Krafttraining, Minuten

Krafttraining: 40–60 Minuten pro Woche senken Demenzrisiko

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 15:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studien belegen: Regelmäßiges Krafttraining ab der Lebensmitte schützt vor Knochenbrüchen und senkt das Demenzrisiko deutlich.

Krafttraining als Schlüssel für gesundes Altern bei Frauen
Ältere Frauen unterschiedlichen Alters beim Krafttraining mit Hanteln und Körpergewicht in einem Fitnessstudio, um Muskeln und Knochen zu stärken. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Studien zeigen: Gezielte Belastungsreize ab der Lebensmitte wirken nicht nur dem natürlichen Muskelabbau entgegen, sondern schützen auch Knochen und Gehirn.

Sturzprävention und Knochengesundheit

Eine im Juli 2026 in Arthritis Care & Research veröffentlichte Studie an 2.912 US-Veteranen belegt den Zusammenhang zwischen körperlicher Verfassung und Frakturrisiko. Demnach verdreifacht moderate Gebrechlichkeit das Risiko für Knochenbrüche. Bei schwerer Gebrechlichkeit verfünffacht es sich sogar.

Die wirksame Gegenmaßnahme: 40 bis 60 Minuten Krafttraining pro Woche, verteilt auf zwei Tage. Der Körper beginnt bereits ab dem 40. Lebensjahr, Muskulatur und Knochensubstanz abzubauen. Bei Frauen verstärkt sich dieser Prozess während der Menopause.

Eine Oberärztin des Menopausenzentrums am Inselspital Bern erklärt: Schon ein Training pro Woche reicht, um vorhandene Muskulatur zu erhalten. Für den Aufbau sind zwei Einheiten mit acht bis zwölf Wiederholungen pro Übung nötig. Auch Übungen mit dem eigenen Körpergewicht sind effektiv – Bewegung wirkt direkt auf Zellebene.

Ab 60 Jahren kommt die Ernährung ins Spiel. Fachleute empfehlen täglich ein Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht sowie ausreichend Vitamin D und B12. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant zudem Check-ups ab 60 Jahren. In Sachsen-Anhalt gibt es seit November 2023 ein spezielles Disease-Management-Programm für Osteoporose.

Kraftsport senkt Demenzrisiko

Die kognitive Schutzfunktion von Sport rückt zunehmend in den Fokus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist in ihren Richtlinien vom Juli 2026 darauf hin: 40 bis 60 Minuten Krafttraining pro Woche können das Demenzrisiko senken.

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Laut WHO ließen sich bis zu 45 Prozent der Demenzfälle durch einen angepassten Lebensstil vermeiden. Empfohlene Übungen sind einfach: zehnmaliges Aufstehen vom Stuhl, Einbeinstand, Kniebeugen, Ausfallschritte und Wandliegestütze.

Doch die Umsetzung hapert. Nur 23 Prozent der Erwachsenen erreichen das empfohlene Trainingspensum. Eine Untersuchung im British Journal of Sports Medicine mit 147.000 Teilnehmenden zeigt: 90 bis 120 Minuten Training pro Woche senken das Risiko eines Todes durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 19 Prozent. Bei neurologischen Erkrankungen sind es sogar 27 Prozent.

Ergänzend empfiehlt die WHO soziale Interaktion, kognitive Stimulation und die Behandlung von Hörverlust. Vor Vitaminpräparaten ohne medizinische Indikation warnt sie jedoch.

Was in der Menopause wirklich hilft

Eine Studie der University of Exeter aus dem Jahr 2025 untersuchte die Wirksamkeit spezialisierter Trainingsmethoden. Ergebnis: Ein zwölfwöchiges, funktionelles Training mit geringer Stoßbelastung verbesserte bei Frauen zwischen 40 und 60 Jahren die Hüftfunktion um 19 Prozent, die Flexibilität um 21 Prozent und das Gleichgewicht um 10 Prozent. Diese Effekte sind über alle Phasen der Menopause hinweg nachweisbar.

Erfahrene Trainerinnen setzen im höheren Alter auf Konsistenz. Die 64-jährige Fitness-Expertin Jodi Bauer rät ab 45 Jahren von hochintensiven Intervalltrainings (HIIT) ab. Ihr Fokus liegt auf Muskelerhalt und sauberer Ernährung ohne Alkohol.

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Nur 23 Prozent der Erwachsenen erreichen das empfohlene Trainingspensum – dabei senkt schon wenig Krafttraining das Risiko für Demenz und Stürze deutlich. Mit unserem Report erhalten Sie eine Protein-Checkliste für die Zeit ab 60 und Übungen, die Sie zu Hause ohne Geräte durchführen können. Trainingsplan und Nährstoff-Checkliste sichern

Andere Praktikerinnen über 50 oder sogar 70 kombinieren Krafttraining mit Schwimmen, Pilates oder Radfahren. Die 72-jährige Liz Hilliard integriert vier bis fünf kombinierte Einheiten aus Pilates und Kraftsport pro Woche in ihren Alltag, ergänzt durch tägliche 10.000 Schritte.

Für Patienten mit kardiovaskulären Risiken oder chronischem Koronarsyndrom empfiehlt die Initiative „Klug entscheiden“ der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) ausdrücklich eine begleitende Bewegungstherapie. Sie fördert die langfristige Stabilität des Gesundheitszustands.

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