Reflux: ErnÀhrung schlÀgt Medikamente mit 81-Prozent-Erfolg
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 13:50 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Bis zu 80 Prozent der Menschen sind laut Dr. Matthias Riedl unzureichend mit Omega-3-FettsÀuren versorgt. Der ErnÀhrungsmediziner betont: Kein einzelnes Lebensmittel liefert alle benötigten Varianten ALA, EPA und DHA in ausreichender Menge.
Hochverarbeitete Lebensmittel hinterlassen Spuren im Blut
Die EPIC-Studie unter Leitung von Dr. Jessica Blanco-LĂłpez untersuchte 15.200 Teilnehmer. Ergebnis: Ein hoher Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln erzeugt eine charakteristische âFettsignaturâ im Blut. Die Forscher fanden niedrigere DHA-Werte und mehr industrielle TransfettsĂ€uren. Insgesamt identifizierten sie ZusammenhĂ€nge mit 22 Stoffwechselprodukten und acht FettsĂ€uren.
Die praktische Umsetzung zeigt sich selbst in der Luftfahrt. Bei der neuen Lufthansa-Business-Class wurden HĂŒlsenfrĂŒchte wie Bohnen und Linsen gestrichen â trotz ihres NĂ€hrwerts. Grund: UnvertrĂ€glichkeiten wĂ€hrend des Fluges vermeiden.
Jo-Jo-Effekt: Alte Ăngste neu bewertet
Forscher der ETH ZĂŒrich fanden epigenetische Markierungen in Fettzellen, die zwei Jahre nach Gewichtsabnahme nachweisbar bleiben. Prof. Faidon Magkos vom DZD ordnet ein: Moderate Gewichtsschwankungen sind nicht schĂ€dlicher als dauerhaftes Ăbergewicht.
Eine norwegische Studie mit 284 Teilnehmern relativiert die Angst vor schnellem Gewichtsverlust. Die Gruppe mit sehr niedriger Kalorienzufuhr verlor nach zwölf Monaten 14,4 Prozent â die langsamere Gruppe 10,5 Prozent. Ein verstĂ€rkter Jo-Jo-Effekt blieb aus.
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Experten raten weiterhin zu langsamer Abnahme mit moderatem Kaloriendefizit, ausreichend Protein und Bewegung.
Reflux: ErnÀhrung schlÀgt Medikamente
Die UniversitĂ€t Paris-Saclay verglich in JAMA verschiedene Reflux-Therapien. Eine eiweiĂreiche, fett- und zuckerarme ErnĂ€hrung plus Stressreduktion erzielte 81 Prozent Ansprechrate. Klassische Medikamente schnitten schlechter ab: Protonenpumpenhemmer erreichten 56,3 Prozent, Antazida 74,1 Prozent.
Abnehmspritzen: Wirksam, aber mit Nebenwirkungen
Eine Meta-Analyse im BMJ wertete ĂŒber 200 Studien aus. Tirzepatid fĂŒhrt zu etwa 15 Prozent Gewichtsverlust, Semaglutid zu rund 10 Prozent. Die Kehrseite: mehr Nebenwirkungen im Verdauungstrakt. FĂŒr keines der Medikamente lieĂ sich eine Verbesserung der allgemeinen LebensqualitĂ€t nachweisen.
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KompressionsstrĂŒmpfe: Hilfreich, aber kein Wundermittel
Prof. Dr. Christiane Tiefenbacher von der Deutschen Herzstiftung stellt klar: KompressionsstrĂŒmpfe senken nicht den Blutdruck. Bei VenenschwĂ€che und langem Stehen sind sie klinisch wertvoll â eine prĂ€ventive Wirkung gegen Bluthochdruck ist jedoch nicht belegt.
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