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KI für Senioren: Duke University startet Forschung mit 25 Millionen Dollar

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 03:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kommunale Dienste, Schulungen und Assistenzsysteme nutzen KI, um Teilhabe, soziale Kontakte und kognitive Förderung im Alter zu unterstützen.
Ein heller, moderner Gemeinschaftsraum mit bequemen Sitzgelegenheiten und Blick in einen sonnigen Park. Illustration mit AI erstellt.

Städte, Gemeinden und Digitalanbieter verstärken weltweit ihren Einsatz von Systemen mit künstlicher Intelligenz, um sozialer Isolation und kognitivem Abbau bei älteren Menschen entgegenzuwirken. Die Initiativen zielen darauf ab, gesellschaftliche Barrieren abzubauen und die digitale Teilhabe von Seniorinnen und Senioren im Alltag nachhaltig zu verbessern.

Kommunale Anlaufstellen und Schulungsangebote

In Großbritannien startete der Peterborough City Council den Online-Dienst „Here to Help“. Dieses KI-Tool dient als zentrale Anlaufstelle für Ratsuchende bei Themen wie Einsamkeit, Geldproblemen, Wohnen, Pflege, Arbeit, Gesundheit und Familienhilfe.

Bürgerinnen und Bürger können ihre Situation dabei in Alltagssprache beschreiben. Neil Boyce, Cabinet-Mitglied für Adult Services beim Peterborough City Council, betonte, dass dieses Werkzeug bestehende Angebote ergänze, jedoch weder Notdienste, Safeguarding-Verfahren noch gesetzliche Prüfungen oder Fachberatungen ersetzen könne.

In Frankreich richtete die Gemeinde Caumont-sur-Durance spezielle digitale Ateliers ein, um ältere Menschen an Anwendungen künstlicher Intelligenz heranzuführen. Betreut durch einen Digitalberater, vermitteln die Kurse Kenntnisse zur Informationssuche und alltäglichen KI-Nutzung, um einer digitalen Spaltung vorzubeugen.

Ähnliche Bildungskonzepte greifen auch asiatische Bildungsträger auf. In Südkorea hielt die Gyeongil University am 14. und 21. Oktober 2026 im Gumi-Zweig der Korea Senior Citizens Association Schulungen zu generativer KI für insgesamt 50 Teilnehmende ab. Das Programm deckte die Bedienung von Werkzeugen wie Google Gemini und Flow sowie die Eingabe eigener Prompts ab.

Projektgruppenleiterin Kim So-young hob hervor, dass dieses Training älteren Generationen die moderne Technologie praktisch näherbringe. Zudem trug die Kakao Impact Foundation am 15. Oktober 2026 das Finale des Online-Wettbewerbs „Moduui AI“ mit 64 Senioren aus, nachdem an vorangegangenen Runden rund 3.000 Menschen aus etwa 150 Einrichtungen teilgenommen hatten.

Im Wohnviertel Lehrerwohnungen des Straßenviertels Changhai in Shanghai begann am 21. Oktober 2026 ein Pilotprojekt mit einem 20-köpfigen Freiwilligenteam. In Eins-zu-eins-Betreuungen erlernen Ältere dort die KI-gestützte Terminbuchung bei Ärzten sowie kreative Medienarbeit.

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Betreuung und kognitive Förderung im Alltag

In Südkorea startete das Hwaseong Ambulante Seniorenwohlfahrtszentrum ein Betreuungsprogramm, das KI- und IKT-Systeme an das jeweilige Lebensumfeld und das Funktionsniveau älterer Menschen anpasst. Die Plattform kombiniert Bewegungserkennung mit kognitiver Förderung und emotionaler Unterstützung. Zentrumsleiterin Kim Hee-sook erklärte, die Technologie solle den gewohnten Alltag wiederherstellen und Ausgrenzung verhindern.

Für den Einsatz im Wohnbereich vertreiben HMD und inTouch in Frankreich und Großbritannien ein Kommunikationsgerät für 79,90 Euro beziehungsweise 79,99 Pfund. Die Hardware enthält fünf Stunden Gesprächszeit, danach wird ein Monatsabonnement für 19,90 Euro oder 16,90 Pfund fällig. Nach Angaben von inTouch wurden seit dem Start 16.000 Gespräche registriert.

Im Bereich der sensorischen und kognitiven Assistenz brachte das US-Unternehmen ONSCREEN die Systeme JoyTablet 7 und JoyFamily 7 auf den Markt, die mithilfe einer Sprachbegleiterin an Medikamente erinnern und Alltagsaufgaben strukturieren. Rendever stellte unterdessen den Assistenten „Nova“ für die Software CommunityOS bereit.

Unternehmenschef Kyle Rand betonte, während frühere Technologien vor allem auf Effizienz abzielten, diene das neue System der Stärkung sozialer Beziehungen in Seniorenresidenzen. Parallel dazu entwickelte das spanische Unternehmen NNBi die Sprach-App DIALOGRANDO, die 900 Gedächtnisübungen ohne Bildschirmnutzung anbietet.

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Regulatorischer Rahmen und nationale Forschung

Auf administrativer Ebene reagieren Behörden mit standardisierten Vorgaben. Das britische Department of Health and Social Care (DHSC) veröffentlichte eine Leitlinie zur Digitalisierung der Erwachsenensozialpflege.

Das Ministerium verweist auf den bestehenden Einsatz von Sprachüberwachung, Chatbots und generativer KI für Pflegepläne. Zu den definierten Anforderungen gehören eine CQC-Registrierung, geprüfte DSCR-Lösungen sowie die Einhaltung technischer Datensicherheitsstandards.

Flankierend dazu leitet die Duke University in den USA eine fünfjährige nationale Initiative mit einem Fördervolumen von fast 25 Millionen US-Dollar. Im Rahmen des Programms fließen jährlich rund vier Millionen US-Dollar in Forschungsprojekte, wobei mindestens 80 Prozent dieser Mittel für Studien zu Alzheimer und verwandten Demenzerkrankungen reserviert sind.

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