Krebstherapie: Bewegung wird in der Reha hÀufig nicht ausreichend dosiert
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 18:39 Uhr | Redaktion boerse-global.deKörperliche AktivitÀt gewinnt in der Krebstherapie zunehmend an Bedeutung und soll nach Ansicht von Fachgesellschaften ein fester Bestandteil der onkologischen Versorgung und Rehabilitation werden.
Wie die gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen, Ăsterreichischen und Schweizerischen Gesellschaften fĂŒr HĂ€matologie und Medizinische Onkologie in Wien thematisierte, bestehen zwischen dem wissenschaftlich anerkannten Nutzen und der klinischen Praxis jedoch weiterhin deutliche Diskrepanzen.
Laut einem Bericht des Fachportals aerzteblatt.de vom 23. Oktober 2026 stand die therapeutische Anwendung von Sport und Bewegung im Zentrum eingehender fachlicher Erörterungen.
Linderung von Nebenwirkungen und Steigerung der LebensqualitÀt
Im Rahmen der onkologischen Behandlung und Nachsorge erfĂŒllt körperliche BetĂ€tigung wesentliche therapeutische Aufgaben. Auf der Fachtagung in Wien wurde hervorgehoben, dass gezielte Bewegungstherapie dazu beitragen kann, therapiebedingte Nebenwirkungen spĂŒrbar zu lindern.
Neben der AbschwĂ€chung unerwĂŒnschter Begleiterscheinungen wirkt sich ein gezieltes Training positiv auf die funktionelle LeistungsfĂ€higkeit der Betroffenen aus. Zudem lĂ€sst sich dadurch die allgemeine LebensqualitĂ€t wĂ€hrend und nach einer Krebserkrankung stabilisieren oder verbessern. Aus diesem Grund fordern Fachgesellschaften, Bewegungsprogramme als festen Standard in die onkologische Versorgung und Nachsorge zu integrieren.
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Defizite bei Dosierung und praktischer Umsetzung
Trotz der belegten positiven Effekte offenbart der Versorgungsalltag nach wie vor erhebliche HĂŒrden. In der Fortbildungsveranstaltung âSport und Bewegung im Fokus der Rehabilitationâ auf der Wiener Tagung wurde deutlich, dass Bewegungstherapie in der onkologischen Rehabilitation hĂ€ufig nicht ausreichend dosiert wird.
Um nachhaltige therapeutische Wirkungen zu erzielen, bedarf es passender Trainingsreize bezĂŒglich IntensitĂ€t, Umfang und RegelmĂ€Ăigkeit. Wird das Training zu niedrig dosiert, kann es den erhofften Nutzen fĂŒr die Patienten oft nicht voll entfalten.
DarĂŒber hinaus wurden auf der Jahrestagung grundlegende Defizite in der praktischen Umsetzung benannt. Die strukturierte ĂberfĂŒhrung von Bewegungskonzepten in den klinischen und ambulanten Alltag stöĂt in der Praxis weiterhin auf organisatorische und anwendungsspezifische Grenzen.
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ErgÀnzende Trainingsmethoden wie Elektromyostimulation
Um diesen Herausforderungen in der Umsetzung zu begegnen, richtete sich der Blick der Experten auch auf alternative und ergÀnzende Trainingsformen. Auf der Tagung wurde in diesem Kontext auf Verfahren wie die Elektromyostimulation (EMS) hingewiesen.
Solche ergÀnzenden AnsÀtze bieten die Möglichkeit, gezielte Muskelreize zu setzen, insbesondere wenn Patientinnen und Patienten aufgrund von Erschöpfung, SchwÀche oder funktionellen EinschrÀnkungen nicht oder nur eingeschrÀnkt an konventionellen Trainingsprogrammen teilnehmen können.
Derartige Methoden könnten kĂŒnftig dazu beitragen, bestehende LĂŒcken in der onkologischen Bewegungstherapie zu schlieĂen und die Rehabilitation zielgerichteter zu gestalten.
Mehr zum Thema bei Deutsches Ărzteblatt: âBewegung in der Onko-Reha oft nicht ausreichend dosiert â Newsâ
Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von Deutsches Ărzteblatt.
