Niedriger Blutdruck: Verdreifachtes Alzheimer-Risiko bestÀtigt
15.06.2026 - 16:51:22 | boerse-global.de
Das zeigt eine Analyse von 800.000 DatensÀtzen, die im Juni 2026 im Journal of the American Heart Association erschienen ist.
Damit liegt der Faktor deutlich höher als bei Bluthochdruck. Der steigert das Risiko um den Faktor 1,6. Nach SchlaganfÀllen steigt es um das 1,5- bis 1,85-fache. Fachleute vermuten einen chronischen Sauerstoffmangel im Gehirn als Ursache.
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Morgendlicher Blutdruckanstieg wird zur Gefahr
Besonders kritisch: der Blutdruckanstieg zwischen 6 und 9 Uhr bei Menschen ĂŒber 60. Etwa 30 Prozent der ĂŒber 65-JĂ€hrigen entwickeln zudem eine orthostatische Hypotonie.
Die Leopoldina zeigt parallel: Rund 36 Prozent der DemenzfÀlle in Deutschland wÀren durch die Beeinflussung von zwölf Risikofaktoren vermeidbar. Eine Senkung der Inzidenz um 15 Prozent könnte bis 2050 rund 170.000 Neuerkrankungen verhindern.
Rote Bete und Atemarbeit gegen Bluthochdruck
Die University Exeter liefert neue AnsĂ€tze zur PrĂ€vention. Probanden ĂŒber 60, die zwei Wochen lang zweimal tĂ€glich Rote-Bete-Saft tranken, zeigten verbesserte Blutdruckwerte. Mundbakterien wandeln das enthaltene Nitrat in Stickstoffmonoxid um.
Eine Langzeitanalyse mit 54.000 Erwachsenen ĂŒber 23 Jahre bestĂ€tigt den Effekt: TĂ€glich 60 Milligramm pflanzliches Nitrat â etwa eine Tasse Spinat â senkt das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 15 Prozent. Bei peripheren Arterienerkrankungen waren es sogar 26 Prozent.
Eine Metaanalyse im European Journal of Preventive Cardiology vom Juni 2026 zeigt zudem: Gezielte Atemarbeit kann Àhnlich auf Ruhepuls und Blutdruck wirken wie Ausdauersport.
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Kaffee: Die Grenze liegt bei fĂŒnf Tassen
Bis zu fĂŒnf Tassen Kaffee pro Tag sind unbedenklich. Anders sieht es bei Menschen mit Bluthochdruck ĂŒber 160/100 mmHg aus: Hier sollte der Konsum auf maximal eine Tasse beschrĂ€nkt bleiben. Sonst verdoppelt sich das Risiko eines Herztodes.
Eine Untersuchung aus 2019 mit 347.000 Teilnehmern hatte bereits gezeigt: Mehr als sechs Tassen tĂ€glich erhöhen das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 22 Prozent.
Industrielle Konservierungsstoffe wie E250 und E330 können das Hypertonie-Risiko um bis zu 29 Prozent steigern.
Alkoholkonsum in Deutschland rĂŒcklĂ€ufig
Der Pro-Kopf-Konsum sank von 11,7 Litern (2012) auf 10,5 Liter (2024). Dennoch sterben jĂ€hrlich mehr als 40.000 Menschen an den Folgen von Alkoholmissbrauch. Die Alkoholsteuer spĂŒlt knapp drei Milliarden Euro in den Bundeshaushalt.
Mitte Juni 2026 schlugen Unionspolitiker vor, deutschen Wein durch eine spezifische Kennzeichnung sichtbarer zu machen â etwa schwarz-rot-goldene Deckel nach österreichischem Vorbild. Ziel: die heimische Weinwirtschaft fördern.
Neue Wirkstoffe gegen Alzheimer
In der Forschungspipeline befinden sich 158 Wirkstoffe gegen Alzheimer. Die Ziele verschieben sich: Vor zehn Jahren zielte ein Drittel auf Amyloid-Ablagerungen ab, heute sind es nur noch 20 Prozent. Der Fokus liegt jetzt auf Neurotransmittern (24 Prozent), Tau-Proteinen (20 Prozent) und EntzĂŒndungsprozessen (18 Prozent). Rund 35 Prozent der Projekte setzen auf Repurposing â die Umwidmung bestehender Medikamente wie Metformin.
FĂŒr Donanemab tritt ab dem 1. Juli eine neue VergĂŒtungsregelung in Kraft. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) vermisste zwar einen Beleg fĂŒr einen Zusatznutzen. In einem Beschluss vom 11. Juni ermöglichte der G-BA zudem den Off-Label-Use von Ivabradin und Metformin gegen Long-COVID-Symptome.
Zur Diagnostik stellte das DZNE eine App vor. In Tests mit 202 Erwachsenen erkannte sie kognitive Verschlechterungen prÀziser als herkömmliche Kliniktests.
