NetNut-Botnetz, FBI

NetNut-Botnetz: FBI und Google kappt zwei Millionen GerÀte

05.07.2026 - 20:37:25 | boerse-global.de

FBI und Google zerschlagen das NetNut-Botnetz. Die Aktie der Muttergesellschaft Alarum Technologies bricht um ĂŒber 70 Prozent ein.

Alarum-Aktie stĂŒrzt nach FBI-Schlag gegen NetNut-Botnetz ab
NetNut-Botnetz - Ein stilisiertes digitales Netzwerk, das von abstrakten KrĂ€ften durchtrennt wird, symbolisiert die Zerschlagung eines Botnetzes. 05.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Eine koordinierte Aktion von FBI und Google hat den Proxy-Dienst NetNut lahmgelegt – und die Muttergesellschaft Alarum Technologies in eine handfeste Krise gestĂŒrzt. Die Aktie des israelischen Unternehmens verlor am Sonntag rund 71 Prozent an Wert.

Behörden zerschlagen millionenschweres Botnetz

Am 3. Juli 2026 griffen die US-Bundespolizei FBI und Google gemeinsam durch: Sie beschlagnahmten hunderte Domains und kappten den Zugriff auf mehr als zwei Millionen private EndgerĂ€te. Die Ermittler werfen dem Netzwerk vor, Smart-TVs, Streaming-Boxen und Android-GerĂ€te ohne Wissen der Besitzer fĂŒr den Proxy-Dienst zweckentfremdet zu haben.

Laut den Ermittlungen steht der Dienst in Verbindung mit dem sogenannten Popa-Botnet. Allein in einer Woche im Juni 2026 sollen rund 316 Bedrohungscluster das NetNut-Netzwerk genutzt haben. Google reagierte umgehend: Die betroffenen Konten wurden deaktiviert, der Play-Protect-Sicherheitsdienst aktualisiert, um infizierte Android-GerĂ€te zu schĂŒtzen.

Milliardenverlust an der Börse

Anzeige

Das NetNut-Botnetz wurde zerschlagen – doch ĂŒber zwei Millionen GerĂ€te sind noch infiziert. PrĂŒfen Sie jetzt, ob Android-GerĂ€te in Ihrem Netz betroffen sind. Der kostenlose Erkennungsleitfaden zeigt, wie. Kostenlosen Erkennungsleitfaden anfordern

Die Folgen fĂŒr Alarum Technologies waren dramatisch. Am 5. Juli stĂŒrzte die Aktie an der Tel Aviver Börse (TASE) um 71,3 Prozent ab. Die Marktkapitalisierung schrumpfte auf umgerechnet rund 14 Millionen Euro. Auch an der US-Technologiebörse Nasdaq gab es massive Kursverluste.

Bereits einen Tag zuvor hatte Alarum den Betrieb der betroffenen Netze vorĂŒbergehend eingestellt. CEO Shachar Daniel sprach von einer Vorsichtsmaßnahme, die die VerfĂŒgbarkeit des Dienstes erheblich einschrĂ€nke. Das Unternehmen kooperiere mit den Ermittlungen und arbeite an der Wiederherstellung des Normalbetriebs.

Anzeige

Ihre Android-GerĂ€te könnten Teil eines Botnetzes sein – ohne Ihr Wissen. Mit der Checkliste im Erkennungsleitfaden identifizieren Sie infizierte Endpunkte in wenigen Minuten. Checkliste per E-Mail sichern

Sicherheitsexperten schlagen Alarm

IT-Sicherheitsteams sind nun aufgefordert, nach spezieller Android-Malware zu suchen, die fĂŒr die unbefugten Proxy-Verbindungen genutzt wurde. Die Lage ist ernst: Der Börsenwert von Alarum liegt inzwischen rund 96 Prozent unter dem Höchststand. Ob das Unternehmen sich von diesem Schlag erholen kann, ist mehr als fraglich.

de | wissenschaft | 69699649 |