Funkspielzeuge, Heimnetzwerke

Funkspielzeuge: 78 Prozent gefÀhrden Heimnetzwerke massiv

27.06.2026 - 04:20:01 | boerse-global.de

EuropĂ€ische MarktĂŒberwachung deckt massive SicherheitslĂŒcken bei Funk-Spielzeugen auf. Nur jedes fĂŒnfte geprĂŒfte GerĂ€t erfĂŒllt die Vorschriften.

Funkspielzeug-Studie: 78 Prozent der GerÀte mit MÀngeln
Funkspielzeuge - Ein Spielzeug-Funkauto im Vordergrund, unscharf, mit einem unscharfen WLAN-Router im Hintergrund, der Störungen aussendet. 27.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Eine groß angelegte MarktĂŒberwachung mit 13 Behörden ĂŒber 14 Monate offenbart massive technische Defizite. Die GerĂ€te stören nicht nur WLAN und Bluetooth – sie verstoßen oft gegen geltendes Recht.

Nur jedes fĂŒnfte GerĂ€t ist in Ordnung

Die Bilanz ist ernĂŒchternd. Von 88 geprĂŒften Funkspielzeugen erfĂŒllten gerade einmal 22 Prozent alle regulatorischen Anforderungen. 78 Prozent wiesen MĂ€ngel auf. Besonders kritisch: die elektromagnetische VertrĂ€glichkeit.

Bei 60 Prozent der untersuchten Spielzeuge fanden die Experten technische Defekte. Diese können WLAN- und Bluetooth-Verbindungen im gesamten Haushalt stören. Ursache sind hÀufig unzureichende Frequenzabgrenzungen oder fehlerhafte Sendeleistungen.

Schweiz: 192 von 216 GerÀten fallen durch

Das Schweizer Bundesamt fĂŒr Kommunikation (Bakom) prĂŒfte 2025 insgesamt 216 GerĂ€te. Das Ergebnis: 192 Modelle entsprachen nicht den Vorschriften. Bei 151 Produkten identifizierten die Experten explizite technische MĂ€ngel.

Die Konsequenz: Zahlreiche Vertriebsverbote. Die Behörden betonen die Notwendigkeit solcher Maßnahmen. Nicht konforme GerĂ€te gefĂ€hrden die Funkhygiene in Wohngebieten.

Warum das Ihr Heimnetz betrifft

Router sind das Herz der digitalen Kommunikation in Europa. Laut einer Studie der Organisationen SAFENet, IE.F und iconomy fließen 93 Prozent des gesamten Internetverkehrs ĂŒber diese Schnittstellen. Störungen im 2,4-GHz- oder 5-GHz-Band treffen den Kern der privaten Digitalinfrastruktur.

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Doch nicht nur Funkspielzeuge sind problematisch. Sicherheitsforscher warnen auch vor anderen vernetzten GerĂ€ten im Außenbereich. In einem dokumentierten Fall ermöglichten identische Root-Passwörter bei MĂ€hrobotern den unbefugten Zugriff auf WLAN-Passwörter und Kamerabilder.

So schĂŒtzen Sie Ihr Heimnetz

Experten raten beim Kauf von Funkprodukten zu folgenden Checks:
- CE-Kennzeichnung prĂŒfen
- Offizielle KonformitÀtserklÀrung verlangen
- Auf seriöse Hersteller setzen

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Bereits vorhandene GerĂ€te lassen sich oft entschĂ€rfen. Viele Audiosysteme fĂŒr Kinder bieten einen Offline-Modus – sobald die Inhalte lokal gespeichert sind, braucht es keine Funkverbindung mehr. Das reduziert nicht nur die Funklast, sondern minimiert auch Angriffspunkte.

Der Handel ist gefordert, die Lieferketten strenger zu kontrollieren. Nur so lÀsst sich der Vertrieb technisch mangelhafter Ware von vornherein unterbinden.

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