Gaming-Kontrolle, Dysreguliertes

Gaming-Kontrolle: Dysreguliertes Spielen schÀdigt kognitive Leistungen

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 01:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studie zeigt: Dysreguliertes Spielen beeintrÀchtigt kognitive Leistung, wÀhrend Strategie-Games positive Effekte haben können.

Gaming-Studie: Kontrollverlust schadet kognitiven FĂ€higkeiten
Gaming-Kontrolle - Jugendliche bei verschiedenen AktivitĂ€ten: Gaming, Sport und Gruppendiskussion, um Gesundheitskompetenz darzustellen. 10.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Eine neue Studie der Karl Landsteiner PrivatuniversitĂ€t (KL Krems) hat 3.854 Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren untersucht. Das Ergebnis: Dysreguliertes Gaming – also wenn Spieler die Kontrolle ĂŒber ihr Verhalten verlieren – fĂŒhrt zu schlechteren kognitiven Leistungen. Die reine Spielzeit hingegen zeigte sogar schwache positive Effekte.

Die in der Fachzeitschrift Computers in Human Behavior veröffentlichte Studie differenziert nach Spielgenres. Strategie- und Rollenspiele hÀngen mit besseren logischen FÀhigkeiten zusammen. Bei Shootern traten hÀufiger kognitive Störungen auf. Entscheidend ist also nicht, wie lange gezockt wird, sondern ob das Spielverhalten noch selbstbestimmt ist.

Bewegungspakt gefordert: Vier Millionen TodesfÀlle jÀhrlich

Bewegungsmangel bleibt eine der grĂ¶ĂŸten Gesundheitsgefahren. Auf einem Fachforum in Stuttgart am 8. Juli 2026 forderten Experten einen umfassenden Bewegungspakt. Ein Karlsruher Forschungsinstitut bezifferte die weltweit jĂ€hrlich rund vier Millionen vorzeitigen TodesfĂ€lle, die mit Bewegungsmangel zusammenhĂ€ngen.

Mehr als 150 Teilnehmer diskutierten ĂŒber die Verankerung der PrĂ€vention als vierte SĂ€ule des Gesundheitssystems. Parallel dazu entwickeln Akteure im Ruhrgebiet datenbasierte Strategien zur Bewegungsförderung. Das Ziel: eine integrierte Gesundheitsberichterstattung, die konkrete Maßnahmen ermöglicht.

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Schulen setzen auf praktische Gesundheitsbildung

Bayerns Schulen gehen mit gutem Beispiel voran. Anfang Juli wurden beim Wettbewerb „clever.gesund“ innovative Projekte ausgezeichnet. 22 Einrichtungen reichten Konzepte ein. Ein Gymnasium in Neufahrn ĂŒberzeugte mit einem Animationsfilm zur StressbewĂ€ltigung, eine Schule in Lichtenfels mit einem Gesundheitstag.

Auch regional zeigen sich kreative AnsÀtze:
- Erste Hilfe: NeuntklĂ€ssler in LĂŒbz trainierten am 8. Juli lebensrettende Maßnahmen wie die stabile Seitenlage.
- Mentale Gesundheit: SchĂŒler in Siegsdorf prĂ€sentierten am 9. Juli eine interaktive Ausstellung zum psychischen Wohlbefinden.
- Diabetes-Management: Ende Juni bereiteten Schulungskurse in Neuwied Kinder mit Diabetes auf den Schulalltag vor.

Psychische Gesundheit: Peer-Programm zeigt Erfolge

Die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen macht Fortschritte. Eine Studie in The Lancet Regional Health – Europe untersuchte ein Peer-Programm an neun deutschen Standorten. Erwachsene mit psychischen Erkrankungen halfen sich gegenseitig, Selbststigma und Stigmastress abzubauen. Die Ergebnisse belegen eine verbesserte LebensqualitĂ€t und soziale Inklusion – die Effekte blieben teilweise ĂŒber fĂŒnf Monate stabil.

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Neben der mentalen Entlastung ist auch die Förderung der geistigen VitalitĂ€t ein wichtiger Baustein fĂŒr langfristiges Wohlbefinden. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, mit welchen 11 AlltagsĂŒbungen Sie Ihr GedĂ€chtnis und Ihre Konzentration nachhaltig stĂ€rken können. Gratis-Ratgeber fĂŒr geistige Fitness jetzt herunterladen

Hitzeschutz und Frauengesundheit: Neue PrÀventionsansÀtze

Der Klimawandel erfordert neue Schutzmaßnahmen. In Gießen fördert ein Projekt mit rund 46.000 Euro die HitzeprĂ€vention fĂŒr Ă€ltere Menschen. Ehrenamtliche Lotsen werden ausgebildet, um gefĂ€hrdete Personen durch den Sommer zu begleiten.

Die UniversitĂ€tsmedizin Frankfurt setzt 2026 einen Schwerpunkt auf Frauengesundheit. Eine Initiative zur frĂŒhzeitigen Diagnose von AnĂ€mie – weltweit ist jede dritte Frau betroffen – nutzt das etablierte Patient Blood Management. Durch rechtzeitige HĂ€moglobin-Untersuchungen sollen Komplikationen vermieden werden. Das hessische Gesundheitsministerium hat die Schirmherrschaft ĂŒbernommen.

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