Ryzen, AMD

Ryzen 9000: AMD reaktiviert Speicherverschlüsselung im Juli

20.06.2026 - 16:35:25 | boerse-global.de

AMD stellt die Speicherverschlüsselung für Ryzen-9000-CPUs nach Kundenprotesten wieder her. Ein BIOS-Update im Juli 2026 soll das Sicherheitsniveau angleichen.

AMD Ryzen 9000: TSME-Verschlüsselung kehrt per BIOS-Update zurück
Ryzen - Close-up of an AMD Ryzen central processing unit (CPU) chip, illuminated with red and orange light on a dark surface. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Nach heftiger Kritik aus der Hardware-Community kehrt die Speicherverschlüsselung per BIOS-Update zurück.

AMD hat bestätigt, dass die Transparent Secure Memory Encryption (TSME) – auch als Memory Guard bekannt – auf den Consumer-Prozessoren der Ryzen-9000-Serie wieder aktiviert wird. Ein BIOS-Update soll im Juli 2026 erscheinen. Das Unternehmen reagiert damit auf massive Kritik, nachdem die Funktion im April 2026 durch ein Firmware-Update deaktiviert worden war.

Die Wiederherstellung betrifft alle Non-PRO Ryzen-9000-CPUs. Während die Ryzen-PRO-Modelle von den damaligen Änderungen verschont blieben, holen die Consumer-Varianten nun auf. Damit gleicht AMD das Sicherheitsniveau an die Konkurrenz an – Intels TME-MK ist auf Core-Prozessoren bereits verfügbar.

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Neue Prozessoren und Leistungssprünge

Der Schritt erfolgt parallel zur Expansion der High-End-Desktop-Reihe. Bereits im Januar 2026, auf der CES, stellte AMD den Ryzen 7 9850X3D vor. Der Achtkerner mit 16 Threads taktet mit bis zu 5,6 GHz – 400 MHz mehr als sein Vorgänger 9800X3D.

Bei einer thermischen Verlustleistung (TDP) von 120 Watt verspricht der chip rund sieben Prozent mehr Gaming-Leistung als frühere Modelle. Die Auslieferung sollte im ersten Quartal 2026 beginnen. Ebenfalls im Januar skizzierte AMD Pläne für sockelbare Ryzen-AI-400-Mobilchips für Desktop-Systeme, die im zweiten Quartal erwartet werden.

Im High-End-Mobilsegment zeigte das Unternehmen neue Varianten der Strix-Halo-Architektur – konkret den Ryzen AI Max Plus 388 und 392. Diese Chips sollen leistungsstarke Systeme unter die 2.000-Dollar-Marke bringen. Branchenbeobachter sehen die Serie als direkten Konkurrenten zu Intels Panther-Lake-Architektur.

Preise purzeln im Sommer

Der Handel zeigt sich derzeit mit deutlichen Preisnachlässen. Mitte Juni 2026 lockten erste Prime-Day-Angebote mit 15 Prozent Rabatt auf die unverbindliche Preisempfehlung des Ryzen 9 9900X3D. Der Zwölfkerner mit 24 Threads basiert auf der Zen-5-Architektur, verfügt über 140 MB Cache und erreicht bis zu 5,5 GHz.

Systemintegratoren legen nach: Am 20. Juni 2026 gewährten Händler Rabatte von bis zu 400 Euro auf fertige Gaming-PCs mit Ryzen 7 9800X3D und High-End-Grafikkarten mit GDDR7-Speicher. Andere Bundles in der dritten Juniwoche kombinieren Mainboards mit 32 GB DDR5-RAM – ein Lockangebot für Selbstbauer.

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Alte Hardware im neuen Glanz

Trotz der Neuerscheinungen beobachten Marktanalysten ein Comeback älterer Komponenten. Steigende Preise für Speicher und SSDs treiben Käufer zurück zur Vorgängergeneration. AMD hat den Ryzen 7 5800X3D in ausgewählten Märkten zu Preisen über 300 Euro neu aufgelegt, um die Nachfrage zu bedienen.

Zen 6: Sieben Gigahertz als Zielmarke

Interne Dokumente aus diesem Jahr deuten auf ambitionierte Ziele für die kommende Zen-6-Architektur hin. Mindestens ein Produkt in der Pipeline soll einen Takt von 7 GHz anpeilen.

Technisch setzt Zen 6 auf TSMCs 2-Nanometer-Fertigungsverfahren. Die Architektur soll 12-Kern-CCDs (Core Complex Dies) erhalten – ein Plus von 50 Prozent an Kerndichte gegenüber aktuellen Designs. Ein neuer I/O-Die mit Bridge-Die-Interconnect und Unterstützung für deutlich höhere DDR5-Speichertaktraten ist ebenfalls geplant.

de | wissenschaft | 69591091 |