Schlafenszeit, Uhr

Schlafenszeit: Zwischen 22 und 23 Uhr ist das Herz-Kreislauf-Risiko am niedrigsten

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 08:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Schlafbeginn zwischen 22 und 23 Uhr geht laut Untersuchungen mit dem geringsten Herz-Kreislauf-Risiko einher; regelmĂ€ĂŸige NĂ€chte fördern die Erholung.
Ein minimalistisch eingerichtetes Schlafzimmer in der Nacht mit sanftem Mondlicht, das durch VorhÀnge auf ein ungemachtes Bett fÀllt. Illustration mit AI erstellt.

Die Phase zwischen 23 Uhr und 3 Uhr morgens gilt in der Schlafforschung als besonders wichtig fĂŒr die Regeneration. Öffentliche Gesundheitshinweise aus Hebei betonen dieses Zeitfenster als essenzielle Kernzeit der Nachtruhe.

Um diese Phase optimal zu nutzen, raten Fachleute dazu, möglichst vor 23 Uhr einzuschlafen. Die körpereigene Melatonin-AusschĂŒttung erreicht im Zeitraum zwischen 23 Uhr und 7 Uhr morgens ihren Höhepunkt, was das physiologische Einschlafen und Durchschlafen begĂŒnstigt.

Zugleich verweisen die Veröffentlichungen auf wissenschaftliche Untersuchungen, die einen U-förmigen Zusammenhang zwischen dem Einschlafzeitpunkt und dem Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufzeigen. Demnach sei das kardiovaskulĂ€re Risiko bei einem Schlafbeginn zwischen 22 Uhr und 23 Uhr am niedrigsten.

FĂŒr eine optimale Schlafvorbereitung wird empfohlen, mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen auf elektronische GerĂ€te zu verzichten. Ältere Menschen können zudem von einem kurzen Mittagsschlaf profitieren: Dieser sollte etwa 20 bis 30 Minuten dauern und idealerweise vor 15 Uhr beendet sein, um den abendlichen Schlafdruck nicht zu mindern.

Die TCM-Organuhr und moderne Schlafmedizin

Die Betonung der spĂ€ten Abend- und frĂŒhen Nachtstunden deckt sich teilweise mit den Lehren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die sogenannte TCM-Organuhr weist den Stunden zwischen 23 Uhr und 1 Uhr nachts die Gallenblase zu, wĂ€hrend der Zeitraum von 1 Uhr bis 3 Uhr morgens der Leber zugeordnet ist.

Daran schließt sich von 3 Uhr bis 5 Uhr morgens die Lungenzeit an. FĂŒr diese spezifischen organbezogenen Zeitfenster der TCM fehlen jedoch direkte wissenschaftliche Nachweise.

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Fachleute verweisen auf einen U-förmigen Zusammenhang zwischen Einschlafzeitpunkt und Herz-Kreislauf-Risiko — am niedrigsten ist es bei einem Schlafbeginn zwischen 22 und 23 Uhr. Wer seinen Rhythmus stabilisiert, unterstĂŒtzt die körpereigene Melatonin-AusschĂŒttung und die nĂ€chtliche Regeneration. Der kostenlose Leitfaden begleitet Sie mit einem 7-Tage-Schlafrhythmus-Check und einer bildschirmfreien Abendroutine. Kostenlosen Schlaf-Leitfaden anfordern

WĂ€hrend die TCM davon ausgeht, dass Störungen in bestimmten ZeitrĂ€umen auf Ungleichgewichte in Gallenblase und Leber hinweisen, betont die moderne Schlafmedizin vor allem die Bedeutung eines regelmĂ€ĂŸigen Nachtschlafs. Aus wissenschaftlicher Sicht gilt ein wiederholtes Erwachen zu festen Uhrzeiten nicht als biologische Notwendigkeit.

HĂ€ufige Auslöser fĂŒr Unterbrechungen sind vielmehr Stress und unregelmĂ€ĂŸige Schlafzyklen. Ein normaler Zyklus dauert etwa 90 Minuten. Gegen 2 bis 3 Uhr morgens steigt der Cortisolspiegel physiologisch langsam an, wĂ€hrend das Melatonin wieder abfĂ€llt.

Treten Schlafprobleme ĂŒber mehr als drei Monate und an mindestens drei NĂ€chten pro Woche auf, wird klinisch von einer Insomnie gesprochen. In solchen FĂ€llen gilt die kognitive Verhaltenstherapie fĂŒr Insomnie (KVT-I) als Mittel der Wahl.

Phasen der nÀchtlichen Erholung

Aus schlafmedizinischer Sicht spielen die verschiedenen Stadien der Nacht eine komplementĂ€re Rolle fĂŒr die Gesundheit. Der Tiefschlaf, der ĂŒberwiegend in den ersten zwei bis vier Stunden nach dem Einschlafen auftritt, ist zentral fĂŒr die körperliche Erholung und die Funktion des Immunsystems. Der REM-Schlaf hingegen unterstĂŒtzt vor allem GedĂ€chtnisprozesse und die emotionale Verarbeitung; seine Anteile nehmen gegen Morgen hin zu.

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Die Schlafzyklen wiederholen sich ĂŒber die Nacht hinweg im Abstand von etwa 90 Minuten. SchĂ€tzungen zufolge entfallen ĂŒblicherweise 15 bis 25 Prozent der gesamten Schlafdauer auf den Tiefschlaf und rund 20 bis 25 Prozent auf den REM-Schlaf.

Diese Werte können jedoch je nach Lebensalter und individuellen BedĂŒrfnissen variieren. Sowohl traditionelle Erfahrungswerte als auch die moderne Chronobiologie weisen somit ĂŒbereinstimmend darauf hin, dass ein frĂŒher und stabiler Schlafrhythmus die Voraussetzung fĂŒr eine vollstĂ€ndige physische und psychische Erholung bildet.

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