Hitzebelastung: 71% leiden unter Müdigkeit, 68% unter Schlafproblemen
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 21:20 Uhr, Redaktion boerse-global.de
In Lugano, Basel und Luzern wurden Mitte Juli 2026 Tropennächte registriert – die Temperaturen fielen nicht unter 20 Grad. In Lugano lagen die Tiefstwerte bei 24,2 Grad. Wetterexperten beobachten eine zunehmende Häufigkeit solcher Nächte. Schuld ist die globale Erwärmung.
Jeder dritte Deutsche leidet unter der Hitze
Eine Umfrage des DAK-Forsa-Instituts zeigt das Ausmaß der Belastung. Knapp jeder dritte Deutsche leidet unter der Hitze. Die häufigsten Beschwerden: Müdigkeit (71 Prozent), Schlafprobleme (68 Prozent), Kreislaufbeschwerden (64 Prozent) und Kopfschmerzen (52 Prozent).
Die Daten zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 40 Prozent der Frauen leiden unter der Hitze, aber nur 21 Prozent der Männer. 75 Prozent der Befragten halten die bestehenden Hitzeschutzmaßnahmen für unzureichend. Nur wenige suchen deswegen einen Arzt auf.
Die richtige Schlafumgebung bei Hitze
Experten raten zu einer gezielten Anpassung der Schlafumgebung. Statt eines einfachen Lakens empfehlen sie Sommerdecken mit geringer Wärmeklasse. Besonders Füllungen aus Kamelhaar, Kaschmir oder dünne Daunendecken ab 150 Gramm verbessern das Schlafklima. Auch Leinenbettwäsche, Seidensatin oder gekühlte Kissenbezüge helfen.
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Der effektivste Sonnenschutz: außenliegende Rollläden oder Markisen. Eine Studie der Loughborough University belegt: Außenbeschattung senkt die Raumtemperatur um bis zu sechs Grad. Forscher wie Dr. Ben Roberts empfehlen, Fenster tagsüber geschlossen zu halten und nur nachts oder frühmorgens stoßzulüften.
Elektrische Ventilatoren mit 30 bis 60 Watt sind eine energiesparende Alternative zu Klimaanlagen. Wichtig: Ungenutzte Elektrogeräte komplett ausschalten – sie sind zusätzliche Wärmequellen.
Gekühlte Betten als Zukunftslösung?
Wissenschaftler der Hochschule Luzern (HSLU) arbeiten an technologischen Lösungen. Forscher Urs-Peter Menti rechnet damit, dass sich die Zahl der Tropennächte in der Schweiz von durchschnittlich 20 auf bis zu 60 pro Jahr verdreifachen könnte.
Ein Prototyp für ein gekühltes Bett leitet Außenluft mit 21 bis 23 Grad über einen Schlauch direkt in eine Spezialbettdecke. Testpersonen empfanden die Kühlung als angenehm. Die Entwickler sehen den Einsatz vor allem in Pflegeheimen und im privaten Bereich. Für die Markteinführung suchen sie noch Investoren.
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Vorsorge für Reisen in heiße Regionen
Wer in südliche Länder reist, sollte gut vorbereitet sein. Ein Apotheker betont die Bedeutung einer individuellen Reiseapotheke: Sonnenschutz, Mittel gegen Durchfall und ausreichend Reserve der benötigten Medikamente. Diese müssen kühl gelagert werden – idealerweise unter 25 Grad.
Gesundheitsämter empfehlen zudem eine Überprüfung des Impfschutzes und konsequenten Mückenschutz zur Prävention von Infektionskrankheiten.
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