Rückenschmerzen, Studie

Rückenschmerzen im Alter: 86% der über 65-Jährigen betroffen

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 00:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studie belegt: Regelmäßiges Krafttraining reduziert das Sterberisiko bei über 65-Jährigen um bis zu 19 Prozent.

Rückenschmerzen bei Senioren: Krafttraining senkt Sterberisiko
Nahaufnahme einer menschlichen Wirbelsäule, die altersbedingte Abnutzung und Arthrose zeigt, mit einem Fokus auf Schmerzbereiche. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Arthrose, Osteoporose und Muskelabbau sind die Hauptursachen für Rückenschmerzen im Alter. Mediziner betonen: Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend.

Kniearthrose: Jeder Zehnte über 60 ist betroffen

Ab dem 60. Lebensjahr nimmt die Betroffenheit drastisch zu. Jede zweite Frau und jeder dritte Mann in dieser Altersgruppe hat Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule. Rund zehn Prozent der über 60-Jährigen leiden unter Kniearthrose.

In Deutschland werden jährlich etwa 170.000 künstliche Kniegelenke implantiert. Experten warnen: Gezielte Dehnübungen und konservative Maßnahmen könnten viele Operationen vermeiden. Fachärzte unterscheiden zwischen rheumatoider Arthritis, Arthrose und Polymyalgia rheumatica.

Krafttraining senkt Sterberisiko um 19 Prozent

Regelmäßige Bewegung ist der Schlüssel zur Langlebigkeit. Eine Studie im British Journal of Sports Medicine mit 147.000 Probanden belegt: 90 bis 120 Minuten Krafttraining pro Woche senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Tod um 19 Prozent. Bei neurologischen Erkrankungen liegt der Wert sogar bei 27 Prozent.

Jährlich stürzen etwa 30 Prozent der über 65-Jährigen. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) empfiehlt eine Kombination aus Ausdauer- und Kraftsport. Die WHO rät zu 150 bis 300 Minuten moderater Aktivität pro Woche, plus zwei Tagen Krafttraining.

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Entzündungshemmende Ernährung als Therapiepfeiler

Neben Bewegung spielt die Ernährung eine zentrale Rolle. Dr. Wolfgang Feil betont: Omega-3-Fettsäuren und ballaststoffreiche Kost sind essenziell. Auch Kollagen aus Knochenbrühe kann den Gelenkerhalt unterstützen.

Zucker, Weißmehl, Transfette und Omega-6-haltige Öle sollten dagegen minimiert werden. Gelenkschonende Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen ergänzen die Ernährungsumstellung ideal.

Medikamente: „Start low, go slow“ bei Senioren

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Bei akuten Schmerzen helfen Wärme- oder Kälteanwendungen sowie Physiotherapie. In der medikamentösen Therapie gilt für Patienten ab 65 Jahren das Prinzip „start low, go slow“. Besonders bei nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) ist Vorsicht geboten.

Warnsignale wie Taubheitsgefühle, Fieber oder unerklärter Gewichtsverlust in Kombination mit Rückenschmerzen erfordern sofortige ärztliche Abklärung. Langfristiges Ziel jeder Behandlung: die Wiederherstellung der Alltagsergonomie und die Kräftigung der stützenden Muskulatur.

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