Rapsöl: DGE und BfR widerlegen Krebsrisiko-Mythen
02.06.2026 - 13:40:01 | boerse-global.deIn sozialen Medien kursieren seit Wochen Behauptungen über angebliche Gesundheitsrisiken durch den Konsum von Rapsöl. Experten wie Matthias Riedl und Hans Hauner widersprechen diesen Darstellungen nun deutlich.
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Den Fachleuten zufolge gibt es keine wissenschaftlichen Belege für ein erhöhtes Krebsrisiko oder entzündungsfördernde Wirkung. Ernährungswissenschaftler verweisen stattdessen auf das günstige Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren sowie den hohen Anteil an Vitamin E und ungesättigten Fettsäuren.
Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sieht kein erhöhtes Risiko. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ergänzt: Moderne Rapssorten enthalten kaum noch Erucasäure. Im Vergleich zu Butter oder Kokosfett punktet Rapsöl mit einer vorteilhafteren Zusammensetzung gesättigter Fettsäuren und gilt als hitzestabil.
Low-Fat-Dogma wackelt
Parallel zur Öl-Debatte geraten jahrzehntealte Ernährungsleitlinien ins Wanken. Der Wissenschaftler Sven-David Müller und der Fachverband FEBPH kritisieren die seit den 1970er-Jahren verbreiteten Low-Fat-Empfehlungen. Ihre These: Diese haben die Verbreitung von Fettlebererkrankungen und Diabetes Typ 2 eher begünstigt.
Auch bei Eiern zeigt sich eine Kehrtwende. Die DGE empfahl bisher maximal ein Ei pro Woche. Die PROSPERITY-Studie aus dem Jahr 2024 deutet jedoch darauf hin, dass kein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen besteht. Kritiker sehen die bisherigen Beschränkungen daher eher als ökologisch motiviert – nicht als medizinische Notwendigkeit.
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Glutenfreie Ernährung? Für gesunde Menschen ohne Unverträglichkeit wenig sinnvoll. Sie kann sogar zu Nährstoffdefiziten führen.
Bier-Reste als Proteinquelle
In der Gemeinschaftsverpflegung tut sich ebenfalls etwas. Universitäten setzen seit dem Frühjahr auf eine neue pflanzliche Proteinbasis – aus Biertreber. Das Produkt ersetzt bisherige Soja-Alternativen.
Das Studierendenwerk Bielefeld hat durchgerechnet: Pro 1000 Portionen lassen sich rund 640 Kilogramm CO2-Äquivalente einsparen. Das Food-Upcycling-Konzept zeigt: Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung müssen kein Widerspruch sein.
Aktuelle Initiativen für Juni 2026 setzen auf Buddha Bowls, veganes Biryani und Falafel-Varianten – oft kombiniert mit frischen Smoothies.
Kreatin für den Kopf
Die Bedeutung der Ernährung reicht bis in spezialisierte medizinische Bereiche. In Thüringen informieren Zahnärztinnen wie Anja Kulick und Shirin Nikkhah-Shirazi seit Anfang Juni über den Zusammenhang zwischen Kost und Entzündungshemmung. Empfohlen werden kauintensive Nahrungsmittel und Intervallfasten.
Spannend: Eine Studie des Forschungszentrums Jülich aus dem Jahr 2024 belegt, dass tägliches Kreatin nicht nur den Muskelaufbau fördert – sondern auch die kognitive Leistungsfähigkeit bei Schlafentzug verbessert. Experten raten zu drei bis fünf Gramm täglich. Höhere Dosen können Wassereinlagerungen oder Verdauungsbeschwerden auslösen.
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