Salz in Laugenstangen: Schon mehr als 1 Gramm kann den Blutdruck belasten
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 23:30 Uhr | Redaktion boerse-global.deVerbraucherschutz- und Gesundheitsquellen warnen vor den Risiken eines zu hohen Salzgehalts in alltĂ€glichen Lebensmitteln sowie in VorrĂ€ten fĂŒr KrisenfĂ€lle. Neben beliebten Zwischenmahlzeiten wie frischem LaugengebĂ€ck enthalten auch viele Fertigprodukte und Notfallmahlzeiten erhebliche Mengen an Speisesalz. FĂŒr vorerkrankte Menschen kann ein unbedachter Konsum zu einem kritischen Anstieg des Blutdrucks fĂŒhren.
Hohe Salzwerte in LaugengebÀck und Backwaren
Im Alltag unterschĂ€tzen viele Verbraucher die Salzmenge in scheinbar harmlosen Snacks. Eine frische Laugenstange enthĂ€lt teilweise bereits mehr als 1 g Salz. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) empfiehlt Erwachsenen, tĂ€glich höchstens 6 g Salz aufzunehmen. Wie das Bundeszentrum fĂŒr ErnĂ€hrung betont, machen herkömmliche Backwaren hierzulande einen groĂen Teil der gesamten Salzzufuhr aus.
Eine dauerhaft ĂŒberhöhte Salzzufuhr kann laut dem Portal gesund.bund.de den Blutdruck steigern und das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Zudem bestehen klassische Laugenstangen meist aus hellem Weizenmehl und liefern entsprechend wenige Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe.
Die DGE rÀt dazu, mindestens ein Drittel der tÀglich verzehrten Getreideprodukte in Form von Vollkorn zu wÀhlen. Personen mit bestehendem Bluthochdruck, Nierenproblemen oder einer Àrztlichen Empfehlung zur Salzreduktion sollten LaugengebÀck daher nicht tÀglich essen.
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Zur Verringerung der Belastung empfiehlt es sich, grobe Salzkörner vor dem Verzehr abzustreifen und die Backwaren mit GemĂŒse, FrischkĂ€se, Hummus oder KrĂ€uterquark zu kombinieren.
Risiken bei Notfallnahrung und Fertiggerichten
Auch bei der privaten Bevorratung fĂŒr Krisenzeiten spielt die NĂ€hrstoffzusammensetzung eine zentrale Rolle. Viele haltbare Konserven und Fertiggerichte weisen fertigungsbedingt hohe Salzgehalte auf. Um einer gesundheitlichen Ăberlastung vorzubeugen, raten Experten dazu, bereits beim Kauf die NĂ€hrwertangaben genau zu prĂŒfen.
Der Natriumgehalt pro Portion lÀsst sich dabei mit einem einfachen Rechenschritt bestimmen: Wird der ausgewiesene Natriumwert mit dem Faktor 2,54 multipliziert, ergibt sich die tatsÀchliche Salzmenge.
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Bei der Notfallvorsorge sollten bevorzugt salzĂ€rmere Alternativen gewĂ€hlt werden. Personen mit Vorerkrankungen sollten zudem darauf achten, ein eigenes BlutdruckmessgerĂ€t sowie die benötigten Dauermedikamente fĂŒr mindestens sieben Tage oder zwei Wochen vorrĂ€tig zu halten.
Empfehlungen zur krisenfesten Vorratshaltung
Das Bundesamt fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hebt in seinem Leitfaden zur Krisenvorsorge hervor, dass Deutschland zwar grundsĂ€tzlich ein sicheres Land sei, Notlagen durch Sabotageakte, Cyberangriffe oder extreme Wetterereignisse jedoch nicht ausgeschlossen werden können. Eine Vorratshaltung fĂŒr zehn Tage sei optimal, aber auch eine Reserve fĂŒr drei Tage bereits eine spĂŒrbare Entlastung.
Eine solche Bevorratung lĂ€sst sich auch ohne Kochmöglichkeiten umsetzen. Geeignet sind ungekĂŒhlte, verzehrfertige Lebensmittel wie Vollkorn-KnĂ€ckebrot, Zwieback, Haferflocken, NĂŒsse, Trockenobst und gegarte HĂŒlsenfrĂŒchte aus Konserven.
Das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, geöffnete Dosen stets zĂŒgig aufzubrauchen und möglichst kleine VerpackungsgröĂen zu wĂ€hlen. Neben Lebensmitteln empfiehlt das BBK unter anderem ausreichend Trinkwasser, geladene Powerbanks, handschriftliche Telefonlisten, ein Kurbelradio sowie behördliche Warn-Apps fĂŒr NotfĂ€lle bereitzuhalten.
