendet, senkt es um elf Prozent.
Fleischkonsum: Schutz nur bei bestimmten Genen
Eine schwedische Studie der Uni Hawaii untersuchte ĂŒber 15 Jahre 2.157 Personen ab 60 Jahren. Die Forscher stellten fest: Die Wirkung von Fleisch hĂ€ngt stark vom APOE-Gen ab.
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Bei TrĂ€gern der Risikovarianten â rund 26 Prozent der Teilnehmer â war höherer Fleischkonsum mit einem um 55 Prozent geringeren Demenzrisiko verbunden. Bei anderen Genotypen zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang.
Verarbeitetes Fleisch bleibt Risikofaktor
Die Forscher warnen jedoch vor pauschalen SchlĂŒssen. Verarbeitete Fleischprodukte erwiesen sich als unabhĂ€ngiger Risikofaktor. UnabhĂ€ngig vom Erbgut erhöhte ihr Konsum das Demenzrisiko um 14 Prozent.
Die Studien unterstreichen die KomplexitÀt von ErnÀhrung, Genetik und Gehirngesundheit. WÀhrend die QualitÀt pflanzlicher Produkte universell wichtig ist, hÀngt die Wirkung von Fleisch stark von der genetischen Veranlagung und dem Verarbeitungsgrad ab.
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