Intervallfasten, Diabetes-Risiko

Intervallfasten: 28% weniger Diabetes-Risiko durch Bauchfett-Reduktion

21.06.2026 - 11:33:34 | boerse-global.de

Intervallfasten senkt Diabetes-Risiko deutlich, Kliniken setzen auf minimalinvasive Verfahren und digitale UnterstĂŒtzung fĂŒr schnellere Genesung.

PrÀvention und Reha: Neue Studien und digitale Methoden
Intervallfasten - Abstrakte Darstellung des menschlichen Stoffwechsels mit leuchtenden Bahnen und MolekĂŒlen, ĂŒberlagert von digitalen Elementen. 21.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Neue Studien belegen die Wirksamkeit von Intervallfasten, wĂ€hrend Kliniken auf minimalinvasive Verfahren und digitale UnterstĂŒtzung setzen.

Intervallfasten senkt Diabetes-Risiko deutlich

Wissenschaftler der UniversitĂ€t Leipzig und der Ben-Gurion-UniversitĂ€t haben neue Erkenntnisse zur Stoffwechseloptimierung vorgelegt. Eine Studie mit 366 Teilnehmern, veröffentlicht im Juni 2026 im Fachjournal „Circulation“, zeigt: Wer sein viszerales Fett um zehn Prozent reduziert, senkt das Risiko fĂŒr Typ-2-Diabetes um 28 Prozent – unabhĂ€ngig vom allgemeinen Gewichtsverlust.

Der metabolische Schalter zur Fettverbrennung aktiviert sich nach etwa zehn bis zwölf Stunden Fasten. Allerdings gilt eine EinschrĂ€nkung: Patienten mit fortgeschrittener Nierenerkrankung sollten solche Programme nur unter Ă€rztlicher Aufsicht durchfĂŒhren.

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Parallel dazu etabliert sich eine neue klinische Methode. Im Juni 2026 kam im Klinikum Mutterhaus in Trier erstmals in der EU das RESET-Verfahren zum Einsatz. Dabei wird ein Kunststoffschlauch minimalinvasiv in den DĂŒnndarm eingesetzt. Daten von 1.300 Patienten belegen einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von knapp 19 Prozent.

Kurorte im Umbruch: Zwischen Tradition und Longevity

Klassische HeilbĂ€der wie Bad Wörishofen modernisieren ihre Angebote. Kneipp-Kuren werden durch Detox-Programme, Burnout-PrĂ€vention und Longevity-Konzepte ergĂ€nzt. Die GĂ€ste werden jĂŒnger, die Verweildauer sinkt. Ein Beispiel: Das neue Format „Mein AllgĂ€u Flow“ richtet sich speziell an Frauen.

Die Branche steht vor strukturellen Herausforderungen. Spezifische AusbildungsgĂ€nge wie der zum Kneipp-Bademeister existieren nicht mehr. Das Land Hessen fördert die Weiterentwicklung mit dem Konzept „KURvision“ und unterstĂŒtzt HeilbĂ€der jĂ€hrlich mit 13 Millionen Euro aus dem Kommunalen Finanzausgleich.

Krafttraining: 90 Minuten pro Woche reichen

Eine Harvard-Studie mit ĂŒber 147.000 Teilnehmern ĂŒber bis zu 30 Jahre ermittelte die ideale Dauer fĂŒr Krafttraining. Wer wöchentlich 90 bis 119 Minuten trainiert, senkt das Sterberisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 19 Prozent und durch neurologische Erkrankungen um 27 Prozent. Mehr als 120 Minuten bringen keinen zusĂ€tzlichen Nutzen.

In der betrieblichen Gesundheitsförderung setzen Unternehmen auf Wettbewerbsformate. Bei den fĂŒnften „MOVE DAYS“ 2026 beteiligten sich rund 6.500 Mitarbeiter aus 100 Unternehmen. Besonders in mittelstĂ€ndischen Betrieben mit 50 bis 100 Mitarbeitern erreichten die Teilnahmequoten bis zu 95 Prozent. Über 40 Prozent der Teilnehmer gaben an, sich zuvor weniger als zwei Stunden pro Woche bewegt zu haben.

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Fast-Track in der Rehabilitation: Digital und beschleunigt

Das Klinikum Rechts der Isar der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen setzt auf das „Fast-Track-Konzept“. Seit Juli 2024 bei Knie- und seit Mai 2025 bei HĂŒftgelenksoperationen im Einsatz, zielt es auf schnellere EigenstĂ€ndigkeit der Patienten ab. Der Anteil der Patienten, die bereits am ersten Tag nach dem Eingriff mobil sind, stieg von 30 auf 84 Prozent.

Digitale Anwendungen wie die „Newknee-App“ ergĂ€nzen den Prozess. In Verbindung mit Wearables erfasst sie Daten zu Schritten und Bewegungsumfang.

Auch in der Diagnostik gibt es Neuerungen. FĂŒr Ende 2026 plant der Anbieter FiberSense die MarkteinfĂŒhrung eines Systems zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM). Der optische Sensor hat eine Tragedauer von 28 Tagen und bereits die CE-Kennzeichnung erhalten.

Krankenkassen investieren Milliarden in PrÀvention

Die gesetzlichen Krankenkassen investierten 2024 rund 686 Millionen Euro in die PrĂ€vention. Das zeigt ein Bericht des GKV-Spitzenverbandes vom November 2025. Damit erreichten sie 8,9 Millionen Menschen – eine Steigerung von 15 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr.

Besonders deutlich wuchsen die Investitionen der Pflegeversicherung in die PrĂ€vention fĂŒr stationĂ€re Pflegeeinrichtungen: plus 25 Prozent auf 25 Millionen Euro.

Kommunale Anbieter und Kliniken erweitern zudem ihr Angebot an niederschwelligen Kursen. Ende Juni 2026 starten in verschiedenen StĂ€dten neue Aquafitness- und Wassergymnastik-Kurse sowie Workshops zur Achtsamkeit und Meditation. Sie sind teilweise kostenfrei oder ĂŒber PrĂ€ventionspauschalen zugĂ€nglich.

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