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Galaxy Glasses: Samsung startet smarte Brille ohne Display am 22. Juli

20.06.2026 - 15:53:47 | boerse-global.de

Samsung stellt am 22. Juli die Galaxy Glasses vor. Die KI-Brille verzichtet auf einen Bildschirm und setzt auf Audio- und Kamerafunktionen.

Samsung Galaxy Glasses: Smarte KI-Brille ohne Display kommt im Juli
Galaxy - Close-up of sleek, high-tech smart glasses with subtle digital reflections on the lenses, worn by an anonymous person. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Samsung bringt noch im Juli eine smarte Brille auf den Markt – ganz ohne Bildschirm.

Die „Galaxy Glasses" sollen am 22. Juli 2026 beim Galaxy Unpacked-Event in London offiziell vorgestellt werden. Das berichten Branchenkenner übereinstimmend. Der interne Codename des Geräts lautet Jinju. Die Brille setzt optisch auf ein klassisches Design, das an herkömmliche Smart Glasses erinnert.

Kein Display, aber KI-Power

Anders als viele Konkurrenzprodukte verzichtet Samsung beim Einstiegsmodell bewusst auf einen integrierten Bildschirm. Stattdessen setzt der südkoreanische Konzern auf Audio-Funktionen und kamerabasierte KI-Features. Im Inneren arbeitet der Qualcomm Snapdragon AR1-Chip, unterstützt von 16 Gigabyte RAM.

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Die Kamera löst mit 12 Megapixeln auf – ein Sony IMX681-Sensor kommt zum Einsatz. Das Gewicht soll bei rund 50 Gramm liegen, der Akku zwischen 155 und 245 Milliamperestunden Kapazität bieten. Das reicht für einen typischen Tagesgebrauch.

Android XR und Google Gemini

Als Betriebssystem dient Android XR, eine Gemeinschaftsentwicklung von Google, Samsung und Qualcomm. Die Plattform integriert Googles Gemini-KI. Das eröffnet spannende Möglichkeiten: Die Brille kann in Echtzeit übersetzen, navigieren und mehrstufige digitale Abläufe ausführen. Fotos lassen sich per Sprachbefehl schießen, Nachrichten diktieren.

Die Konnektivität umfasst Bluetooth 5.3 und WLAN. Das reicht, um die Brille nahtlos ins Smartphone-Ökosystem einzubinden. Ein eigenes Mobilfunkmodul ist nicht vorgesehen.

Partnerschaft mit Warby Parker und Gentle Monster

Samsung will Technologie und Lifestyle vereinen. Dafür hat der Konzern etablierte Brillenmarken ins Boot geholt. Die Gestelle entstehen in Zusammenarbeit mit Warby Parker und Gentle Monster. Das verspricht eine breite Stilauswahl.

Kunden können zwischen verschiedenen Fassungen wählen. Auch Sehstärken-Gläser und photochrome Gläser, die sich automatisch an die Lichtverhältnisse anpassen, sollen verfügbar sein. Samsung zielt damit bewusst auf den Alltagsgebrauch ab – die Brille soll man tragen, ohne dass sie als Tech-Gadget auffällt.

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Preis und Verfügbarkeit

Offizielle Preisangaben gibt es noch nicht. Branchenkreisen zufolge könnte die Galaxy Glasses zwischen 379 und 499 Euro kosten. Nach der Vorstellung im Juli soll der Marktstart im Herbst 2026 erfolgen – zunächst in ausgewählten Regionen.

Das ist eine Kampfansage an die Konkurrenz. Apples leichte Smart Glasses wurden Berichten zufolge auf Ende 2027 verschoben. Samsung könnte hier also einen zeitlichen Vorsprung nutzen.

Zukunft mit Display: OLEDoS und Haean

Wer auf einen Bildschirm hofft, muss sich gedulden. Samsung Display hat auf der AWE USA in Long Beach (16. bis 18. Juni 2026) neue RGB-OLEDoS-Panels vorgestellt. Die 1,3 und 0,62 Zoll großen Displays erreichen eine Spitzenhelligkeit von 40.000 Nits – doppelt so hell wie die Vorgängergeneration.

Ein zweites Modell mit dem Codenamen Haean befindet sich bereits in der Entwicklung. Es soll 2027 erscheinen und einen Micro-LED-Bildschirm integrieren. Der Preis könnte zwischen 600 und 900 Euro liegen.

XR-Ökosystem wächst

Die Galaxy Glasses sind Teil einer größeren Strategie. Samsung baut sein Extended-Reality-Ökosystem konsequent aus. In Großbritannien sind bereits Vorbestellungen für das Samsung Galaxy XR-Headset möglich. Der Preis liegt bei umgerechnet rund 2.000 Euro, der Versand beginnt am 8. Juli 2026.

Das Headset nutzt den Snapdragon XR2+ Gen 2 und bietet zwei 4K-Micro-OLED-Displays. Es richtet sich an Profis und Enthusiasten – vergleichbar mit der Apple Vision Pro. Die Galaxy Glasses hingegen sind als erschwinglicher KI-Begleiter für den Alltag positioniert.

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