FaceTime-Betrug: Kriminelle geben sich als Banker aus
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 16:35 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Angesichts steigender Cyber-Bedrohungen lockert Google die Regeln für seinen Versicherungsschutz – doch die Gefahren lauern überall.
Der Suchmaschinenriese gewährt US-Kunden von Pixel 9 und Pixel 10 eine befristete Nachmeldung zu Pixel Care+. Bis zum 2. August 2026 können Käufer, die den Schutz beim Erwerb ablehnten, doch noch einsteigen. Voraussetzung: Das Gerät muss unbeschädigt sein. Das Pixel Fold bleibt ausgeschlossen.
Der Service deckt Akku- und Displayreparaturen ohne Zusatzkosten ab. Bei anderen Unfallschäden fällt eine Gebühr von 99 Euro an. Verlust- und Diebstahlschutz gibt es optional dazu. Die monatlichen Prämien liegen zwischen 6 und 15 Euro, Zweijahrespläne kosten 119 bis 279 Euro – je nach Modell und Leistungsumfang.
Sicherheitsforscher schlagen Alarm
Die Wiedereröffnung des Schutzprogramms kommt nicht von ungefähr. Mitte Juli meldeten Sicherheitsexperten von Certo Software eine neue Angriffsmethode: Kriminelle nutzen die Synchronisationsfunktion von Google Chrome aus. Gelingt ihnen nur kurzer physischer Zugriff auf ein Gerät, um sich in ein Google-Konto einzuloggen, können sie aus der Ferne Browserverlauf und gespeicherte Passwörter überwachen.
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Parallel dazu veröffentlichte Samsung am 15. Juli One UI 9 Beta 4. Das Update bringt einen Schalter für die Kurzbefehl-Taste im Schnellzugriff. Nutzer können nun zwischen dem normalen Energiemenü und dem Sperrmodus wählen. Zwar zwingt die physische Seitentaste das Gerät weiterhin in den Sperrmodus, doch die neue Software gibt den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Sicherheitseinstellungen.
FaceTime-Betrug: Apple warnt vor neuer Masche
Apple schlägt Alarm vor einer perfiden Betrugsmasche. Kriminelle geben sich als Bankmitarbeiter aus und starten FaceTime-Anrufe mit der Behauptung, verdächtige Kontobewegungen zu prüfen. Während des Videoanrufs überreden sie ihre Opfer, die Bildschirmfreigabe zu aktivieren. So sehen die Betrüger in Echtzeit Passwörter und Einmalcodes.
Der Konzern rät, solche Anrufe sofort zu beenden und die Bank über offizielle Nummern zu kontaktieren. Verdachtsfälle sollen Apples Betrugsabteilung oder der US-Handelsbehörde FTC gemeldet werden. Besonders Nutzer in Zentral-Texas sind derzeit betroffen.
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Millionenschäden durch eine einzige Klick
Die Dimension der Bedrohung zeigen aktuelle Fälle. In Philadelphia verlor ein TV-Nachrichtensprecher 7.000 Euro, nachdem ein falscher Bankermitarbeiter einen Einmalcode verlangte. In Malaysia büßte eine Frau umgerechnet rund 320.000 Euro ein – ausgelöst durch eine Werbung für Kuchen auf sozialen Medien. Nach einem klick wurde ihr Bildschirm schwarz, 19 unautorisierte Überweisungen folgten.
Ermittler warnen vor Ein-Klick-Phishing-Nachrichten. Sie tarnen sich als Steuerbescheide, Lieferbenachrichtigungen oder Rechnungen. Ein einziger Klick kann das gesamte Gerät kompromittieren. Laut FTC verursachten Betrugsmaschen 2025 Gesamtschäden von umgerechnet 3,5 Milliarden Euro.
Die Botschaft der Banken ist eindeutig: Sie werden niemals Passwörter oder Einmalcodes telefonisch oder per Videoanruf erfragen.
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