PTBS, Depression

PTBS und Depression: Deep TMS zeigt 83,5% Ansprechrate

29.06.2026 - 22:31:08 | boerse-global.de

Neue Studien belegen hohe Wirksamkeit von Neurostimulation und Akupunktur bei PTBS und Depressionen.

PTBS-Therapie: Deep TMS und Akupunktur zeigen neue Erfolge
PTBS - Eine Hand setzt eine Akupunkturnadel in das Ohr einer Person, symbolisch für Traumatherapie und traditionelle chinesische Medizin. 29.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Gleich zwei aktuelle Studien aus dem Juni 2026 zeigen vielversprechende Ansätze – von hochentwickelter Neurostimulation bis zur Jahrtausende alten Akupunktur.

Deep TMS zeigt hohe Ansprechraten in Praxisstudie

Das Unternehmen Brainsway Ltd. veröffentlichte heute neue Real-World-Daten zur Deep Transkraniellen Magnetstimulation (Deep TMS). An der retrospektiven Studie nahmen 462 Patienten in elf Zentren teil – alle litten gleichzeitig an PTBS und einer schweren depressiven Störung.

Die Ergebnisse sind beachtlich: 83,5 Prozent der Patienten sprachen auf die PTBS-Behandlung an. Gemessen wurde das an einer Reduktion des PCL-5-Scores um mindestens 50 Prozent. Bei der depressiven Symptomatik lag die Ansprechrate bei 66,6 Prozent, die Remissionsrate bei 27,3 Prozent.

Einziger Wermutstropfen: Für die spezifische Anwendung mit den H1- und H7-Spulen bei dieser Indikation gibt es noch keine finale FDA-Zulassung.

Akupunktur: Forscher entschlüsseln Wirkmechanismus

Parallel zur technischen Neurostimulation macht auch die traditionelle Medizin Fortschritte. Eine gestern veröffentlichte Maus-Studie untersuchte die biologischen Effekte der Elektroakupunktur. Die Forscher stimulierten die Punkte ST36 und ST25 – mit klarem Ergebnis: Die Behandlung reduzierte Entzündungsmarker signifikant und verbesserte die Integrität biologischer Barrieren.

Der Mechanismus läuft offenbar über den PPAR?/NF-?B-Signalweg. Zudem stellte sich das immunologische Gleichgewicht zwischen Th17- und Treg-Zellen wieder her. Zwar wurde die Studie an Mäusen mit chronischen Darmentzündungen durchgeführt – die Erkenntnisse zur systemischen Entzündungsregulation könnten aber auch für stressassoziierte Erkrankungen relevant sein.

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Die neue Real-World-Studie zeigt: 83,5% der PTBS-Patienten sprechen auf Deep TMS an. Doch nicht jede Klinik bietet die Behandlung an, und die FDA-Zulassung steht noch aus. Unser kostenloser Guide hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen. Jetzt Guide anfordern

Trauma verstehen: Was steckt hinter PTBS?

Prof. Dr. Roland Weierstall-Pust erklärte gestern in einem Fachgespräch die Grundlagen: Ein Trauma ist eine seelische Verletzung durch bedrohliche Ereignisse wie Gewalt, Unfälle oder Katastrophen. Auch psychische Gewalt und frühe Kindheitstraumata können tiefgreifende Folgen haben.

Typische Symptome sind aufdringliche Erinnerungen (Intrusionen) und ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Bei langanhaltenden traumatischen Erfahrungen kann sich eine komplexe PTBS entwickeln. Die Therapie braucht dann meist einen multidisziplinären Ansatz.

Körper und Geist: Ergänzende Therapieangebote

Neben hochtechnischen Verfahren gewinnen körperorientierte und kreative Ansätze an Bedeutung. Zwischen Ende Juni und Anfang Juli starten mehrere Programme:

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  • Yin Yoga und Klangheilung: Ein Workshop in Hamburg mit maximal 14 Plätzen. Ähnliche Angebote mit nepalesischen Klangschalen gibt es in Gorinchem.
  • Kunsttherapie: Ein Workshop am 4. Juli in Aachen nutzt experimentelles Arbeiten zur Aufarbeitung biografischer Spuren.
  • Beckenboden und Tanz: Spezielle Kurse unter Leitung von Claudia Lizarazo und Deike Damas ergänzen das Angebot.
  • Aromapflege: Fortbildungen am Klinikum am Weissenhof thematisieren ätherische Öle in der Pflege.

Der Trend ist klar: Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass physiologische Stabilisierung und psychotherapeutische Impulse Hand in Hand gehen müssen.

de | wissenschaft | 69655589 |