Planetary Health Diet: 15 Millionen Todesfälle pro Jahr vermeidbar
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 00:28 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Bis 2050 könnte der Viehbestand um 42 Prozent schrumpfen.
Weniger Tiere, mehr Gemüse
Die in Nature veröffentlichte Untersuchung modelliert die Folgen einer weltweiten Umstellung auf die „Planetary Health Diet“. Das internationale Forscherteam – unter Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) – rechnet mit rund 400 Millionen weniger Wiederkäuern im Vergleich zu 2020.
Die globale Agrarfläche würde um 6 bis 9 Prozent schrumpfen. Weideflächen verschwänden massiv, Raum für Aufforstung entstünde. Der Produktionswert der Tierhaltung bräche um etwa 60 Prozent ein. Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte legten dagegen um 23 bis 25 Prozent zu.
Klima profitiert enorm
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Die ökologischen Effekte sind beeindruckend: Die Netto-CO2-Emissionen aus der Landnutzung könnten um bis zu 76 Prozent sinken. Bei Methan und Lachgas erwarten die Forscher eine Reduktion um ein Drittel.
Besonders die Viehzucht zeigt Potenzial: Hier ließen sich die Treibhausgasemissionen um 85 Prozent senken. Die Gesamtproduktion der Landwirtschaft läge zwar rund 17 Prozent niedriger als im Business-as-usual-Szenario. Doch die ökologische Entlastung wiegt schwerer.
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Die Umstellung hätte auch humanitäre Folgen: Bis zu 15 Millionen vorzeitige Todesfälle pro Jahr ließen sich vermeiden. Die Forscher betonen jedoch: Der Wandel kommt nicht von allein.
Die Studie unterstreicht den Bedarf an proaktiver Agrarpolitik. Gezielte Steuerungsinstrumente müssten den Umbau der Betriebe unterstützen und Anreize für pflanzliche Produktion schaffen. Eine bloße Marktanpassung ohne politische Flankierung reiche nicht aus.
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