Protein-Empfehlung, DGE

Protein-Empfehlung der DGE: 0,8 Gramm pro Kilo reicht aus

04.07.2026 - 17:32:03 | boerse-global.de

Unilever bringt Elektrolyt-Pulver nach Deutschland, während die Branche zwischen Expansion und Insolvenz schwankt.

Unilever startet Liquid I.V. Vertrieb im deutschen Supplement-Markt
Protein-Empfehlung - Eine Auswahl an veganen Proteinpulvern und Nahrungsergänzungsmitteln in modernen Verpackungen, arrangiert auf einer hellen Oberfläche. 04.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

V. in den deutschen Supplement-Markt. Der Konsumgüterriese vertreibt das Elektrolyt-Pulper jetzt über Online-Plattformen in Deutschland. Ziel: am wachsenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel mitverdienen.

Die Branche zeigt ein gespaltenes Bild. Während der Münchner Start-up Vetain auf Expansionskurs ist und Personal sucht, musste das Hamburger Unternehmen Kale&Me Insolvenz anmelden. Der Geschäftsbetrieb läuft zwar weiter, doch Investoren werden dringend gesucht.

Proteinpulver wird zum Luxusgut

Seit Mitte 2023 steigen die Preise für Proteinpulver auf bis zu 50 Euro pro Kilo. Fachhändler berichten von einer erstaunlich breiten Käuferschicht – die Altersspanne reicht von 16 bis 80 Jahren.

Klassische Proteine bekommen zudem Konkurrenz. Die Maca-Pflanze aus den Anden wird als Alternative zu etablierten Sportler-Produkten gehandelt. Ihr werden Effekte auf Ausdauer und Energie zugeschrieben. Fachleute bremsen den Hype jedoch: Die Datenlage sei dünn, besonders im Vergleich zu lang erforschten Stoffen wie Kreatin. Oft wird Maca mit der Aminosäure L-Arginin kombiniert.

Social Media treibt neue Trends

Fibermaxxing heißt der neue Trend in sozialen Netzwerken. Ballaststoffreiche Ernährung mit Hülsenfrüchten wie Ackerbohnen, Süßlupinen und Sojabohnen steht im Fokus. Auch sättigungsfördernde Getränke auf Gelatine-Basis machen die Runde.

Ernährungsexperten stellen klar: Solche Methoden haben keine fettverbrennende Wirkung. Sie seien nicht mit medizinischen Abnehmpräparaten vergleichbar.

Was Experten wirklich empfehlen

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Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 0,8 Gramm Protein pro Kilo Körpergewicht täglich. Für Menschen über 60 steigt der Wert auf 1,0 Gramm. In der Praxis liegt der Konsum in Deutschland oft deutlich darüber.

Langlebigkeitsforscher Valter Longo warnt vor den Risiken übermäßigen Proteinkonsums – besonders bei tierischen Quellen. Sein Rat: lieber zu pflanzlichen Proteinen greifen.

Ein weiterer wichtiger Impuls kommt von der EAT-Lancet-Kommission. Deren Update der Planetary Health Diet vom Oktober 2025 empfiehlt eine Ernährung, die zu rund 80 Prozent auf pflanzlicher Energie basiert. Ziel: die Treibhausgasemissionen der Nahrungsmittelproduktion senken.

Die Mogelpackung im Regal

Verbraucherschützer kritisieren sogenannte High-Protein-Produkte scharf. Diese seien oft reines Marketing und deutlich teurer als herkömmliche Lebensmittel. Ein Protein-Porridge kann ein Vielfaches von normalen Haferflocken kosten – für den Normalverbraucher ohne physiologischen Mehrwert.

Neue Kontrollen für den Onlinehandel

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Mit dem Marktwachstum steigen auch die Risiken. Ein Praxischeck des Bundeswirtschaftsministeriums schlägt schärfere Kontrollen vor. Digitale Produktpässe und Webcrawler sollen die Sicherheit von Importen verbessern.

Hintergrund: Nach Hitzewellen Ende Juni häuften sich betrügerische Online-Angebote für Klimageräte. Das hat die Sensibilität für Sicherheitsfragen im E-Commerce deutlich erhöht.

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