Kapitalrente ab 2028: Bundesregierung reformiert Rentensystem
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 02:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die finanzielle Absicherung im Alter bleibt eine große Herausforderung. Während die Bundesregierung eine kapitalmarktbasierte Rentenkomponente vorbereitet, klafft eine enorme Lücke zwischen dem tatsächlichen Bedarf und der Realität in den Betrieben.
Betriebliche Vorsorge: Große Lücken bei KMU
Eine Untersuchung der Continentale-Versicherung zeigt: Nur 37 Prozent der Beschäftigten haben eine betriebliche Altersversorgung (bAV). Noch geringer ist die Abdeckung bei Zusatzleistungen. Gerade einmal 13 Prozent nutzen einen betrieblichen Unfallschutz, 11 Prozent eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) und 8 Prozent eine betriebliche Berufsunfähigkeitsversicherung (bBU).
Für die Studie wurden 1.387 Personen ab 18 Jahren befragt. Branchenexperte Jürgen Wörner von der Continentale sieht besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) erheblichen Nachholbedarf. Viele Beschäftigte wüssten nicht einmal, ob ihr Arbeitgeber überhaupt Vorsorgemodelle anbietet.
Regulatorische Änderungen könnten der betrieblichen Krankenversicherung künftig Auftrieb verleihen – etwa eine geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchungsreihe sollen im September 2026 veröffentlicht werden.
Kapitalrente ab 2028: Die große Reform
Nur 37 Prozent der Beschäftigten haben eine betriebliche Altersvorsorge – in KMU ist die Lücke noch größer. Mit der geplanten Kapitalrente ab 2028 ergeben sich neue Chancen, die Vorsorge für Ihre Mitarbeiter attraktiv und steuerlich vorteilhaft zu gestalten. Unser Report liefert die entscheidenden Hebel. Jetzt kostenlosen bAV-Report anfordern
Die Bundesregierung plant mit der sogenannten Kapitalrente eine strukturelle Erweiterung des Rentensystems. Start soll 2028 sein. Der Beitragssatz wird schrittweise angehoben: von 0,5 Prozent im Jahr 2028 auf 2 Prozent im Jahr 2031.
Ziel der Reform ist die Stabilisierung des Rentenniveaus. Für Neurentner ab 2032 ist ein Übergangsfaktor aus Steuermitteln vorgesehen. Die Systemumstellung wird voraussichtlich bis Mitte der 2040er Jahre dauern. Eine entsprechende gesetzliche Reform wird für den Herbst 2026 angestrebt.
Wirtschaft im Spannungsfeld
Die Rahmenbedingungen bleiben schwierig. Die Bundesbank prognostiziert für das zweite Quartal 2026 ein leichtes BIP-Plus von 0,1 Prozent. Die Inflation lag im Juni bei 2,3 Prozent – und Volkswirte rechnen mit steigenden Raten, da Sondereffekte wie der Tankrabatt auslaufen.
Viele Beschäftigte wissen nicht einmal, ob ihr Arbeitgeber Vorsorgemodelle anbietet – das ist ein Risiko für Ihre Personalbindung. Die geplante Kapitalrente 2028 bietet KMU die Möglichkeit, mit betrieblicher Altersvorsorge zu punkten. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie die Reform für sich nutzen. Leitfaden zur Kapitalrente jetzt sichern
Anleger setzen zunehmend auf Großunternehmen mit stabilen Cashflows. BASF etwa kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro an, das bis Frühjahr 2027 laufen soll. Auch RWE hob die Prognosen für 2026 und 2027 an.
Die Bessembinder-Studie, die Daten seit 1926 auswertet, zeigt: Nur ein sehr kleiner Teil aller börsennotierten Unternehmen ist für den langfristigen Vermögenszuwachs verantwortlich. Für Privatanleger bieten sich laut Branchenauswertungen derzeit vor allem global anleihenbetonte Mischfonds an – sie verzeichneten in langfristigen Sparplan-Vergleichen stabile Wertentwicklungen.
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