Omega-3 aus Fermentation: SCU will Herstellungskosten um 50 Prozent senken
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 09:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deEin Forschungsprojekt an der Southern Cross University (SCU) am australischen Campus Lismore verfolgt das Ziel, die Herstellungskosten von Omega-3-NahrungsergÀnzungsmitteln drastisch zu senken. Unter der Leitung von Prof. Dirk Erler aus der Faculty of Science and Engineering soll der Produktionsaufwand halbiert werden.
Ziel der wissenschaftlichen Initiative ist es, entsprechende PrĂ€parate fĂŒr Schwangere und SĂ€uglinge in einkommensschwachen LĂ€ndern bezahlbar und breit verfĂŒgbar zu machen, wie Berichte vom 20. Oktober 2026 hervorheben.
Alternative zu Fischöl durch PrÀzisionsfermentation
Omega-3-PrĂ€parate basieren traditionell hĂ€ufig auf Fischöl, was mit ökologischen Herausforderungen und hohen Kosten einhergeht. Die Forschenden verfolgen daher einen mikrobiologischen Ansatz: Anstelle von Fischöl werden Omega-3-produzierende Meeresmikroorganismen â sogenannte Thraustochytriden â mittels PrĂ€zisionsfermentation kultiviert.
Um den wirtschaftlichen Aufwand im Fermentationsprozess entscheidend zu senken, setzt das Vorhaben bei den NĂ€hrböden an. Anstelle teurer industrieller Feedstocks nutzt das Team Nebenprodukte aus der Landwirtschaft und der Lebensmittelverarbeitung als alternative Zuckerquellen. Ăber diesen Verwertungsansatz strebt das Projekt eine Kostensenkung von mindestens 50% bei der Herstellung an.
Gesundheitliche Bedeutung fĂŒr FrĂŒhgeborene und MĂŒtter
Die ausreichende Versorgung mit Omega-3-FettsĂ€uren ist fĂŒr die frĂŒhkindliche Entwicklung essenziell. Insbesondere DocosahexaensĂ€ure (DHA) reichert sich im dritten Trimester der Schwangerschaft in signifikanten Mengen im Gehirn und in der Retina des Fötus an.
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Zugleich ist eine gezielte Omega-3-Supplementierung wĂ€hrend der Schwangerschaft mit einem reduzierten Risiko fĂŒr FrĂŒhgeburten assoziiert. Vor dem Hintergrund, dass weltweit jĂ€hrlich rund 1 von 10 Babys zu frĂŒh geboren wird, kommt einer flĂ€chendeckenden Versorgung erhebliche gesundheitspolitische Relevanz zu. In ressourcenarmen Regionen bleibt der Zugang zu derartigen NĂ€hrstoffen aufgrund der bisherigen Marktpreise jedoch oftmals verwehrt.
Internationale Kooperation mit Förderung der Gates-Stiftung
Finanziert wird das Vorhaben durch die erste Förderzusage der Gates-Stiftung an die Southern Cross University. Die Laufzeit des Projekts ist auf 18 Monate angesetzt.
Neben der Supplementierung spielt die tĂ€gliche ErnĂ€hrung eine entscheidende Rolle fĂŒr die PrĂ€vention von EntzĂŒndungen und chronischen Beschwerden. Erfahren Sie in diesem Gratis-Leitfaden, welche zwölf Lebensmittel wie natĂŒrliche EntzĂŒndungs-Killer wirken können. Kostenlosen PDF-Ratgeber zur ErnĂ€hrung sichern
Das Vorhaben stĂŒtzt sich auf ein breit aufgestelltes Team: Neben Projektleiter Prof. Dirk Erler sind an der SCU auch Dr. Nedeljka Rosic, Dr. Shane McIntosh, Dr. Jasmine Haskell und Michael Ingram an den Arbeiten beteiligt.
Auf internationaler Ebene kooperiert das Team mit Prof. Munish Puri von der Massey University in Neuseeland. Das biotechnologische Vorhaben zur kosteneffizienten Produktion ohne Fischöl wurde neben Fachmedien wie labnews.ai und regionalen Portalen am 19. Oktober 2026 auch ĂŒber prnewswire.com öffentlich kommuniziert.
