MES-Studie, Studie

MES-Studie: 93% installieren, aber nur 23% integrieren richtig

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 21:20 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Neue Studie zeigt: Nur jedes vierte Unternehmen vernetzt seine MES-Systeme richtig. Fehlende Integration bremst KI-Einsatz in der Fertigung.

MES-Studie: Große Lücke zwischen Installation und echter Vernetzung
Ein komplexes Netzwerk aus leuchtenden digitalen Linien verbindet Industriemaschinen und Bildschirme in einer modernen Fabrik. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

93 Prozent der Hersteller nutzen Manufacturing Execution Systems (MES) – aber nur jedes vierte Unternehmen vernetzt die Systeme richtig. Ein neuer Bericht zeigt die alarmierende Lücke zwischen Installation und echter Digitalisierung.

Hohe Verbreitung, geringe Tiefe

Die Studie „Scaling MES Across the Enterprise“ von Rockwell Automation liefert ernüchternde Zahlen. Zwar setzen 93 Prozent der befragten Fertigungsunternehmen auf MES, doch lediglich 28 Prozent nutzen die Technologie unternehmensweit. Noch größer ist die Kluft bei der Integration: Nur 23 Prozent haben ihr MES vollständig mit ERP, PLM, Qualitätsmanagement und der operativen Technologie (OT) verbunden.

Für ein Drittel der Entscheider ist genau diese Einbindung die größte Hürde bei der unternehmensweiten Datenintegration. Kein Wunder also, dass 44 Prozent der Verantwortlichen die Integrationsfähigkeit zum wichtigsten Kaufkriterium erklären.

Daten ohne Wert

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Die mangelnde Vernetzung hat Folgen: 43 Prozent der Unternehmen geben an, ihre vorhandenen Daten nicht effektiv zu nutzen. Dabei sind die Erwartungen an automatisierte Prozesse hoch. 42 Prozent der Befragten rechnen damit, dass ihre Abläufe innerhalb eines Jahres KI-gestützt sein werden. Bis 2030 soll dieser Anteil auf 54 Prozent steigen.

Die Realität sieht anders aus. Ohne echte Integration in Echtzeit bleibt die Datengrundlage für KI-Anwendungen brüchig. Die Technologie ist da – die Infrastruktur fehlt.

Sicherheit als Treiber

Cyberangriffe setzen die Industrie zusätzlich unter Druck. 46 Prozent der Unternehmen haben bereits einen Sicherheitsvorfall im IT- oder OT-Bereich erlebt. Für 43 Prozent der Entscheider sind Sicherheit und Compliance deshalb zum zweitwichtigsten Kriterium bei der Anbieterwahl geworden.

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Ein Beispiel für gelungene Langzeitstrategie liefert Kumi North America. Der Hersteller setzt seit 2008 auf die Lösung Plex und erweiterte den Einsatz kontinuierlich auf spezialisierte MES-Module.

Die Studie basiert auf einer Befragung von 1.560 Entscheidungsträgern aus 17 Ländern. Die Botschaft ist klar: Software installieren reicht nicht. Wer im Wettbewerb bestehen will, muss Systeme zum Sprechen bringen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69768811 |

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