Meta-Klage, Gericht

Meta-Klage: Gericht weist Antrag ab – Prozess gegen 29 US-Staaten

02.07.2026 - 11:31:25 | boerse-global.de

US-Richterin weist Metas Antrag auf Klageabweisung zurück. 29 Bundesstaaten werfen dem Konzern vor, Kinder mit suchtfördernden Funktionen zu gefährden.

Meta-Klage: Gericht zwingt Konzern zu Verantwortung für Jugendschutz
Meta-Klage - Ein Smartphone in der Hand eines Teenagers, mit Social-Media-Elementen auf dem Bildschirm und einer Waage im Hintergrund. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein US-Bundesgericht in Oakland hat den Antrag von Meta Platforms abgewiesen, eine Klage von 29 Bundesstaaten zu stoppen. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers entschied Anfang Juli: Der Konzern muss sich wegen des Vorwurfs verantworten, Facebook und Instagram bewusst suchterzeugend für Kinder gestaltet zu haben.

Schwere Vorwürfe: Psychische Risiken bei Jugendlichen

Die Generalstaatsanwälte werfen Meta vor, die Öffentlichkeit über die Gefahren der Nutzung getäuscht zu haben. Zentraler Punkt: Verstöße gegen das Gesetz zum Schutz der Privatsphäre von Kindern im Internet (COPPA). Das Unternehmen habe Funktionen entwickelt, die eine zwanghafte Nutzung bei Minderjährigen fördern – und gleichzeitig Erkenntnisse über psychische Risiken verheimlicht.

In der Klage heißt es: Studien belegen eine Verbindung zwischen der Nutzung sozialer Netzwerke und Depressionen, Angstzuständen, Schlaflosigkeit sowie Selbstverletzungen bei Kindern.

Richterin: Meta verletzte elterliche Rechte

Gonzalez Rogers stellte fest: Meta habe seine gesetzlichen Pflichten nicht erfüllt, Eltern zu benachrichtigen und ihre Einwilligung einzuholen. In diesem Punkt gab sie den Bundesstaaten recht.

Meta bestreitet die Vorwürfe und betont, die Sicherheit junger Nutzer ernst zu nehmen. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta sieht das anders: Die Entscheidung sei ein bedeutender Sieg im Kampf, Tech-Konzerne für den Schutz Jugendlicher zur Verantwortung zu ziehen.

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Prozessstart im August – weitreichende Folgen

Der Auftakt für die Bundesstaaten Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey ist für den 18. August 2026 angesetzt. Das Verfahren ist Teil eines größeren juristischen Komplexes: Die Richterin beaufsichtigt mehr als 2.600 weitere Klagen – nicht nur gegen Meta, sondern auch gegen Google, YouTube, Snapchat und TikTok.

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Die Aktie von Meta schloss am Tag der Entscheidung mit einem leichten Plus von 0,12 Prozent bei 563,29 US-Dollar. Das Gericht sieht ausreichend strittige Fragen, die eine Entscheidung durch eine Jury nötig machen.

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