Krafttraining: 90 Minuten pro Woche senken Sterberisiko um 13%
26.06.2026 - 10:21:37 | boerse-global.de
Eine norwegische Studie stellt die alte Weisheit infrage, dass schnelles Abnehmen automatisch zur schnellen Gewichtszunahme führt.
Abnehmen: Schnell oder langsam – was wirkt besser?
Auf dem europäischen Adipositas-Kongress im Mai in Istanbul präsentierte Dr. Line Kristin Johnson überraschende Ergebnisse. Ihre Forschergruppe untersuchte 284 Teilnehmende über ein Jahr. Die Gruppe mit sehr geringer Kalorienzufuhr verlor 14,4 Prozent ihres Körpergewichts. Die Vergleichsgruppe mit moderater Reduktion kam auf 10,5 Prozent.
Ein verstärkter Jo-Jo-Effekt? Bei der schnelleren Methode nicht beobachtet. Das stellt bisherige Annahmen auf den Kopf.
Die Risiken der Abnehmspritzen
Während die einen über Diäten diskutieren, setzen andere auf Medikamente. Der Boom der GLP-1-Präparate – bekannt als Abnehmspritzen – bereitet Experten jedoch Sorgen.
Longevity-Experte Prof. Dr. Thomas Kälicke warnte im Juni vor den Risiken. Besonders tückisch: Die verzögerte Magenentleerung kann bei Narkosen zu Komplikationen führen. Sein Appell: Medikamente ersetzen keine grundlegende Lebensstiländerung. Viele Nutzer griffen ohne medizinische Notwendigkeit zu den Präparaten.
Training: Weniger ist manchmal mehr
Im Fitnessbereich setzt sich ein neuer Trend durch: funktionelle Bewegungsmuster statt isoliertes Muskeltraining. Sportwissenschaftler Dr. Michèl Gleich empfiehlt zehn Grundübungen für zu Hause – Kniebeugen, Liegestütze, Ausfallschritte und Planks inklusive. Das Ziel? Mehr Belastbarkeit im Alltag.
Parallel dazu beobachten Experten im Sommer 2026 einen Hype um Double Unders beim Seilspringen. Die Technik trainiert nicht nur die Ausdauer, sondern fördert vor allem die neuromuskuläre Koordination.
Die Harvard-Studie: Krafttraining senkt Sterberisiko
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Die Harvard University hat nachgerechnet – mit beeindruckenden Zahlen. Über 30 Jahre analysierten Forscher Daten von 147.000 Teilnehmenden. Das Ergebnis: Bereits 90 bis 120 Minuten Krafttraining pro Woche senken das Sterberisiko um 13 Prozent. Das Risiko für Demenzerkrankungen sinkt um 27 Prozent.
Kombiniert mit moderatem Ausdauertraining? Dann reduziert sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 45 Prozent.
Kleine Bewegungspausen mit großer Wirkung
Muss es immer das intensive Workout sein? Offenbar nicht. Das British Journal of Sports Medicine berichtete im Juni über eine simple, aber effektive Methode: Fünfminütige Gehpausen alle 60 Minuten reduzieren die Müdigkeit und verbessern die Stimmung. Und das ganz ohne Produktivitätseinbußen.
Kindergesundheit: Nachholbedarf nach der Pandemie
Das Fitnessbarometer Baden-Württemberg 2026 zeigt: Bei Kindern zwischen drei und zehn Jahren liegen die Ausdauerwerte weiterhin unter dem Niveau von vor der Pandemie. Basis der Analyse: über 50.000 Motoriktests seit 2012.
Die gute Nachricht: Aktive Kinder wiesen laut der Auswertung seltener Ängste und Stimmungstiefs auf.
Neue Ernährungsempfehlungen: Vorsicht bei Leinsamen
Betrifft Sie das? Die Harvard-Studie zeigt: Mit nur 90 Minuten Krafttraining pro Woche können Sie Ihr Risiko für Demenz um 27 % senken. Holen Sie sich die Checkliste mit den 10 besten Übungen. Checkliste per E-Mail sichern
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat im Juni neue Sicherheitshinweise herausgegeben. Für Erwachsene gilt: Maximal 15 bis 20 Gramm rohe, geschrotete Leinsamen pro Tag. Der Grund? Risiken durch Blausäure und Cadmium. Für Kleinkinder sollten rohe Leinsamen komplett vom Speiseplan verschwinden.
Eine Analyse der Universität Gießen bei 773 Profisportlern brachte zudem einen interessanten Zusammenhang ans Licht: Höhere Vitamin-D-Spiegel waren mit günstigeren Blutfettwerten assoziiert. Die Forscher betonen allerdings: Das ist noch kein Beleg für eine direkte Ursache-Wirkung-Beziehung.
