Meditation: Bis zu 25 Prozent berichten von Nebenwirkungen
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 09:31 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Bis zu 25 Prozent der Meditierenden berichten von unerwünschten Wirkungen. Angstzustände, emotionaler Stress oder das Wiederauftauchen schmerzhafter Erinnerungen sind keine Seltenheit. Bei 6 bis 14 Prozent der Betroffenen halten die Beeinträchtigungen sogar länger an.
Die Forschung aus dem Vereinigten Königreich macht deutlich: Traditionelle buddhistische Praktiken kennen diese Risiken seit Jahrhunderten. Moderne psychologische Ansätze entwickeln deshalb Sicherheits- und Screening-Protokolle. Ziel ist es, Risikogruppen vorab zu identifizieren.
Tempelbau ohne einen einzigen Nagel
Während die Wissenschaft die Risiken untersucht, bewahrt die traditionelle Baukunst die authentischen Wurzeln. In Taucha bei Leipzig entsteht ein vietnamesischer Tempel – vollständig ohne Schrauben oder Nägel.
Die Holzteile wurden bereits 2018 in Containern aus Vietnam nach Deutschland verschifft. Corona-Pandemie, Visa-Probleme und abgelaufene Genehmigungen verzögerten das Projekt. Der Haupttempel soll Ende 2026 fertig sein, die Gesamtanlage 2028.
Initiator Quang Vinh Dao zeigt: Die Bewahrung buddhistischer Identität im Westen erfordert enormen kulturellen Aufwand.
Von der Kinder-Resilienz bis zur Traumatherapie
Bis zu 25 Prozent der Meditierenden berichten von Nebenwirkungen – von Angstzuständen bis zu wiederkehrenden Erinnerungen. Mit diesem Leitfaden erkennen Sie Risiken frühzeitig und schützen Ihre Praxis. Jetzt kostenlosen Sicherheits-Leitfaden anfordern
Achtsamkeit findet längst praktische Anwendung. Im August startet im Biosphärenreservat Rhön ein kostenfreies Training für Acht- bis Elfjährige. Es stärkt die psychische Widerstandskraft emotional belasteter Kinder.
Auch der Kneipp-Verein Gelderland bietet Anfang August Trainingseinheiten zur Stressbewältigung durch Naturwahrnehmung an.
Die Verbindung von Achtsamkeit und Therapie hat in Deutschland Tradition. Das Zentrum Überleben in Berlin verknüpft seit 1992 medizinische Versorgung mit Psycho- und Kunsttherapie für traumatisierte Geflüchtete.
Messprobleme und methodische Grenzen
Kann man psychische Zustände überhaupt zuverlässig messen? Die Universität Danzig liefert neue Impulse. Standardisierte Fragebögen liefern bei hochintelligenten Personen andere Ergebnisse als in der breiten Bevölkerung.
Die Evaluation von Meditationserfolgen könnte künftig auf objektive Methoden setzen. Aktivitätstracker oder Experience-Sampling wären Alternativen.
6 bis 14 Prozent der Betroffenen leiden unter langanhaltenden Beeinträchtigungen durch Meditation. Unsere Screening-Checkliste hilft Ihnen, Risikogruppen vorab zu identifizieren und sicher zu praktizieren. Screening-Checkliste jetzt sichern
Während im Westen die individuelle Gesundheit im Vordergrund steht, bleibt Achtsamkeit in den Ursprungsländern kollektiv. Am 27. Juli 2026 rief die vietnamesische buddhistische Sangha zum zeitgleichen Glockenläuten in zahlreichen Tempeln auf – zum Gedenken gefallener Soldaten.
Die rituellen Ursprünge der Lehre kontrastieren scharf mit der privatisierten Wellness-Form im Westen.
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