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Kleine Wohnungen: Wie 77 Quadratmeter zur Wohnlandschaft werden

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 00:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Offene Grundrisse, platzsparende Technik und Forschung zu Wohnflächen: Der Artikel zeigt aktuelle Lösungen für effizientes Wohnen.

Kleine Wohnungen clever nutzen: Trends und Tipps 2026
Ein stilvolles, minimalistisches Apartment mit cleveren, platzsparenden Möbeln, das eine effiziente Nutzung des Wohnraums demonstriert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Architekten, Designer und Forscher entwickeln immer neue Ansätze, um aus kleinen Wohnungen mehr herauszuholen.

Offene Strukturen für großzügiges Wohngefühl

Moderne Gestaltungskonzepte setzen auf multifunktionale Möbel und offene Grundrisse. Das Architekturbüro Studio Loes zeigt, wie das in der Praxis aussieht. Im Juli 2026 stellte das Team das Projekt PROMM in Berlin-Neukölln vor. Aus einer 77 Quadratmeter großen Altbauwohnung entstand eine offene Wohnlandschaft.

Die Gestalter setzten auf einen durchgehenden Douglasienboden und maßgefertigte Küchenelemente. Ergänzt wird das Ensemble durch Designmöbel wie ein Lapis-Sofa von Amura und ein Vintage-Regal von Ben Hoek.

International gibt es ähnliche Ansätze. In der polnischen Stadt ?ód? gestaltete Designerin Marta Janowska eine 46 Quadratmeter große Wohnung. Ihr Rezept: ein neutrales Farbschema kombiniert mit Vintage-Akzenten und einem durchdachten Beleuchtungskonzept.

Kompakte Technik für den Alltag

Neben der Architektur helfen platzsparende Haushaltsgeräte, kleine Wohnungen optimal zu nutzen. Das Start-up TOSA home appliance aus Mittweida entwickelte den „HEYDRY“ – einen kompakten Wäschetrockner für begrenzte Platzverhältnisse. Das Unternehmen setzte bei der Vermarktung komplett auf KI-generierte Werbematerialien und Musik.

Auch Bügeln wird platzsparender. Mitte Juli 2026 kündigte Laurastar ein Dampf-Bügelsystem für den Handel an. Trotz professioneller Funktionen wie einem aktiven Bügeltisch lässt es sich auf 18 Zentimeter Tiefe zusammenklappen.

Für Haushalte ohne Trockner haben Experten praktische Tipps parat. Socken paarweise mit Klammern befestigen, Spannbettlaken unter dem Wäscheständer aufspannen und Kleiderbügel nutzen – das erhöht die Kapazität und reduziert Faltenbildung. Ein Vertreter des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel (IKW) empfiehlt zudem die richtige Wäschetrennung und den Einsatz spezieller Entfärber.

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Forschung: Leben auf zu großem Fuß

Die effiziente Nutzung von Wohnraum beschäftigt auch die Wissenschaft. Ein Forschungsbericht vom 13. Juli 2026 untersucht die sogenannte suffiziente Wohnkultur in Deutschland. Die Ergebnisse sind eindeutig: Viele Haushalte leben nach der Familienphase in zu großen Wohnungen oder Einfamilienhäusern.

Die Forscher schlagen verschiedene Strategien vor:
- Umzug in kleinere, bedarfsgerechtere Wohnungen
- Bauliche Umgestaltung zur Schaffung separater Einheiten
- Teilvermietung von ungenutzten Zimmern
- Förderung gemeinschaftlicher Wohnformen

Das größte Hindernis? Emotionale Bindungen. Die Forschung empfiehlt Kommunen daher, durch Beratung und Förderung Anreize für eine effizientere Flächennutzung zu schaffen. Suffizientes Wohnen müsse als Gewinn an Lebensqualität dargestellt werden.

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Sommerhitze: Wenn der Platz knapp wird und die Tonne stinkt

Besonders in dicht besiedelten Gebieten werden praktische Probleme im Sommer relevant. Experten raten, die Feuchtigkeit in Abfallbehältern mit Zeitungspapier zu reduzieren. Ätherische Öle wie Lavendel oder Essigwasser helfen gegen Madenbefall in Biotonnen.

Die klimatischen Bedingungen führen auch zu verschärften Regeln im Außenbereich. In München verbot die Stadt aufgrund von Wassermangel vorübergehend das Befüllen privater Pools und die Rasenbewässerung während der Tagesstunden. Die Maßnahmen unterstreichen: Ressourcenbewusstsein ist sowohl innerhalb als auch außerhalb der eigenen vier Wände gefragt.

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