Kurkuma, EFSA

Kurkuma: EFSA nennt Richtwert von 3 Milligramm Curcumin je Kilo Körpergewicht

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 02:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kürbis und Hülsenfrüchte bereichern Herbstgerichte; bei Kurkuma und Detox-Tees ordnet der Artikel Nutzen und Grenzen ein.

Herbstküche mit Kürbis und Hülsenfrüchten: Nährstoffe und Gewürze
Ein hölzerner Tisch mit herbstlichem Gemüse wie Kürbis, Karotten, Linsen und Ingwer in natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle Berichte stellen zum Beginn der kühleren Jahreszeit verstärkt saisonale Zutaten wie Kürbis, Wurzelgemüse und Hülsenfrüchte in den Mittelpunkt. In Kombination mit wärmenden Gewürzen wie Kurkuma, Ingwer und Zimt wird der traditionellen Herbstküche häufig ein ernährungsphysiologischer Mehrwert zugeschrieben.

Fachleute und Ernährungsansätze verweisen darauf, dass eine angepasste Lebensmittelauswahl das Wohlbefinden unterstützen kann, während populäre Heilsversprechen kritisch eingeordnet werden müssen.

Warme Speisen und Hülsenfrüchte für die Übergangszeit

Mit sinkenden Temperaturen rückt die Verträglichkeit der Nahrung in den Vordergrund. Wie unter anderem ayurvedische Ernährungskonzepte nahelegen, beanspruchen Kälte und trockene Luft die Schleimhäute des Körpers.

Anstelle von kalter Rohkost werden daher warme, feuchte und leicht verdauliche Speisen empfohlen, um die körpereigene Homöostase zu unterstützen. Neben Getreide und Wurzelgemüse spielen schonend gegarte Eintöpfe mit Linsen und Kreuzkümmel eine zentrale Rolle.

Auch Hülsenfrüchte gewinnen als Vorratszutaten an Bedeutung. Bohnen, Linsen, Kichererbsen und Erbsen bieten sich als nährstoffreiche Basis an, um den Übergang vom Spätsommer in den Herbst zu begleiten.

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Während sie zunächst noch in Salaten oder Dips verwendet werden können, dominieren später wärmende Suppen und Dals. Vorgegarte Hülsenfrüchte aus der Dose sollten vor der Zubereitung gründlich abgespült werden, während getrocknete Varianten je nach Sorte ausreichende Einweich- und Garzeiten erfordern.

Vielseitigkeit und Nährstoffe der Kürbisgewächse

Kürbisse bilden den Kern der herbstlichen Küche. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich dabei in Verarbeitung und Geschmack. Beim beliebten Hokkaido kann die Schale mitgegessen werden, während sie bei Sorten wie Butternut oder Muskatkürbis meist entfernt werden sollte.

Spaghettikürbisse zerfallen nach dem Garen in feine Fasern, andere Sorten zeichnen sich durch ein maroniähnliches Aroma aus. Ungeschnittene Winterkürbisse lassen sich an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort über mehrere Wochen bis Monate lagern.

Ernährungsphysiologisch liefern Kürbisse wertvolle Ballaststoffe für Sättigung und Verdauung sowie Vitamine und Mineralstoffe. Orangefarbene Varianten enthalten zudem reichlich Beta-Carotin. Auch die Kerne stellen eine nährstoffreiche Ergänzung dar, da sie pflanzliches Protein und Ballaststoffe beisteuern. Fachleute empfehlen rund 30 Gramm Kürbiskerne täglich als Orientierungswert.

Gewürze und Heißgetränke zwischen Nutzen und Grenzwerten

Bei der Zubereitung herbstlicher Gerichte kommen oft intensiv schmeckende Gewürze zum Einsatz. Kurkuma etwa wird häufig für angebliche Wirkungen geschätzt. Fachliche Einordnungen betonen jedoch, dass übliche Mengen als Küchengewürz zwar unbedenklich sind, spezifische Heilwirkungen gegen Krankheiten beim Menschen jedoch nicht als belegt gelten.

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Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt als Richtwert eine tägliche Aufnahme von 3 Milligramm Curcumin je Kilogramm Körpergewicht, was bei einem Körpergewicht von 70 Kilogramm rund 210 Milligramm Curcumin beziehungsweise etwa 4 bis 7 Gramm handelsüblichem Kurkumapulver entspricht. Hohe Dosierungen über Nahrungsergänzungsmittel bergen Risiken für den Magen-Darm-Trakt und können Wechselwirkungen mit Medikamenten auslösen.

Gleichzeitig raten Experten zur Skepsis gegenüber verbreiteten Online-Trends wie sogenannten Detox-Tees aus Zitronenschale, Ingwer und Zimt. Behauptungen, solche Heißgetränke könnten eigenständig die Leber entgiften oder mehrere Kilogramm Fett in wenigen Tagen abbauen, entbehren der wissenschaftlichen Grundlage, da Leber und Nieren kontinuierlich körpereigene Entgiftungsprozesse steuern. Als Flüssigkeitslieferant können mäßige Mengen solcher Tees zwar dienen, übermäßiger Konsum kann jedoch zu Magenreizungen führen.

Aromatische Zubereitung in der Küche

Kulinarisch lässt sich das volle Aroma des Kürbisses durch gezielte Gartechniken erschließen. Das vorherige Rösten von Kürbisspalten im Ofen – gewürzt mit etwas Öl, Pfeffer, Zimt und Kurkuma – entzieht dem Fruchtfleisch Wasser und intensiviert Geschmack sowie Farbgebung vor dem Pürieren zur Suppe. In Kombination mit Brühe und Kokosmilch entsteht so eine sämige Grundlage, die den herbstlichen Speiseplan auf unkomplizierte Weise bereichert.

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